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Dallas made in Europe

Dallas made in Europe

Mit der zwölfteiligen TV-Serie „Borgia“, die 2011 beim ZDF läuft, hat die französische Produktionsfirma Atlantique ein neuartiges Konzept für internationale Produktionen aus Europa entwickelt. Es soll der Übermacht der US-Serie die Zähne zeigen und gleichzeitig die Finanzierung von Qualitätsserien im europäischen Fernsehmarkt ermöglichen. MEDIEN BULLETIN sprach mit Atlantique-Geschäftsführer Klaus Zimmermann über „Borgia“ sowie neue Trends und die Finanzlage im internationalen Fernsehmarkt.

Können Sie Ihre berufliche Laufbahn im Markt der internationalen Fernsehproduktion kurz beschreiben?

Ich bin in Frankreich aufgewachsen und habe klassisch Betriebswirtschaft und Jura studiert. Mein Wunsch und Ziel war es aber immer, ins Filmgeschäft zu gehen. Da hatte ich das Glück, beruflich in München bei der KirchGruppe und Jan Mojto (heute Geschäftsführer der Produktionsfirma EOS, d.Red.) zu landen. Ich habe dann zehn Jahre bei der KirchGruppe gearbeitet, im Marketing, Weltvertrieb und im Management. Es war damals die goldene Zeit: Privatfernsehen und Digitalisierung boomte. Innerhalb der KirchGruppe war ich zunehmend in der internationalen Produktion tätig und habe Kooperationen mit beispielsweise Italien und Frankreich realisiert.

2001 bin ich zurück nach Frankreich gezogen, habe dort bei diversen französischen Produktionsfirmen gearbeitet und schließlich auch meine eigene Produktionsfirma gegründet. Mit der habe ich dann wieder viel für Deutschland gemacht und war in Kooperation mit TeamWorx im Bereich der TV-Event-Produktion für zum Beispiel „Die Patin“, „Vulkan“, „Die Grenze“ und „Der Untergang der Laconia“ tätig, ein TV-Event-Zweiteiler, der in diesem Jahr auf der ARD ausgestrahlt wird. Vor rund einem Jahr habe ich als Geschäftsführer bei Atlantique angefangen …

Wer ist Atlantique und welche Aufgabe haben Sie dort?

Atlantiques ist eine Tochtergesellschaft von Lagadère, die in Frankreich Marktführer unter den Film- und TV-Produktionsunternehmen ist, vergleichbar mit der UFA in Deutschland. Wobei Lagadère gleichzeitig ein sehr großer Medienkonzern ist: der zweitgrößte Verlag weltweit zum Beispiel, und Lagadère unterhält eine Reihe von Radio und Fernsehsendern. Meine Aufgabe bei der Lagadère-Gruppe ist, als Geschäftsführer von Atlantiques eine Produktionseinheit aufzubauen, die speziell auf internationale TV-und Filmprojekte ausgerichtet ist. Das gab es vorher in der Gruppe nicht. Es ist ein neuer Geschäftsbereich. Für mich ist es aber kein Neuland, weil ich schon bei mehreren internationalen Produktionen beteiligt war, wenn auch nicht als Geschäftführer, sonder eher adhoc wie zum Beispiel bei den Produktionen der KirchGruppe, etwa „Napoléon“, „Der Graf von Monte Cristo“ oder die ganze Bibel-Verfilmung.

„Borgia“, eine zwölfteilige TV-Serie à jeweils 50 Minuten,ist nun Ihre erste internationale Produktion als Geschäftsführer von Atlantique?

Richtig. Die Dreharbeiten für „Borgia“ wurden bereits am 4. Oktober in Prag aufgenommen. Als Drehbuchautor konnten wir Tom Fonatana gewinnen, der im amerikanischen Markt mit fünf Emmy Awards ein Star ist. Die Regie bei den ersten vier Folgen hat Oliver Hirschbiegel geführt.

Oliver Hirschbiegel charakterisierte die Serie süffisant als „Dallas in der Renaissance“. Bösewichte, Macht und Intrigen passen wohl wieder gut in Serien unserer Zeit?

