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AGF bezieht YouTube in Reichweiten-Messung ein

AGF bezieht YouTube in Reichweiten-Messung ein

In den Reichweiten der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) sollen künftig auch die Ergebnisse von YouTube enthalten sein.

Ziel dieser weltweit bislang ersten Integration ist es, konvergente Netto-Reichweiten für TV und Online-Video unter Einbeziehung von YouTube und anderen Online-Bewegtbild-Anbietern auszuweisen. Erste Ergebnisse des global einzigartigen Studien-Konzeptes von AGF und YouTube sind noch in 2015 geplant.

Die Relevanz von Online-Video in der Mediennutzung steigt insbesondere durch die weitere Verbreitung von Screens und mobilen Endgeräten kontinuierlich. Zugleich diversifiziert sich der Be-wegtbildmarkt zunehmend: Neben den Contentangeboten der klassischen TV-Anbieter treten auch immer mehr Videoportale und Streaming-Kanäle in den Markt ein. Angesichts dieser ständig wachsenden Vielfalt drängte die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) auf einen einheitlichen crossmedialen Standard zur Leistungsbemessung.

Für den geplanten einheitlichen Bewegtbildstandard beabsichtigt die AGF die wichtigsten Messelemente aus diesem Bereich zusammenzuführen: Das AGF-Fernsehpanel erfasst in der bewährten Qualität die lineare TV-Nutzung, live sowie zeitversetzt. Für Online-Video wird die AGF ein virtuelles „Mega-Panel“ installieren, das aus Daten des von Nielsen betriebenen Online-Panels sowie des Cross Media Panels der GfK besteht. Die Zusammenführung werde durch einen weiteren Dienstleister erfolgen, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit diesem Mega-Panel stehen wichtige Informationen zu den Nutzungsüberschneidungen von TV und Online auf Computern und Mobilgeräten zur Verfügung. Das Modell ist so konzipiert, dass die künftige Einbindung weiterer externer Datenquellen, z.B. Paneldaten, möglich ist.

Die geplante Zusammenführung all dieser Datenquellen eröffnet eine neue Qualität in der Messung crossmedialer Leistungswerte. Die konkreten Maßnahmen zur technischen und methodischen Reali-sierung dieses Vorhabens sind bereits eingeleitet. Die entsprechenden erforderlichen formalen Beschlüsse werden zeitnah gefasst, so die AGF.

Lars Lehne, Country Director Agency bei Google Deutschland, sieht in der Einbeziehung der YouTube-Daten bei der AGF die Komplementärfunktion der verschiedenen Bewegtbildangebote bestätigt: „Online-Inhalte und klassisches TV werden von den Nutzern schon lange und selbstverständlich er-gänzend oder parallel genutzt. Uns ist es wichtig, eine Beurteilungsgrundlage für Werbetreibende zu schaffen, die dem massiven Anstieg der Nutzung von Online-Bewegtbildinhalten gerecht wird. Und das über alle Screens hinweg.“

Die AGF-Vorstandsvorsitzende Karin Hollerbach-Zenz betont: „ Nur mit der Einbeziehung von Marktteilnehmern jenseits der TV-Sender können wir einen crossmedialen Standard schaffen, der auch zukünftig der Komplexität unseres Marktes gerecht wird, die Werbetransparenz weiter erhöht und unseren hohen forscherischen Ansprüchen genügt.“ (4/15)

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