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Der SWR wird effizienter und schlanker

Der SWR wird effizienter und schlanker

Der Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) hat den Haushaltsplan 2015 einstimmig genehmigt. Gerechnet wird mit einem Minus von 4,2 Millionen Euro. Damit fällt die Finanzlücke weit geringer aus als im Vorjahr. Der Sender profitiert davon, dass keine Olympiade und Fußball-EM oder WM anstehen.

SWR-Intendant Peter Boudgoust (Foto) hatte die Zahlen vor den Gremien damit vertreten, dass der Sender in seinen Einspar- und Umbauprozess voran gekommen sei und „immer effizienter und schlanker“ werde. „Die Effekte unseres Strategieprozesses machen sich langsam aber sicher auch finanziell bemerkbar. So können wir die Neuausrichtung des SWR-Fernsehens deshalb finanzieren, weil wir an anderer Stelle sparen.“ Und der Sparkurs werde beibehalten, wie Boudgoust weiter ankündigte: „Wir sparen an Stellen, an denen es schmerzt. Aber wir sparen dort, wo es dem Programm am wenigsten weh tut. Die Stärken des Senders liegen in seiner Aktualität und Regionalität, hob der Intendant hervor. Mit der verlängerten Hauptausgabe der ‚Landesschau aktuell‘, die vor rund einem Monat an den Start ging, soll zusammen mit dem ‚Landesschau Magazin‘die regionale Berichterstattung weiter an Profil gewinnen.

Der Haushaltsenwturf für 2015 geht von Erträgen in Höhe von 1.171 Millionen Euro aus, dem gegenüber Ausgaben in Höhe von 1.175 Millionen Euro stehen. Der Jahresfehlbetrag von 4,2 Millionen Euro liegt um 25,9 Millionen unter dem des Vorjahres. Der große Unterschied der Haushalte 2015 zu 2014 liege vor allem darin, dass im kommenden Jahr keine großen Sportveranstaltungen anstehen würden, wie der SWR-Verwaltungsdirektor Jan Büttner erklärt. In seiner Rede wies er auf die grundsätzlich veränderten Rahmenbedingungen für das neue Haushaltsjahr 2015 hin, die sich durch die Senkung des Rundfunkbeitrags voraussichtlich zum 1. April 2015 um 48 Cent auf 17,50 Euro ergeben. Die Erträge des SWR liegen damit um 3,2 Millionen Euro unter dem des Vorjahres. Büttner: „Der Haushaltsplan 2015 ist für den SWR erneut eine Herausforderung. Seit der letzten Beitragsanpassung 2009 haben sich die verfügbaren Erträge für den SWR um fast 20 Millionen Euro reduziert. Dennoch können wir im Rahmen unseres strategischen Prozesses mehr Geld für neues Programm zur Verfügung stellen als jemals zuvor. Das kriegen wir hin, weil wir in allen Bereichen des Senders weiter eisern sparen.“ (12/14)

Foto: Bild: SWR/Rafael Krötz"

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