„Borgia“ passt in die heutige Zeit hinein. Wir erzählen aber nicht einfach nur die Geschichte eines Bösewichts. Die Geschichte des Redrigo Borgia, der sich vom Kardinal zum Papst hoch kämpft und seine Kinder in seinem Reich platziert, ist vielmehr die eines zwiespältigen Mannes. Er hat durchaus eine Vision für die Kirche. Das System hat aber seine eigenen Regeln, die nicht mit der Reinheit des Geistes und der Geistigkeit zu vereinbaren sind. Diesen Zwiespalt verkörpert unsere Hauptfigur in einer Zeit, in der eine korrupte Kirche am Ende des Mittelalters kurz vor dem Kollaps steht. Borgia kommt mit den Mitteln der Macht auf den Papstthron und er muss in diesem System funktionieren. Damit hat Borgia vieles mit Idealisten in der politischen Welt gemein. Unser Autor, Tom Fonatana, vergleicht die Figur des Rodrigo Borgia gerne mit der Figur von Obama. Er war mit ganz großen Idealen als US-Präsident angetreten und reibt sich jetzt am politischen Apparat. Mit „Borgia“ beschreiben wir ein Europa, das zwischen dem Mittelalter und der Renaissance steht. Es ist noch sehr dunkel, aber manchmal scheint schon etwas Licht durch.

Was ist das Besondere an dieser Produktion, die ja Atlantique zusammen mit Canal+ und EOS aus der Taufe gehoben und vorfinanziert hat?

„Borgia“ ist die erste internationale Produktion bei Atlantique und damit neu für Lagadère. Sie basiert gleichzeitig auf einem zumindest für Europa neuen internationalen Produktionsmodell. Allein der finanzielle Aufwand für „Borgia“ ist im Vergleich zum bisherigen europäischen Maßstab beträchtlich. Wir liegen bei rund 25 bis 26 Millionen Euro. Zum anderen unterscheidet sich Borgia von bisherigen europäischen Produktionen dadurch, dass es sich nicht um eine Koproduktion handelt, wie sie bislang in Europa zum Zweck der Finanzierung üblich war ….

… Stichwort „Europudding“?

Wenn früher beispielsweise Frankreich, Italien und Deutschland aus einem historischen Stoff eine gemeinsame Koproduktion gemacht haben, hat jeder versucht, die Schauspieler aus seiner Nation unterzubringen und es wurden jede Menge anderer Kompromisse für die Produktion geschlossen. Wir haben es ganz anders gemacht. Zwar war unser Ziel von Anfang an, aus der europäischen und nicht aus der amerikanischen Sicht zu erzählen. Wir wollten Unterhaltung mit und für einen europäischen Geschmack produzieren. Wir haben aber keine inhaltlichen Kompromisse gesucht zwischen verschiedenen Geschmäckern oder kulturellen Erwartungen.

Wir haben versucht, eine Geschichte so zu bauen und entsprechende Talente dafür zu finden, die über verschiedenen Geschmäckern stehen. Zum Beispiel eben mit dem Drehbuchautor Tom Fonatana, der zwar Amerikaner ist, aber durch seine italienische Abstammung eine starke Nähe zu Europa hat und auch zu der italienischen Geschichte. Oliver Hirschbiegel als Regisseur ist nicht nur für ein deutsches, sondern auch für ein italienisches Publikum geeignet. Wir haben solche künstlerischen Talente am Projekt gebunden, so dass es gar nicht mehr zu Forderungen kam, irgendwelche italienischen oder deutschen Elemente hinzuzufügen. So haben wir auch das Casting gemacht.

Mit amerikanischen, englischen, französischen, deutschen, skandinavischen und italienischen Schauspielern. Da standen nie etwaige Wünsche der einzelnen Länder hinter. Vielmehr hatten wir das Casting in die Hand einer Casting-Koryphäe gegeben: Debbie McWiliams, das ist die Frau, die seit zehn Jahren aus England heraus die James Bond Filme castet. Sie hat uns ein internationales Casting zusammengestellt, mit Vorschlägen für jede Rolle. Wir haben frei nach Charakter und der Rolle entschieden, ohne darauf zu achten, welche Nationalität der Schauspieler hat. Es ist ein buntes Ensemble entstanden, das aufgrund der Stimmigkeit der Rolle und nicht aufgrund von Quoten oder Forderungen einzelner Nationalitäten entstand. Mit den Talenten und dem Team haben wir eine komplette kreative Freiheit gehabt, das Beste herzustellen. Das ist der große Unterschied zwischen den bisherigen europäischen Koproduktionen und dieser internationalen Produktion „Borgia“.

