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ORF plant VoD-Plattform

ORF plant VoD-Plattform

In seiner Plenar-Sitzung am 3. Juli hat der ORF-Stiftungsrat dem ORF eine erfolgreiche Jahresbilanz attestiert und Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz die Entlastung für das Geschäftsjahr 2013 erteilt. Auch die ORF-Pläne zum Start einer Video-on-Demand-Plattform wurden genehmigt.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz (Foto) zog eine gute Bilanz: "Der ORF ist programmlich und wirtschaftlich auf sehr gutem Weg! Der heute genehmigte Jahresabschluss 2013 zeigt, dass der ORF dank eines nachhaltigen Einsparungs- und Restrukturierungsprogramms zum vierten Mal in Folge positiv bilanziert und 2013 mehr als eine Milliarde Euro Konzernumsatz erreicht hat. Gleichzeitig konnte das Programmangebot u. a. mit den Spartenkanälen, der TVthek oder der HD-Ausstrahlung deutlich ausgebaut werden.“ Die ORF-Programme seien zudem im Radio mit 74 % (2. HJ 2013) und im Fernsehen mit 36,5 % Marktanteil (1. HJ 2014) sowie online mit rund 60 Mio. Visits (März 2014) klare Marktführer und damit „auch im europäischen Vergleich eines der erfolgreichsten öffentlich-rechtlichen Mediensysteme“, wie Wrabetz weiter ausführt. „Auf Basis der heute genehmigten Strategie 'ORF 2020' werden wir diesen Weg erfolgreich fortsetzen!"

Bereits im September 2013 hat der Stiftungsrat dem Strategiepapier "ORF 2020" zustimmend zur Kenntnis genommen und in einigen Bereichen Konkretisierungen angeregt. Das nun vorgelegte erweiterte Dokument " wurde von dem Gremium ebenfalls genehmigt.

Der ORF plant im Sinne seiner Strategie "ORF 2020" den Start einer österreichischen Video-on-Demand-Plattform. Damit soll dem Trend zum nicht linearen Online-Video-Konsum Rechnung getragen und eine strategische Position in diesem neuen, wachsenden Markt abgesichert werden. Dieses Projekt stellt auch eine wichtige kulturpolitische Initiative zugunsten der österreichischen Filmwirtschaft dar. Die Plattform soll dem in den vergangenen Jahren international so erfolgreichen österreichischen Film einen digitalen Marktplatz bieten und einen notwendigen Beitrag zur Refinanzierung österreichischer Film- und Fernsehproduktionen liefern.

Die Plattform soll ergänzend zum dominierenden Angebot US-amerikanischer Film- und Serienware positioniert werden. Ein "Feinkostladen" aktueller österreichischer und europäischer Produktionen sowie Archivschätze wird damit zum Multi-Screen-Abruf (HbbTV, SmartTVs, PC/Laptop, Tablet, Mobile) in den Markt gebracht.

Zur Umsetzung dieser Strategie setzt der ORF auf die Innovationskraft eines Wiener Start-up-Unternehmens. Die Flimmit GmbH betreibt bereits ein OTT Videoportal, welches nun die Basis für ein deutlich breiter aufgestelltes Video-on-Demand-Angebot bilden soll. Der ORF plant über seine Tochtergesellschaften ORF-Enterprise (Werbevermarktung sowie Content Sales und Musikverlag) und ORS (Sendetechnik) Anteile an dieser Gesellschaft zu erwerben und in dieses zukunftsträchtige Geschäftsfeld zu investieren. Damit können Synergien zu bereits bestehenden Geschäftszweigen im ORF-Konzern optimal genützt werden. Der Start der Plattform ist für das erste Quartal 2015 geplant. (7/14)

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