Einmalige Perspektiven News: Produktion

Einmalige Perspektiven

Sky Deutschland hat vom 30. August bis 1. September insgesamt elf Stunden live von den Deutschen smart Beach-Volleyball-Meisterschaften 2013 am Timmendorfer Strand berichtet. Wie schon bei den voran gegangenen Beach-Volleyball-Events kam dabei umfangreiches Produktionsequipment einschließlich zahlreicher Spezialkameras vom Mainzer TV-Dienstleister TV Skyline Film- und Fernsehgesellschaft mbH zum Einsatz.

In bislang nie dagewesenem Umfang konnten in der abgelaufenen Saison Beach-Volleyball-Fans in Deutschland ihren Lieblingssport live im Fernsehen verfolgen. Möglich machte dies Sky Deutschland. Der Pay-TV-Sender hatte zusammen mit dem Mainzer Produktionsdienstleister TV Skyline einen bei dieser Sportart bislang nicht gekannten Aufwand getrieben, um Top-Bilder von der aus insgesamt fünf Events bestehenden Deutschen smart Beach-Volleyball Meisterschaften 2013 zu liefern. Und beim Finale (30. August bis 1. September) am Timmendorfer Strand kam sogar noch zusätzliche Technik zum Einsatz. „Zum Abschluss unserer ersten erfolgreichen Beach-Volleyball-Saison haben wir am Timmendorfer Strand noch einen drauf setzen können. Für die elfstündige Live-Übertragung wurden insgesamt zwölf Kameras eingesetzt. Damit haben wir den vom internationalen Volleyball-Verband FIVB für die Weltmeisterschaften geforderten Produktionsstandard übertroffen und ganz neue Maßstäbe gesetzt.

Ich bin stolz auf das, was das Team in diesem Jahr geleistet hat“, erklärt Udo Ludwig, Head of Motorsports & Other Sports bei Sky. „In Timmendorf haben wir uns eine regelrechte Materialschlacht mit Spezialkameras geliefert. Von den zwölf eingesetzten Kameras waren allein acht verschiedene Spezialkamerasysteme am Start“, berichtet TV Skyline-Geschäftsführer Robert Kis. Dazu gehörten drei SPORTS:CAM 5 HD: Mit der CommCam wurden Kommentatoren und Experten ins Bild gerückt, mit der ScoreCam die Anzeigetafel sowie zusätzliche Eindrücke abseits des Spielfelds mit Zuschauern, Cheerleadern, sich warm machenden Spielern et cetera gezeigt und mit der an hervorgehobener Stelle aufgebauten BeautyCam Bilder des gesamten Areals.

Die SPORTS:CAM 5 HD kann hängend und stehend eingesetzt werden. Sie ist mit einem sehr lichtstarken 23,5 x 15,6 mm Bildsensor ausgestattet und liefert als flexibel einsetzbare Lösung für SD- und HD-Produktionen (HD/SD SDI Outputs) eine hohe Bildqualität, die laut TV Skyline-Geschäftsführer Kis locker mit der herkömmlicher Broadcast-Kameras mithalten kann. Die Kamera verfügt über eine serielle oder eine TPC/IP Daten-Schnittstelle, über einen integrierten DMX-Kontroller, Genlock-Input, Audio-Embedder et cetera. Ihre Pan-Funktion umfasst 360 Grad, die Tilt-Funktion reicht bis zu 270 Grad.

Die Remote-Software der SPORTS:CAM 5 HD läuft auf jedem Standard Windows PC oder Tablet. Eingesetzt wurde die Kamera zuletzt unter anderem bei den Olympischen Sommerspielen in London 2012, bei der UEFA Euro 2012, bei den Wagner Festspielen 2013 in Bayreuth und beim Confederations Cup 2013 in Brasilien.

Zu den weiteren Spezialkameras gehörte eine SPORTS:CAM 4 HD als SandCam. Die direkt neben dem Spielfeld im Sand eingegrabene sehr untersichtige Remote-Kamera zeigte die Wucht und Dynamik der Spieler aus einer einmaligen Perspektive.

Selbst der Schiedsrichter blieb nicht verschont und wurde mit einer SchiriCam an der Kopfbedeckung ausgestattet, um von seiner Position aus das Geschehen zu zeigen. Interessant waren ihre Bilder bei strittigen Entscheidungen oder wenn ein Spieler mit dem Schiedsrichter über die Regelauslegung diskutierte.

Sowohl für die Moderation als auch für das Spiel wurde der Birdy-Leichtkamerakran mit einer HD:1200 Kamera eingesetzt. „Es gab damit keine Sichtbehinderung für die Zuschauer und auch die Spieler fühlten sich nicht gestört“, berichtet Kis.