Bei einer so teuren internationalen Produktion haben Sie doch sicherlich auch auf den Erfolg der US-amerikanischen Serien geschielt?

Vorbild waren die historischen Serien, wie sie die Amerikaner gemacht haben, „Rom“ oder „Die Tudors“. Das sind historische Serien, die nicht mit amerikanischen, sondern europäischen Geschmack für den Weltmarkt produziert worden sind. Das hatten wir auch mit Canal+ so besprochen. Der Pay-TV-Sender Canal+ gehört zu den europäischen Sendern, die am meisten Geld in Eigenproduktionen stecken. Denn Canal+ hat die Vision, mit Eigenproduktionen weitere Einnahmen in der Verwertungskette der digitalen Welt zu erzielen, um seine Existenz auch in Zukunft sicher zu stellen. Jan Mojtos EOS hat sich von Anfang an der Finanzierung beteiligt, um das Modell einer Produktion nach europäischem Geschmack verwirklichen zu können.

Jan Mojtos Beta Film hat auch den Weltvertrieb für „Borgia“ übernommen. Wie viele Sender brauchen Sie, um „Borgia“ refinanzieren zu können?

Wir haben das Programm mittlerweile an ZDF und ORF verkauft und stehen in Italien und Spanien vor entsprechenden Vertragsabschlüssen. Und wenn das passiert ist, sind wir refinanziert.

Also ist es grundsätzlich besser eine internationale Produktion ohne Beteiligung von Sendern als Koproduzenten beginnen?

Ja und Nein. Der Sender Canal+ war ja bei uns von Anfang an dabei. Er hat uns aber in der Freiheit voll unterstützt. Denn der Sender hat den Talenten, die am Projekt beteiligt waren, vertraut. Auch in der Hinsicht, dass das Team die richtigen Entscheidungen treffen wird, um ein weltweit interessantes Programm herzustellen.
Das ist eine Freiheit wie es sie auch in Deutschland beim Film gibt, wenn Bernd Eichinger einen Film herstellt. Man muss auch im Fernsehgeschäft Talente finden, die diesen Respekt verdienen. Das ist uns bei „Borgia“ gelungen.

Da die Sender außer Canal+ eher nur die Abnehmer und keine echten Koproduzenten sind, haben Ihnen dann auch nicht verschiedene Redaktionen
in das Projekt rein geredet? In vielen Situationen gibt es so ein Reinreden der Redaktion. Aber was ist die Orientierung dabei? Ist es die, ein Programm herzustellen, was in Deutschland vermarktbar ist oder geht es darum, das bestmögliche Programm zu produzieren? Es gibt Redaktionen, die sehr deutsch-deutsche Reflexe haben, und es gibt solche, die die Qualität des Programms betrachten. Am Ende des Tages macht es mehr Sinn, gemeinsam ein Projekt zu unterstützen als die jeweiligen Einzelinteressen.

„Borgia“ – keine internationale Koproduktion, sondern ein Projekt mit einer internationalen Dimension, die das nationale Denken ausschaltet, zu Gunsten einer europäischen Produktion für den Weltmarkt. Richtig zusammengefasst?

