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Auf zu neuen Ufern

Auf zu neuen Ufern

Die Hamburg Open wurden am 17. Januar 2019 zum letzten Mal in Eigenregie von MCI in den Studios von Studio Hamburg veranstaltet. Ab 2020 wird der beliebte Branchentreff als zweitägiger Event (22. und 23. Januar 2020) von der Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) organisiert. MCI ist als Kooperationspartner weiter im Boot und positioniert sich neu für einen stark im Wandel befindlichen Markt.

Zum zehnten Mal veranstaltete Studio Hamburg MCI am 17. Januar 2019 die Hamburg Open. Die Veranstaltung hat sich in den letzten Jahren als einzigartige Mischung aus Branchentreff und Messe für Broadcast-, Medien- und Produktionstechnik gut etablieren können und einen festen Platz im Terminkalender vieler Medienschaffender im In- und Ausland gewonnen. Hier nutzt man die Gelegenheit, in überschaubarem Rahmen und mit geballtem Experten-Know-how, Entwicklungen und technische Trends des neuen Jahres zu diskutieren. Hersteller wie Arri, Dalet, Ross Video, Sony, DTC Domo Broadcast, Dimetis, AJA, nachtblau oder Shure lockten die Besucher mit Vorträgen zu aktuellen Themen.

 

In den letzten Jahren konnte man jeweils um die 1.000 Besucher und um die 80 Aussteller (dieses Jahr waren es 83) verzeichnen. Auf Grund der begrenzten Fläche in den Studios (rund 2.000 qm) war bislang auch die Größe der Messestände beschränkt. Dafür waren allerdings auch die Ausstellungskosten und der Zeitaufwand überschaubar. Auch das lockte viele Aussteller an. Diesmal standen im Oktober 2018 schon 20 Unternehmen auf der Warteliste. „Weitere waren interessiert“, berichtete MCI-Geschäftsführer Maximilian Below.

 

MCI hatte dazu immer das Problem, freie Studio-Kapazitäten für die Hamburg Open zu ergattern. „Produktionen haben bei Studio Hamburg Vorrang und wir haben hier derzeit eine sehr hohe Auslastung“, erklärt Tim Grevenitz, Leiter Vertrieb & Marketing der MCI. Dies sei letztlich auch der Grund gewesen, warum man die Hamburg Open nicht mehr auf dem eigenen Gelände veranstalten könne. Die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) hingegen habe gleich großes Interesse daran bekundet, die Veranstaltung weiter zu führen. Der neue Veranstalter biete nun auch die Möglichkeit, die von vielen Ausstellern und Besuchern geforderte Erweiterung der Messe auf zwei Tage zu realisieren. Die nächste Hamburg Open soll am 22. und 23. Januar 2020 auf dem Hamburger Messegelände stattfinden. MCI wird als Kooperationspartner und Hauptsponsor die Veranstaltung weiter begleiten. Zudem soll ein Beirat gegründet werden, der Form und Inhalte der neuen Hamburg Open mitbestimmen wird.

 

Zusammen mit der HMC will MCI ein neues Kapitel des Branchentreffs aufschlagen, die Veranstaltung weiterentwickeln und dem dynamischen Markt für Broadcast- und Medientechnik eine größere Plattform geben. MCI-Geschäftsführer Maximilian Below meinte: „Die HMC ist ein Partner, der nicht nur unsere Vision teilt, sondern auch über die nötigen Ressourcen verfügt, um die Hamburg Open zum führenden Innovations- und Networking-Event für Technik- und Kreativschaffende in der Broadcast- und Medientechnikbranche in Deutschland auszubauen.“ Und weiter: „Mit unseren eigenen Kapazitäten können wir nicht alle Märkte ansprechen. Dieses Jahr hatten wir eigentlich nur Aussteller zum Thema TV-Produktion aber nicht zu den Themen Radio oder Medientechnik. Auch andere Bereiche könnten noch dazu kommen. Insgesamt könnte die Veranstaltung größer und auch noch mit anderen Inhalten gefüllt werden. Das, was in Deutschland versprengt stattfindet, könnten wir hier konsolidiert hin bekommen. Wir werden nächstes Jahr sehen, wie es läuft, wenn wir mehr Ausstellern Platz bieten und damit auch mehr Besucher anziehen. Als Kompetenzpartner wollen wir dazu beitragen, das Format mit weiter zu entwickeln.“ Nicht angestrebt sei aber, eine kleine IBC zu entwickeln. Die einzigartige Charakteristik und Atmosphäre des Branchentreffs, sich bei einer Art „Klassentreffen“ zum Jahresauftakt entspannt austauschen zu können, wolle man auf jeden Fall beibehalten. 

