Cookie Consent by TermsFeed
      business-news
      mebucom
                
Degeto muss bei Neuproduktionen bremsen

Degeto muss bei Neuproduktionen bremsen

Die Degeto muss 2012 Neuproduktionen um die Hälfte reduzieren, erklärte Bettina Reitz, Geschäftsführerin der ARD-Einkaufs- und Produktionsgesellschaft, auf der Jahrespressekonferenz der ARD-Koordination Fernsehfilm und der ARD Degeto in Frankfurt.

Rund 60 Neuproduktionen steuert die Degeto für die fiktionalen Sendeplätze der ARD im Jahr bei. Für 2012 muss der Output auf 30 Produktionen herunter gefahren werden, weil die im vergangenen Herbst in finanzielle Schieflage geratene Tochterfirma der ARD noch reichlich Filme auf Halde liegen hat, die gesendet werden müssen, bevor neu produziert werden kann.

Für 16 Filme fällt in den kommenden Monaten die Drehstart-Klappe, so Reitz, 14 weitere Produktionen befänden sich im Endstadium der Dreharbeiten oder bereits in der Postproduktion. „Ansonsten sind die Lager für 2012 komplett und 2013 nahezu vollständig gefüllt“, so Bettina Reitz (Foto).

Die Degeto verfügt über ein Budget von 400 Mio. Euro für Filmeinkauf und Produktion jährlich, 250 Mio. davon stehen für Auftrags-Eigen und Koproduktionen zur Verfügung. Vor einigen Monaten musste der ehemalige Geschäftsführer Hans-Wolfgang Jurgan eingestehen, dass es dem Untenehmen an Liquidität fehle, um Verpflichtungen wie noch ausstehende Ratenzahlungen für Produktionen nachzukommen. Konkret fehlten 23 Mio. Euro, die von der ARD vorfinanziert wurden. Jurgan musste gehen und das Tochterunternehmen befindet sich derzeit in der Restruktion. Die vorgestreckte Summe will die ARD in den kommenden 4 Jahren mit jährlich 7 Mio. Euro vom Budget wieder einsparen.

Die neue Geschäftsführerin Bettina Reitz, die allerdings ab 1. Juni als Fernsehdirektorin zum Bayerischen Rundfunk zurückkehrt, versicherte bis Ende Mai die Krise so weit zu beheben, dass der Weg für eine neue Vision und eine neue unbelastete Mannschaft frei sei. Wer die Degeto in diese Zukunft führt, auf die eine Menge Produzenten im Lande hoch gespannt wartet, das ist allerdings noch nicht geklärt (1/12).

Foto: BR/Sessner

Zurück


Relevante Unternehmen
Ähnliche Artikel