Genau. Und das wird der Zuschauer dann auch erkennen. Dass es nämlich keine Koproduktion mit Kompromissen ist, sondern eine internationale Produktion. Wenn Sie zum Beispiel Franka Potente in „Bourne Identity“ sehen, haben Sie auch nicht das Gefühl, dass es eine Koproduktion ist, sondern dass sie für diese Produktion ausgesucht worden ist, weil sie für die Rolle genau die Richtige ist.
Bemerkenswert für eine europäische Produktion ist, dass „Borgia“ eine TV-Serie, kein zweiteiliges Movie-Event, ist.
Das ist richtig. Und das ist auch das Neue an „Borgia“, dass ein Commitment vorliegt für ein serielles Format, das mehr Aufmerksamkeit erregt als eine klassische Miniserie. Es ist eine Event-Serie. Der Plan ist, dass es eine Serie wird, die insgesamt fünf Jahre produziert wird, um die Brücke zwischen Mittelalter und Renaissance zu erzählen. Wir haben die Storylines bereits auf fünf Jahre ausgelegt.

Der Stoff gibt das her?
Aber Hallo!!

Kann „Borgia“ ein Modell für Europa sein, um den erfolgreichen US-Serien die Zähne zu zeigen?

Ich denke mit „Borgia“ ist uns ein Modell mit einer kompletten inhaltlichen Freiheit in Bezug auf die Talentauswahl gelungen, das sich nicht vor Amerika verstecken muss. Wir gehen jetzt ja gegen ein amerikanisches Projekt an, das ebenso den Stoff der Borgias verarbeitet. Auch hinter dem amerikanischen „Borgia“-Projekt stehen nicht geringe Talente. Dennoch konnten wir die meisten europäischen Sender überzeugen, dass unser Programm das bessere ist.

Und wie stehen die Chancen mit Ihrem „Borgia“-Projekt auch in den amerikanischen Markt vordringen zu können?

Wir haben unser Projekt nicht für den amerikanischen Markt gemacht. Ich bin mir trotzdem ziemlich sicher, dass wir das Programm auch in Amerika verkaufen werden können. Das Interesse besteht. Wir haben entsprechende Signale
empfangen. Und der amerikanische Fernsehmarkt ist groß genug, um Platz für beide Programme zu haben.

War es ein Risiko, „Borgia“ ohne Vollfinanzierung zu starten?
Absolut. Es war ein riesiges Risiko.

Kann das nicht die UFA auch mal machen?

Das kann jeder TV-Produzent machen!

Wie viel Geld braucht man, um mit einem 25-Millionen-Projekt loslegen zu können?

Eine halbe Million Euro braucht man schon.

Na, das kann dann ja wirklich fast jeder Produzent auftreiben!?

Man muss erst einmal den Wunsch haben, so etwas zu tun.
Die meisten europäischen Produzenten beharren darauf den nationalen Markt zu bedienen und Filmförderung zu kriegen?

Das hat nicht unbedingt mit der Filmförderung zu tun, sondern, weil es ihre Art ist. Sie arbeiten für ihren Markt, für ihr Publikum für ihre Sender. Denen wollen sie gefallen und mit ihnen Geschäfte machen. Sie bedienen, was die Sender wollen. Selbst wenn in Deutschland Geschichten produziert werden, die im Ausland spielen, wird dennoch nur rein für den deutschen Markt produziert. Es gibt deutsche Kommissare im Ausland, deutsche Liebesgeschichten, die im Ausland spielen, - aber für den deutschen Markt produziert werden.

Das Ziel der meisten deutschen Produzenten ist nicht, aus der Nische des eigenen Marktes herauszugehen und einen anderen Markt anzusprechen, eine Internationalität anzubieten. Sie bleiben in einem einzigen Zielmarkt hängen. Das betrifft aber nicht nur die deutschen Produzenten, auch italienische, spanische,
französische und englische Produzenten zielen in der Regel allein auf ihren Heimatmarkt. Aber die einzelnen europäischen Märkte werden immer kleiner, die Werbeeinnahnen wie die Marktanteile der einzelnen Sender werden immer geringer. Es ist immer weniger Geld vorhanden, um für die nationalen Märkte ordentliche Produktionen herstellen zu können.

Deshalb entsteht langsam – davon sind wir jedenfalls überzeugt – ein Parallelmarkt für große ambitionierte internationale Produktionen, die nicht aus Amerika gesteuert werden. Sie werden supranational überall in Europa hergestellt, mit unterschiedlichen Finanzierungen. Dafür muss man als Produzent aber auch bereit sein, sich gegenüber den internationalen und nationalen Markt so
zu verhalten, dass man ein Projekt aufbaut, das sich auch auf dem Weltmarkt behaupten kann.

