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Medienkonzentration wächst

Medienkonzentration wächst

Die Medienkonzentration auf nationalen und internationalen Märkten hat zwischen 2011 und 2014 zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle in ihrem ersten Bericht über gesamteuropäische Mediengruppen. Der Bericht stützt sich auf Daten, die in der Datenbank MAVISE zusammengetragen wurden.

Die Analyse konzentriert sich auf eine Auswahl der größten gesamteuropäischen Gruppen auf dem Rundfunk- und Vertriebsmarkt. Untersucht werden die wichtigsten Akteure auf diesem Markt, ihr geographischer Fußabdruck, ihre Position in einer Reihe von Märkten und ihre aktuelle Strategie in Bezug auf Expansion, Übernahme und vertikaler Integration.

Die Konzentration auf den nationalen Vertriebsmärkten hat zwischen 2011 und 2014 zugenommen. Es gab jedoch nicht nur Konsolidierungen auf nationaler Ebene, auch die Expansion der Unternehmen in andere Länder hat zugenommen, ebenso wie die Übernahme bedeutender nationaler Akteure und die Fusionen zwischen Telekommunikations- und Kabelnetzbetreibern.

Der Bericht unterscheidet bei den gesamteuropäischen Rundfunk-Mediengruppen zwischen Gruppen mit einer „länderübergreifenden” Rundfunkstrategie, die sich darauf konzentrieren, möglichst viele bedeutende frei empfangbare Sender anzubieten, und den Mediengruppen, die eher auf eine „gesamteuropäische” Strategie setzen und ihre bekannten Markenkanäle in ganz Europa anbieten. In diesem Bericht werden insgesamt neun Rundfunkgruppen analysiert.

Auf dem Fernsehzuschauermarkt ist die Konzentration zwischen 2011 und 2014 leicht zurückgegangen. Im Durchschnitt konnten in einer Stichprobe von 30 europäischen Ländern die beiden größten Sendergruppen 51% der Zuschauer auf sich vereinen, und auf die drei größten Gruppen entfallen insgesamt 64% der Zuschauer. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Ländern erhebliche Unterschiede. Unter die drei „länderübergreifenden” Rundfunkgruppen in diesem Bericht fallen die wichtigsten Akteure (unter den Top 4 nach Zuschauermarktanteilen) in 17 europäischen Ländern.

Die gesamteuropäischen Markenkanäle und die größten Pay-TV-Sender (Film und Sport) befinden sich im Besitz von 13 großen Gruppen und ihren Tochterunternehmen (21st Century Fox, AMC Networks, Bonnier, Discovery Communications, NBC Universal, Scripps Networks, Sony Corporation, Time Warner Inc., United Media Group, Viacom Inc., Viasat, Vivendi, und Walt Disney Inc.). Bei neun dieser Unternehmen handelt es sich um Töchter der großen US-amerikanischen Mediengruppen. Diese haben in den letzten Jahren ihre Strategie der vertikalen Integration fortgesetzt: Übernahme nationaler frei empfangbarer Markensender; Gründung von Joint Ventures mit mächtigen Vertriebsunternehmen; stärkeres Engagement in Fernsehproduktionsunternehmen; Kauf von Sportrechten und der Start von diversen audiovisuellen Abrufdiensten.

Der neue 56-Seiten-Bericht – Media ownership: towards pan-European groups? – kann hier kostenlos heruntergeladen werden. (7/16)

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