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BR-Rundfunkrat genehmigt Jahresabschluss 2019

BR-Rundfunkrat genehmigt Jahresabschluss 2019

Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks (BR) hat in seiner Sitzung vom 16. Juli 2020 den Jahresabschluss und die Wirtschaftsrechnung für das vergangene Jahr genehmigt. Entgegen der Planung wurden 2019 aufgrund der stabilen Ertragslage keine Mittel aus der Beitragsrücklage benötigt. Insgesamt verbucht der BR ein positives Finanzergebnis von 21,9 Mio. €.

In der Gewinn- und Verlustrechnung 2019 weist der BR Gesamterträge in Höhe von 1.084,1 Mio. € aus. Die Beitragserträge, die rund 85 Prozent der Einnahmen ausmachen, lagen dabei mit 920,4 Mio. € um 12,6 Mio. € (1,4 %) über dem Vorjahr. Verantwortlich hierfür sind die im vergangenen Jahr leicht gestiegenen Bestandszahlen in Bayern.

Nach eigenen Angaben konnte durch "kontinuierliche Sparpolitik und die äußerst disziplinierte Haushaltsführung in allen Bereichen des Senders" eine Entnahme aus den Rücklagen vermieden werden. Im Zeitraum 2013 bis 2016 durfte vom BR aufgrund einer Vorgabe der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ein Teil des Beitragsaufkommens nicht verwendet werden. Diese auf einem Sonderkonto angelegten Beträge stehen zur Deckung der Aufwendungen seit 2017 zur Verfügung. Die noch verbleibenden können nach den Vorgaben der KEF für das Jahr 2020 verwendet werden.

Die Aufwendungen 2019 liegen mit 1.183,1 Mio. € um 21,3 Mio. € über dem Vorjahr, was im Wesentlichen auf die kalkulatorischen Veränderungen in der Altersversorgung im Zusammenhang mit dem weiterhin rückläufigen Zinsniveau zurückzuführen ist. Unter Berücksichtigung der sonstigen Positionen in der Bilanz wie etwa Investitionen weist der BR ein positives Finanzergebnis von 21,9 Mio. € aus.

Zusammen mit den Rücklagen wird diese Ergebnisverbesserung dem Bayerischen Rundfunk voraussichtlich helfen, die Beitragsperiode 2017 bis 2020 mit einem ausgeglichenen Finanzergebnis abzuschließen. Die noch nicht konkret absehbaren Folgen der Corona-Pandemie auf die Beitragseinnahmen dürften sich beim BR erst zeitversetzt auswirken.

BR-Rundfunkratsvorsitzender Dr. Lorenz Wolf:

"Das positive Ergebnis von 2019 hilft dem BR, das Jahr 2020 finanziell ausgeglichen abzuschließen. Die Corona-Pandemie wird sich auf die Finanzen des BR auswirken. Bisher konnten mit den vorhandenen Mitteln die unabhängige Berichterstattung und die seriöse Aufbereitung von Fakten noch gewährleitet werden. Auch beim Bildungs- und Unterhaltungsauftrag mussten keine Abstriche gemacht werden. Damit konnte der BR zeigen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk gerade in solchen Krisenzeiten einen besonderen Stellenwert besitzt.

Für den Erhalt der Leistungsfähigkeit hoffe ich sehr, dass die von der KEF empfohlene Beitragserhöhung zum 1. Januar 2021 in den Landtagen ratifiziert wird. Da nennenswerte Reserven nicht mehr vorhanden sind, könnte der Zeitraum bis 2024 nur mit tiefgreifenden Einschnitten ins Programm bewältigt werden."

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