 

„Die Hamburg Messe hat exzellente Räumlichkeiten, liegt zentral in Hamburg, ist infrastrukturell bestens angebunden und verfügt über sehr viel Know-how in der Vorbereitung und Durchführung von Messen. Die besten Voraussetzungen, um das Event zu erhalten und weiter zu entwickeln“, ergänzte Grevenitz.

 

Und Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der HMC, meinte: „Die Hamburg Open hat aus unserer Sicht großes Potenzial. Durch die Zusammenarbeit und den Umzug in die Messehallen legen wir den Grundstein für weiteres Wachstum und bieten der Branche neue Möglichkeiten, sich und ihre Innovationen zu präsentieren. Die Messe passt sehr gut zu Hamburg und wird dazu beitragen, die Spitzenposition der Hansestadt als Medienstandort auszubauen.“ 

MCI nutze die Hamburg Open 2019 auch, um seine Außendarstellung mit neuem Firmenlogo zu präsentieren. Das Unternehmen firmiert jetzt als MCI Media Systems & Solutions. Max Below dazu: „Wir glauben, dass wir die Vielschichtigkeit unserer Märkte so noch fokussierter ansprechen können und haben MCI daher als Marke noch klarer hervorgehoben. An der Bindung zu Studio Hamburg ändert sich aber nichts.“ Studio Hamburg wurde komplett aus dem Logo herausgenommen, weil die MCI-Mutterfirma zu stark für Film- und TV-Produktion stehe, MCI aber ein breiteres Branchen-Spektrum bediene, unter anderem auch im AV- und Corporate-Bereich, und sich deshalb etwas neutraler aufstellen wolle. „Media Systems & Solutions“ stehe nun unter dem Logo, um die Ausrichtung des Unternehmens mit Beratung und Planungsunterstützung deutlicher zu machen. 

 

MCI habe zudem einen neuen Servicebereich aufgebaut, der Kunden auch nach einer fertigen Installation weiter begleiten könne. „Wir wollen kein Hit-and-Run“-Geschäft  mehr und uns den Projekten lieber vollumfänglich widmen“, sagte Below. Das gebiete auch die Marktentwicklung. 

 

Top-Thema Workflow-Optimierung

 

Als Top-Themen für 2019 sieht er die Crossmedialität und weiterhin die Workflow-Optimierung. Below: „Es geht darum, übergreifend bislang getrennte Arbeitsweisen zusammen zu bringen und Assets allgemein nutzbar zu machen. Automation ist ein weiteres großes Thema. Unsere Kunden interessieren sich für Smart Production und die Frage, wie lassen sich Workflows flexibel anpassen und vor allem auch, wie kann man die Mitarbeiter entsprechend weiterbilden. Wie lassen sie sich für neue Arbeitsweisen begeistern?“ 

 

Der Mensch müsse auf dem Weg hin zu neuen Technologien in der Produktion mitgenommen werden. „Deswegen ist eine hybride, durchdachte und schrittweise Umsetzung neuer Prozesse besser als Knall auf Fall alles neu zu machen“, sagte er bei den Hamburg Open 2019. „Mit Blick auf Total Costs of Ownership (TCO) und den versteckten Kosten müsse man die traditionelle Broadcast- und die IT-Technik immer wieder einmal gegenüber stellen. Below weiter: „Die Frage ist auch, wie sehen die Investitionszyklen beim Betrieb mit IT-Lösungen aus? Wie sind da die Service- und Sicherheitskonzepte ausgelegt? Wie sind die im Haus vorhandenen Ressourcen aufgestellt? Das lässt sich alles nicht von heute auf morgen klären. Bei der Lösung solcher Fragen begleiten wir unsere Kunden natürlich gerne.“ 

Eckhard Eckstein

01.04.2019

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