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Gutes Kinojahr mit deutschen Filmen

Gutes Kinojahr mit deutschen Filmen

Für die deutsche Kinobranche war 2011 ein gutes Jahr. Laut den Zahlen der FFA wurden 129,6 Mio. Kinotickets verkauft, womit ein Besucherplus von 2,3 Prozent und das zweitbeste Ergebnis der letzten fünf Jahre erzielt wurde. Die Umsätze legten noch deutlicher um 4,1 Prozent auf 958,1 Mio. Euro zu. Zuwachs verzeichnet auch der deutsche Film. Mit 27,9 Mio. Besuchern erreichte er einen Marktanteil von 21,8 Prozent.

Trotz der positiven Zahlen hielt FFA-Vorstand Peter Dinges (Foto) den Ball eher flach: „ Nach einem starken Rückgang der Besucherzahlen im Jahr davor ist dies unter dem Strich ein freundliches – aber noch kein sehr gutes Jahr.“ Eine gute Rolle bei dem Aufwärtstrend, insbesondere für das Umsatzwachstum hat die Digitalisierung gespielt und die zunehmende Zahl der 3D-Filme, die mit 29,3 Mio. verkauften Tickets einen Marktanteil von 22,8 Prozent erzielten. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr laut FFA 46 Produktionen in 3D in den Kinos ausgewertet, darunter sieben deutsche 3D-Produktionen. Mit „Wickie auf großer Fahrt“ und der Koproduktion „Die drei Musketiere“ gehörten zwei deutsche Filme zu den zehn erfolgreichsten 3D-Filmen des letzten Jahres.

Mit 532 Erstaufführungen ist auch die Zahl der Filmstarts in den Kinos weiter geklettert. 144 Produktionen waren US-amerikanische Filme und 212 deutsche Produktionen, darunter 132 Spiel- sowie 80 Dokumentarfilme. Dinges sieht hier vor allem ein Erfolg der FFA-Förderung und erklärt: „42 Prozent der deutschen Filmstarts wurden von der FFA gefördert, erreichten aber 94 Prozent aller Besucher von deutschen Filmen – das ist ein hervorragendes Ergebnis.“

Leider konnte auch 2011 der Schwund der Kinos nicht aufgehalten werden, denn es wurden 183 Schließungen gegenüber 124 Neu- oder Widereröffnungen registriert. Mehr als die Hälfte dieser Schließungen betreffe kleinere Kinos mit ein oder zwei Leinwänden, die überwiegend in Städten und Gemeinden bis zu 50 000 Einwohnern liegen. „Diese problematische Entwicklung ist uns allen bewusst“, erklärte Dinges. Bei der Digitalisierungsförderung von FFA, Bund und Ländern profitierten insbesondere kleine Kinos, die diese enorme Investition nicht stemmen könnten. (2/12)

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