Cookie Consent by TermsFeed
      business-news
      mebucom
                
Komplett neues Gesicht

Komplett neues Gesicht

Bei Sony Professional Europe sind im vergangenen Jahr Unternehmensstrukturen und Zuständigkeiten sukzessive geändert worden. Auch Sony Professional in Deutschland war davon betroffen. MEDIEN BULLETIN sprach anlässlich der Sony-Roadshow Creatology Tour 2011 mit Deutschland-Chef Goran Hantschel und dem europäischen Live-Production-Manager Claus Pfeifer über Sonys neue Strukturen und Strategien.

Sony Professional ist seit einiger Zeit dabei, sich neu zu positionieren. Zuständigkeiten wurden neu geregelt. Was verspricht man sich davon?

Goran Hantschel: Im B2B-Bereich ist Sony Professional mit Blick auf die Produktpalette sehr breit aufgestellt. Wir bieten Produkte für den OEM-Markt, Komponenten für Video-Security oder Medical-Hersteller sowie Produkte für den Distributionsmarkt, beispielsweise Displays oder Projektoren – vor allem aber im professionellen AV-Bereich viele marktführende Produkte. Außerdem verfügen wir über hohe Kompetenz und viel Know-how im Hause, wenn es um die Realisierung von Lösungen geht.
Alle Märkte und Kunden, die wir bedienen, haben unterschiedliche Bedürfnisse mit anderen Anwendungen. Dabei ist die Technologie, die dahinter steht, meist die Gleiche. Deshalb ist bei uns die Idee entstanden, eine „Customer-Centric“-Organisation aufzubauen – eine auf spezifische Kundengruppen ausgerichtete Organisationsform. Sie besteht aus drei Säulen, die jetzt in einer europaweiten Struktur implementiert werden. Sie stehen für die Bereiche AV-Media-Produkte, Volumen-Produkte und Solutions.

Die Volumen-Säule gliedert sich in mehrere Sparten auf. Zu ihr zählen die Distributionsprodukte – Projektoren und Displays – sowie Medizin- und Video-Security-Produkte. Die Solutions-Organisation mit unseren Know-How-Trägern soll vor allem unsere Key Account-Kunden mit komplexen Lösungen, die deren Businessprozesse steuern, besser adressieren.
Eine Besonderheit der neuen Organisationsform ist, dass es nun sowohl lokale als auch internationale Rollen gibt – aber ohne Headquarter. Das heißt Rolleninhaber können nun überall ihren Sitz haben. Dies sieht man gut am Bespiel von Claus Pfeifer. Er ist verantwortlich für das europaweite strategische Marketing von Live-Produktionen. Er leitet den Bereich von Deutschland aus. Ähnliche Konstellationen gibt es nun quer durch Europa.

Den Bereich Broadcast-Factory, darunter haben wir alle Workflow bezogenen Broadcast-Produkte zusammengefasst, leitet zum Beispiel ein Kollege aus Frankreich und um den Bereich Broadcast-Einstiegsprodukte ein Kollege aus England.
Die europäische Organisationsform bedeutet also, dass es neben den nationalen Verantwortlichen auch ein Management gibt, das Europa als Gesamtmarkt betreut. Ziel dabei ist, die europäischen Aktivitäten möglichst zu vereinheitlichen.

Wie funktioniert die Kommunikation in diesem verteilten System?

Claus Pfeifer: Sie steht in der Tat für gelebtes Europa! Zum Teil gibt es Videokonferenzen aber zusätzlich haben wir auf unseren Desktops einen Office-Communicator. Mit diesem System können wir untereinander chatten, Videokonferenzen abhalten und unsere Desktops miteinander austauschen, was hervorragend funktioniert. Unsere Arbeit ist multikulturell und damit sehr spannend. Durch die neue Struktur können wir sehr direkt agieren und sind nahe am Kunden. Vorher lief die Kommunikation ja immer zuerst über eine Zentrale.

Leidet darunter nicht die Kommunikation auf den nationalen Märkten?

