Cookie Consent by TermsFeed
      business-news
      mebucom
                
Grimme-Studie zu Bewegtbildmarkt

Grimme-Studie zu Bewegtbildmarkt

Das Grimme-Institut sowie das MMB–Institut für Medien- und Kompetenzforschung legen Studie „Bewegtbild 2020 – Strategien der Content-Produzenten“ vor und präsentieten die Ergebnisse und Thesen auf dem Münchner Filmfest.

Demnach werde bei der parallelen Mediennutzung speziell von programm­begleitenden Online-Angeboten mobile Geräte wegen ihrer besseren Nutzbarkeit dem ‚smarten’ Fernsehgerät vorgezogen. Und für die Gewinnung und Bindung junger Zuschauer sei ‚Social TV‘ für Produzenten und TV-Veranstalter von hoher strategischer Bedeutung, weil die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter vor allem von Jugendlichen intensiv genutzt werden, um ihre Vorlieben und Abneigungen gegenüber laufenden Fernsehsendungen zu teilen.

Erstellt wurde die Studie, welche Trends und Tendenzen im Inhalte-Bereich darstellt, vom Grimme-Institut und dem MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung. Die umfangreiche Untersuchung in der Projektleitung von Aycha Riffi (Grimme) und Lutz P. Michel (MMB) aktualisiert die Ergebnisse und Thesen der Vorgängerstudie „Programmstrategien 2015“ vom November 2010. Auftraggeber sind erneut die MFG Filmförderung Baden-Württemberg und die LFK – Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg.

Für Grimme-Direktor Uwe Kammann (Foto) sind die individuellen Angebote im Web TV ein Hauptmotor für neue Mediennutzungen, speziell im mobilen Bereich. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde allerdings auch gegen Ende des laufenden Jahrzehnts noch eine aktive und eine passive Mediennutzung parallel bestehen: „Der Wandel des Bewegtbildmarktes ist zwar rasant, aber einzelne Segmente und Elemente sind damit noch lange nicht passé.“

Der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation (LFK), Thomas Langheinrich erwartet, dass Akteure wie Netzbetreiber und Gerätehersteller mit eigenen Plattformen, Apps und Contentangeboten aus der Sicht der Branche zunehmend in Konkurrenz zu den etablierten TV-Veranstaltern treten werden: „Das lineare Fernsehen bietet mit dem festen Zeitpunkt der Erstausstrahlung einen großen Vorteil: Auch deswegen wird es noch lange eine bedeutende Rolle spielen.“ 


Gabriele Röthemeyer, Geschäftsführerin MFG Filmförderung Baden-Württemberg, „Die Studie hat zahlreiche aufschlussreiche Ergebnisse erbracht, die das zukünftige Handeln der Medienschaffenden bestimmen sollen. Dazu zählt sicherlich auch, dass die professionellen Bewegtbild-Produzenten die von Nutzern produzierten Inhalte nicht als Konkurrenz fürchten sollten, sondern auf bewusste Rezipienten setzen können.“

Einzusehen ist die Studie im Netzangebot des Grimme-Instituts unter www.grimme-akademie.de. (7/13)

Zurück


Ähnliche Artikel