Der internationale Gedanke war ja schon bei der KirchGruppe da, ist nicht so neu. Aber ohne nationale Programme kann dennoch kein Sender erfolgreich sein?

Die nationalen Programme wird es nach wie vor geben. Gerade in Deutschland funktionieren die ja auch sehr gut. Es ist nur tendenziell immer weniger Geld für nationale Programme vorhanden

Sie haben einen Überblick zu den internationalen TV-Märkten. Gibt es überall die Entwicklung wie bei uns mit sehr vielen billigen Produktionen wie Doku-Soaps oder Telenovelas im Markt?

Der deutsche Markt ist mit Sicherheit der reichhaltigste und vielseitigste Markt. In Deutschland wird sehr viel produziert, auch billig produziert. Die ganzen Dailys, Doku-Soaps, Tatort-Formate, Events, historische Events: Das ist sehr viel Programm, das speziell für den deutschen Markt hergestellt wird. Das gibt es in dem Maße im Ausland nicht mehr. Sowohl die Engländer als auch die Franzosen und erstrecht die Italiener und Spanier haben ihre Produktionsvolumen extrem zurück gefahren, weil es auch kleinere Märkte sind.

Da gibt es zwar noch für die Prime-Time Fernsehspiele und Serien, die aber schon von der Finanzierung an der Grenze sind, was man machen kann. Eine nationale Polizeiserie, die mit einem Viertel des Budgets im Vergleich zu den US-Serien „Dr. House“, „The Mentalist“, oder „CSI“ produziert worden ist, kann mit ihnen nicht konkurrieren. Das nationale Programm hat heute einen geringeren Marktanteil, mit ganz kleinen Ausnahmen wie
„Danni Lowinski“ (Sat.1, d.Red.) und „Doctor's Diary“ (RTL).

Aber die ARD/ ZDF-Serien sind doch erfolgreich!

Die sind sehr erfolgreich, die machen auch qualitativ extrem hochwertige Programme. Das läuft gut. Und das ist auch eine Chance in Deutschland, durch das öffentlich-rechtliche Fernsehen so eine hohe Marktstabilität - und immer wieder Qualität zu haben.

Was haben Sie sonst noch bei Atlantique in petto?

Wir arbeiten derzeit ebenfalls an einer anderen zwölfteiligen Serie „The Transporter“, die genauso international ambitioniert ist wie „Borgia“, aber ganz anders ist, und noch einmal sehr viel teurer und aufwändiger als „Borgia“. Es ist ein Action-Comedy-Format Das Projekt basiert auf einem weltweiten Franchising und wir arbeiten in Deutschland mit RTL zusammen. Zu „The Transporter“ gab es bereits drei Kinofilme, die weltweit extrem erfolgreich waren. Wir haben von Luc
Besson die Formatrechte gekauft. Diese sehr zeitgenössische Serie ist schon jetzt sehr gefragt, und wir haben auch schon einen amerikanischen, einen französischen, einen russischen und einen japanischen Partner.

Beziehung zwischen Kino und Fernsehen: Fernsehen ist ja mit HD und Flatscreen schon heute Kino-like im Wohnzimmer angekommen. Werden TV-Serien in Zukunft sogar in 3D gedreht?

Ja, warum denn nicht? 3D wird sicher in den nächsten Jahren auch im Fernsehen ein Plus werden. Einen generell großen Unterschied zwischen Kino und Fernsehen gibt es nach unserer Auffassung nicht mehr. Aufgefallen ist uns bei „Borgia“, dass gute Schauspieler und Regisseure wie Oliver Hirschbiegel sehr viel schneller auf „Borgia“ als TV-Serie als auf einen Kinofilm aufgesprungen sind. Im Rahmen einer TV-Serie hat man ganz andere Möglichkeiten, Figuren und Geschichten zu erzählen. Beim Kinofilm erzählt man nur eine einzige Geschichte, und dann ist Schluss.
Erika Butzek
(MB 02/2011)

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