GH: Nein. Die existiert ja nach wie vor und wird durch die neue europäische Struktur eher beflügelt. Man beginnt wirklich europäisch zu denken und zu arbeiten. Das ist ein Novum, nicht nur für Sony sondern für die gesamte Branche. In den neuen europäischen Organisationen kann man besser, gegenseitiges Verständnis aufbringen und gleichzeitig bemerkt man, dass
viele Probleme anderer Länder denen in Deutschland doch sehr ähneln.
Es entstehen Zeiteinsparungen, wenn man ein Problem einmal an der Wurzel packen und die Lösung dann in alle Länder übertragen kann.

Sonys Länderorganisationen haben sich bislang einzeln auch sehr wohl gefühlt. Wie reagieren die Mitarbeiter auf die Änderungen?

GH: Das ist natürlich ein heftiger Paradigmenwechsel, aber er schafft uns mittelfristig ein reicheres Betätigungsfeld und einen weiteren Horizont, was der Gesamtorganisation hilft, offener zu sein. Früher sind wir des Öfteren über Probleme gestolpert, die sehr stark national an Ländergrenzen gebunden waren. Natürlich verschwinden diese Probleme nicht sofort, aber sie werden innerhalb der Organisation nun sichtbarer. Und man hat jetzt bessere Möglichkeiten, sie auszuräumen. Letzten Endes werden wir dadurch erfolgreicher sein.

Warum haben Sie sich bislang so zurückhaltend gezeigt, die neue Strategie nach Außen zu tragen?

GH: Der Grund dafür ist, dass es einen enormen Aufwand darstellt, 22 europäische Länder von den rechtlichen Rahmenbedingungen her unter einen Hut zu bringen. Die Veränderungen tangieren schließlich auch sehr stark arbeitsrechtliche Fragen. Und in jedem Land gibt es dazu andere Gesetze
beziehungsweise Richtlinien und Zeitabläufe, die zu befolgen sind. Beim Bemühen, uns europaweit zu synchronisieren, mussten wir auf den Langsamsten warten und darauf, dass der kommunikationsfähig ist. Den Weg zur „Customer Centricity“ wollte die Sony-Führung konsequent gehen, ohne dabei jemanden zu vernachlässigen.
Mittlerweile sind die dafür nötigen Strukturen in allen Ländern implementiert. Der Start für Deutschland war der 1. Oktober 2010. Am 1. April 2011 sind wir mit dieser Struktur ins neue Geschäftsjahr eingestiegen. Sony Professional hat nun ein komplett neues Gesicht.

Wie ist die wirtschaftliche Situation von Sony Professional in Deutschland?

GH: Wir hatten ein sehr erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2009 (Ende 31.03.2010) und konnten unseren Umsatz drastisch steigern. Der komplette Professional-Bereich BSE und MPE gemeinsam machten mit rund 85 Mitarbeitern knapp über 100 Millionen Euro Umsatz und konnten ein sehr profitables Ergebnis vorweisen. Zum Wirtschaftsjahr 2010 kann ich noch keine konkreten Zahlen nennen. Es ist aber ebenfalls sehr gut gelaufen. Die Maßnahmen, die wir in der Vergangenheit
ergriffen haben, zeigen zumindest für Deutschland, dass wir die Ergebnisse liefern können, die wir erwartet haben.

Die Finanzkrise hat Sony sicherlich doch auch getroffen?

GH: Wir haben die Finanzkrise in Deutschland gar nicht gespürt. Das lag aber auch daran, dass Deutschland bei der Ausstattung der
HD-Produktionstechnologie dem Rest von Europa etwas hinterher hinkte. Das heißt, wir sind jetzt sehr schön die HD-Welle geritten und konnten dadurch unser Ergebnis deutlich steigern. In der Tat haben einige andere Märkte, insbesondere in UK die Auswirkungen der Finanzkrise deutlich gespürt. Das Thema ist jetzt aber vorbei und wir blicken sehr optimistisch in die Zukunft, da wir eine sehr gute Startposition haben.

Könnten Sie die Größenordnung der drei Bereiche am Gesamtumsatz von Sony erläutern?

GH: Unangefochten liegt der Produktbereich auf Platz eins, welcher in etwa 50 Prozent unseres Umsatzes ausmacht – in Deutschland etwa 38 bis 40 Millionen Euro. Solutions ist ein stark wachsendes Segment mit circa 25 bis knapp 33 Prozent, der Bereich Volumen und Distribution macht eben die restlichen 25 Prozent des Gesamtportfolios aus. Daran erkennt man, dass der Schwerpunkt nach wie vor im Produktgeschäft liegt.