Eine an der Netzkante befestigte NetCam (GOAL:CAM 2HD), bot ganz neue Eindrücke von Angriffen und Blocks der Spieler. Beim Finale am Timmendorfer Strand wurde hier zusätzlich eine Antelope Pico Highspeed-Kamera von Live Motion Concept GmbH (LMC) von Felix Marggraff eingesetzt. Mit ihrer Hilfe wurden die unklaren Entscheidungen am Netz oder an der Aus-Linie im Fernsehbild in Superzeitlupe aufgelöst. Zudem setzte Sky beim Timmendorfer Strand auf eine Drohnen-Cam, die ähnlich wie eine Heli-Cam die Beach Volleyball-Arena an der Ostsee aus der Vogelperspektive einfing.

Rund um die Matches informierten und unterhielten Moderatorin Esther Sedlaczek, Sky Experte Jonas Reckermann, die Field-Reporterinnen Sara Goller und Ruth Hofmann sowie Kommentator Simon Südel ihre Zuschauer mit Filmbeiträgen, Interviews und Analysen.

„Sky wollte Beach Volleyball produzieren wie es bisher weder bei Welt- und Europameisterschaften noch bei Olympischen Spielen zu sehen war. Das Event sollte die Zuschauer mit neuen Perspektiven begeistern, andere Blickwinkel, Einstellungen und Kamerafahrten bieten“, sagt Kis. „Das eröffnete uns die Chance, eine Event-Sportart völlig losgelöst von bisherigen Sehgewohnheiten neu in Szene zu setzen.“

Bei der Produktion der Deutschen smart Beach-Volleyball Meisterschaften 2013 entschied sich Sky Deutschland laut Produktionsleiter Alessandro Reitano für die Zusammenarbeit mit TV Skyline, da die Mainzer mit ihrer hauseigenen Entwicklungs- und Spezialkameraabteilung neben einer flexiblen HD-Ü-Wagenflotte ideale Vorrausetzungen für innovative Produktionsmethoden besitzen. Gemeinsam hat man hier im Bereich Kamerapositionen und Workflow auch mal „um die Ecke gedacht“ und eine Spezialkamera-Spielwiese für Regie und Redaktion geschaffen, meint er. Alle Spezialkameras seien dabei mit Remote Operatoren besetzt gewesen, um der Regie immer das höchste Maß an brauchbaren Kameraeinstellungen anbieten zu können.

Der Pay-TV-Sender und TV Skyline hatten die Veranstaltungsreihe jedoch nicht nur mit Spezialkameras, sondern auch mit zahlreichen Zusatzmikrofonen ausgerüstet. Der TV-Zuschauer hatte so die Möglichkeit, die Kommandos der Spieler, Diskussionen und taktischen Besprechungen in Auszeiten, Gesprächen mit dem Schiedsrichter bei strittigen Entscheidungen ebenso wie die Stimmung auf den Rängen hautnah mitzuerleben.

„Insgesamt haben wir während der Beachvolleyball-Saison 2013 über 23 Stunden Live-Berichterstattung abgeliefert. Wir haben es geschafft, neue Maßstäbe bei der Beach-Volleyball-Übertragung zu setzen. Mit bis zu zwölf Kameras haben wir die Sportart richtig gut in Szene gesetzt. Was uns besonders freut: Das Feedback von Seiten der Sportler selbst war durch die Bank sehr positiv“, betont Sky- Produktionsleiter Reitano. Mit der Kameraserie und Technik von TV Skyline habe man „einen ausgezeichneten Workflow“ realisieren können, der sehr gut den Sky-Anforderungen entsprochen habe. „Zudem konnten wir so zahlreiche neue Kameraperspektiven generieren. Ziel ist es jetzt, den Standard, den wir uns in dieser Saison erarbeitet haben, auch in der neuen Saison beizubehalten. Darüber hinaus möchten wir auch im nächsten Jahr neue, innovative Ansätze innerhalb der Produktion platzieren“, verspricht Reitano. Grundsätzlich hätten sich alle Kamera-Positionen bewährt. Leichte Anpassungen seien vielleicht noch bei der Optik-Wahl nötig.

Reitano: „Ein besonderes Highlight war für mich der Einsatz der SchiriCAM bei den Super Cups Binz, Kühlungsborn und Timmendorfer Strand und der beiden Highspeed-Kameras, die ebenfalls bei den Deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand aufgeboten wurden. Besonders die SchiriCam überraschte die Zuschauer mit neuen Perspektiven – gerade bei heiklen Entscheidungen der Unparteiischen.“

In Timmendorf gingen insgesamt 32 Teams an den Start, darunter die Vizeweltmeisterinnen Karla Borger und Britta Büthe, die WM-Bronzemedaillengewinner Jonathan Erdmann und Kay Matysik, die EM-Dritten Laura Ludwig und Kira Walkenhorst und die Weltranglistenzweiten Katrin Holtwick und Ilka Semmler. Im Finale der Herren standen sich Markus Böckermann mit seinem Teamkollegen Mischa Urbatzka und Alex Walkenhorst mit Lars Flüggen gegenüber. Als Sieger gingen hier Böckermann und Urbatzka vom Platz. Bei den Damen überraschte das Team von Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, die in ihrer ersten gemeinsamen Saison gegen Katrin Holtwick und Ilka Semmler mit einem überzeugenden zwei zu null den Titel holten.
Jakob Schrenker
(MB 10/13)

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