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Berliner Digitalwirtschaft mit guter Perspektive

Berliner Digitalwirtschaft mit guter Perspektive

Die Stimmung in den Unternehmen der Medien- und IKT-Branchen der Hauptstadtregion ist so gut wie nie zuvor. 70% der Unternehmen sind mit dem aktuellen Geschäftsverlauf zufrieden bis sehr zufrieden. Digitale Geschäftsmodelle sind das wichtigste Zukunftsthema. Das ergab die Befragung des medien.barometer berlinbrandenburg 2014/15.

Die repräsentative Befragung wird von Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH und media.net berlinbrandenburg durchgeführt und von den Investitionsbanken der Länder Berlin und Brandenburg, IBB und ILB, unterstützt.  

Seit 2004 geben die Medienunternehmen der Hauptstadtregion über ihre Geschäfte Auskunft. So gut wie dieses Mal war die Stimmung in der Branche aber noch nie. Besonders hoch ist die Zufriedenheit mit dem Geschäftsverlauf 2014 im Bereich Web/ Mobile (82%) und bei Games (81%). Auch die Umsatzerwartung für das kommende Jahr ist im Bereich Web/Mobile (90%) und bei IT/Telekommunikation (81%) außerordentlich gut. Insgesamt erwarten mehr als die Hälfte (54%) der befragten Berliner und Brandenburger Medienunternehmen steigende oder stabile Umsätze für das laufende Jahr 2015. Das wirkt sich auch auf die Beschäftigung aus. Mehr als die Hälfte aller Medien- und IT/TK-Unternehmen (55%) geben an, Personal einstellen zu wollen. Besonders in den Branchen Games (81%), Web/Mobile (88%) und IT/TK (91%) werden neue Mitarbeiter gesucht.

Als wichtigste Zukunftsthemen für ihre Branchen nannte mehr als die Hälfte (57%) der Unternehmen digitale Geschäftsmodelle, und 43% gaben technologische Innovationen an. Deutlich dahinter rangieren in der Öffentlichkeit stark diskutierte Themen wie Urheberrecht (27%), Datenschutz (17%) oder Netzpolitik (14%).

Die Medien- und IKT-Branchen (Informations- und Kommunikationstechnologie) gehören zu den dynamischsten Wirtschaftszweigen der Hauptstadtregion. Seit 2004 hat sich die Zahl der Unternehmen in den Bereichen Film, Fernsehen, Web/Mobile und Games in Berlin-Brandenburg beinahe verdoppelt, der Umsatz ist von 3,2 Milliarden auf 5,7 Milliarden Euro gewachsen. (Quelle: Medienindex Berlin-Brandenburg 2014)

"Es ist schon außergewöhnlich, dass im bereits seit Jahren anhaltenden Aufschwung das Geschäftsklima immer noch weiter steigt. Berlin ist heute unbestritten die digitale Hauptstadt Deutschlands und darüber hinaus", sagt Elmar Giglinger (Foto), Geschäftsführer Medienboard Berlin-Brandenburg: "Das war auch auf der gerade zu Ende gegangenen Media Convention zu spüren. Wir ruhen uns auf diesen Erfolgen sicherlich nicht aus. Jetzt gilt es diese Stimmung zu halten und auch in Zukunft weiter das passende Umfeld zu schaffen."

In der aktuellen Ausgabe des medien.barometers wurden die Unternehmen nicht nur nach dem Geschäftsklima, sondern auch nach ihren Auslandsaktivitäten gefragt. Das Ergebnis: Zwei Drittel (66%) sind schon international unterwegs. Der europäische Binnenmarkt spielt dabei für 82% von ihnen die größte Rolle. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (55%) pflegen aber auch Geschäftsbeziehungen mit den USA und Kanada und 41% mit Asien. Für zwei Drittel (62%) derjenigen Unternehmen, die sich auf Deutschland beschränken, ist dies eine bewusste Entscheidung. Sie verfolgen keine Internationalisierungsstrategie. Für die anderen scheint die die Ausweitung ihres Geschäfts über Deutschland hinaus nur eine Frage der Zeit zu sein: 77% planen diesen Schritt derzeit. (5/15)


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