Sie haben aber Mitarbeiter entlassen müssen...

GH: Dazu muss man den Hintergrund verstehen. Wir hatten in Köln ein Customer-Repair-Center für bandbasierte Systeme.
Im Zuge des Technologiewandels werden bandbasierte Produkte zunehmend durch bandlose abgelöst. Es macht hier keinen Sinn, eine Spezialistentruppe zu haben, wenn das Auftrags-volumen nicht mehr gegeben ist. Zum anderen kann man natürlich auch den noch existierenden Markt nicht hängen lassen.
Deshalb haben wir das Repair-Center in Köln mit unserer Fabrik für Broadcastprodukte in Pencoed, Soth Wales, zusammengelegt. Mit den betroffenen Mitarbeitern konnten wir uns dabei zufriedenstellend einigen. Der Service wird für den Kunden dadurch nicht schlechter. Im Gegenteil. Meiner Meinung nach ist es besser alle Spezialisten auf einem Fleck zu haben damit jede Art von Fehler erkannt und behoben werden kann.
Man muss hierzu sagen, durch solche Prozesse wächst Europa mehr und mehr zusammen. Unser Anspruch liegt darin, dass der Kunde einen besseren Service erhalten soll.

CP: Die Service-Zusammenlegung betrifft nur die Bandgeräte-Reparatur. Nach wie vor gibt es natürlich viele Servicekollegen in ganz Deutschland, die direkt zum Kunden fahren. An dieser Truppe hat sich nichts geändert. Das einzige was hier gemacht wurde, dass Spezialisierungszentren eingeführt wurden. Außerdem haben wir natürlich noch ein sehr starkes Netz an Authorized-Service-Resellern.

Was erwarten Sie für die Zukunft?

CP: Unsere Erwartungen sind ganz klar. Wir werden intensiver auf die Kunden-Bedürfnisse eingehen und die „voice of customers“, wie es bei uns so schön heißt, stärker nach Japan bringen, damit dort Produkte entwickelt werden, die besser den Marktbedürfnissen
entsprechen.

Kundenwünsche aus Deutschland werden von Sony in Japan also schneller registriert und umgesetzt?

GH: Wir sehen schon in den ersten paar Monaten nach der Umstrukturierung deutliche Unterschiede zu früher. Da war es so, dass in einem Line-Up-Meeting meistens eine Stimme aus der amerikanischen Region gekommen ist und mindestens fünf verschiedene Stimmen aus den europäischen Regionen, die gesagt haben, wie ein Produkt aussehen soll. So war es für die Entwickler immer schwierig, aus den zahlreichen Anregungen und Wünschen die besten Optionen zu auswählen. Durch die neue Organisation haben wir nun die Möglichkeit, unsere Ideen schon vorab etwas zu bündeln und stärker als europäische
Einheitsregion aufzutreten. Wir können die europäische Position in allen Fragen der Produktentwicklung besser skizzieren. Das schafft uns am Ende auch das Privileg, in vielen technischen Dingen eine Vorreiterrolle einnehmen zu können.

Und auch die Kollegen in Japan ziehen daraus natürlich einen wichtigen Zusatznutzen. Sie können nun sicherer sein, dass sie trotz der Vielschichtigkeit der Meinungen den richtigen Weg bei der Produktentwicklung einschlagen.
Wir haben heute in Europa innerhalb des Unternehmens einen intensiven Diskussionsprozess, der nicht nur die „Big Three“, Deutschland, UK und Frankreich, die einen großen Teil des Marktes repräsentieren, mit einbezieht, sondern auch die Stimmen der kleineren Märkte. Daher kann man vorab schon eine gewisse Balance sowie eine fundiertere Guideline erzeugen, in welche Richtung die Strategie gehen soll.
Wir sehen das an Hand von 3D. Alles, was wir in Richtung Japan vorgeschlagen haben, wird Stück für Stück umgesetzt, ist in der Roadmap wiederzufinden und für uns das Kernthema Nr. 1. Egal was Sie am europäischen Markt über die
3D-Produktion finden, Sony ist dabei und an erster Stelle was das Know-How und nicht nur die Produkte betrifft.
Die nächste Ebene ist: wie kann man den Workflow kompetent begleiten und wie kann man hier den Businessprozess des Kunden mitsteuern. Was vorher nicht so möglich gewesen wäre, weil es natürlich länderspezifische Anforderungs-Unterschiede gibt. Jetzt wird dies den Japanern im Ganzen geschildert. Das ist auch die Aufgabe dieser konsolidierten Struktur, das zu managen und deswegen hat auch Claus Pfeifer Vertreter mehrerer Nationalitäten im Team.
Mit diesem Konzept sind wir in Europa die Ersten auf dem Markt. Es wäre aber auch für andere globale Unternehmen Erfolg versprechend, so zu agiere, regionale Vielfalt in die Entscheidungsfindung mit einfließen zu lassen und so Geschäftsrisiken zu minimieren.

