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Gerd Ruge Stipendien verliehen in NRW

Gerd Ruge Stipendien verliehen in NRW

Zum 13. Mal hat die Film- und Medienstiftung NRW das Gerd Ruge Stipendium für junge Dokumentarfilmer vergeben. Aus 69 eingereichten Anträgen wählte eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Gerd Ruge sieben Projekte aus.

Gemeinsam mit Gerd Ruge waren Joachim Kühn (Real Fiction Filmverleih), Regisseurin Doris Metz („Schattenväter“), Carl-Ludwig Rettinger (Lichtblick Film- und Fernsehproduktion) sowie Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, Mitglieder der Jury. „Selten haben wir ein Jahr mit so vielen starken und eigenständigen Projektideen gesehen. Das hat die Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Petra Müller. „Am Ende waren es dann sieben Filmemacherinnen und Filmemacher, die mit dem Gerd Ruge Stipendium die Möglichkeit erhalten, ihre Projekte weiterzuentwickeln.“ Das mit rund 100.000 Euro dotierte Stipendium ist die höchste Förderung, die in Deutschland für die Vorbereitung und Entwicklung von Dokumentarfilmen vergeben wird.

Die Gerd Ruge Stipendien 2014

Weiße Angst“ von Pawel Siczek (Absolvent HFF, München) wird mit einem Stipendium in Höhe von 20.000 Euro ausgezeichnet. Der animierte Dokumentarfilm handelt von Menschen, die für die Demokratie und ihren unerschütterlichen Drang nach Freiheit in Belarus/Weißrussland ihr Leben riskieren.

Der Autor und HFF-Absolvent Till Schauder erhält ebenfalls eine Förderung in Höhe von 20.000 Euro für Wenn Gott schläft“. Bei diesem Projekt beschäftigt er sich mit der Odyssee des Kölner Musikers Shahin Najafi, der nach einer gegen ihn ausgesprochenen Todes-Fatwa untertauchen musste.

Compassio Christi“ wird als drittes Stipendium mit 20.000 Euro ausgezeichnet. Das Projekt der KHM-Absolventin Dana Linkiewicz erzählt von Menschen, die scheinbar das Leiden und Sterben Jesus Christus am eigenen Leib erfahren. Der Film begibt sich auf die Suche nach Erklärungen für das Phänomen der Stigmata.

Christian Bäucker erhält für sein Projekt „Inland“ ein Gerd Ruge Stipendium über 10.000 Euro. Der Autor erzählt von der Problematik, sich als Wendekind in der heutigen Welt zurechtzufinden. Dabei legt er seine Familiengeschichte offen, die exemplarisch für viele Ost-Familien ist.

Lisa Violetta Gaß, Absolventin der ifs internationale filmschule köln, erhält für „Transit“ ein Gerd Ruge Stipendium über ebenfalls 10.000 Euro. Der Film ist das exemplarische Portrait des jungen vietnamesischen Wirtschaftsflüchtlings Duc, der seine Heimat verließ, um in Deutschland seine Existenz und die der in Vietnam verbliebenen Familie zu sichern. Er gerät in einen Teufelskreis aus Illegalität und Kriminalität.

Das dritte Stipendium in Höhe von 10.000 Euro geht an Susanna Salonen für das Projekt „An der Kreuzung“. Die Autorin setzt sich mit der europäischen Union auseinander: ihren Strukturen, ihrer Konstruktion, wohin soll sie sich entwickeln? Was wollen wir für ein Europa?

Fieber“ von Helen Simon wird mit einem Stipendium in Höhe von 8.000 Euro ausgezeichnet. Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit Kindern, die aus dem Kinderhandel befreit und in ein bulgarisches Dorf am Ende der Welt abgeschoben wurden. Die Kinder erzählen ihre Geschichten, Ängste und Träume. (8/14)

Bild: Die Stipendiaten mit Gerd Ruge (3. v.l. untere Reihe) und Petra Müller (2. v. r. untere Reihe). Foto: Film- und Medienstiftung NRW

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