Welche Bedeutung spielt 3D für die Sonys Zukunftsstrategie?

GH: Dass Thema 3D begleitet uns an allen Ecken und Enden. Das ist eine Art Meta-Ebene, die immer wieder auf die Produkte Bezug nimmt.

CP: Sony ist das einzige Unternehmen, das die komplette Produktionskette bei 3D abdecken kann und dabei aus allen Bereichen Erfahrungen schöpft. Dadurch, dass wir eine eigene Filmproduktionsfirma haben, 3D-Kinoprojektoren und professionelles Produktionsequipment anbieten, in der Game-Produktion und in der Unterhaltungselektronik sehr stark engagiert sind, können wir den gesamten 3D-Workflow bedienen. Kein anderes Unternehmen weltweit kann das. Deswegen bündelt sich auch dieser Druck dahinter so stark. Keinesfalls denken wir, dass 3D eine Eintagsfliege ist.
Zudem gibt es in vielen Ländern Erfolgsgeschichten zu 3D-Produktionen, die wir gemacht haben, beispielsweise beim Skispringen oder beim Ryders-Cup mit über 20 Kameras ebenso wie bei einer Oper, die in Schweden live in die Kinos übertragen wurde, und natürlich auch beim Fanta4-Konzert in Deutschland.
Wir haben zudem ein Live-3D-Trainingscenter in Basingstoke, weil 3D-Produktionen nicht so einfach sind, wie man denkt. Für gutes 3D muss viel Know-how vorhanden sein.

Das Thema Autostereoskopie gewinnt bei 3D an Relevanz. Was hat Sony hier vor?

GH: Auf der Creatology Tour 2011 haben wir den Prototypen eines kleinen autostereoskopischen Monitors für den Industriebereich gezeigt. Der 12“-Monitor ist nicht für Broadcast-Anwendungen sondern eher für Warenpräsentation gedacht. Das autostereoskopische Display wurde nicht von Sony allein sondern in Kooperation mit einem Partnerunternehmen realisiert.
Grundsätzlich müssen wird beim Thema Autostereoskopie mit unseren Äußerungen vorsichtig sein, weil es natürlich Pläne gibt, entsprechende Fernseher für den Consumer-Bereich anzubieten, und da dürfen sich die Strategien nicht kreuzen. Wir arbeiten hier viel mit Partnern zusammen, die die
Sony-Kerntechnologie verwenden, ihren Mehrwert dahinter setzen und diesen sehr punktgenau auf die einzelnen Anwendungssituationen hin justieren.

Derzeit ist der Bedarf nach Autostereoskopie hauptsächlich im engeren Präsentationsbereich gegeben. Bei kleinen Display-größen funktioniert das allein von der Physik her am Besten. Je punktgenauer das Display im Sehfeld ist, desto besser können Sie Autostereoskopie in das Auge projezieren. Sobald man eine Wohnzimmerfernseh-Situation hat beginnt das Problem: schaut man genau gerade, schaut man genau mittig in den Fernseher oder liegt man vielleicht auf der Couch dann funktioniert das Alles nicht mehr. Hier gibt es noch viele Herausforderungen und Probleme zu lösen.

Sony hat auf der NAB 2010 erstmals Media Backbone als Enterprise-Software für Medienunternehmen vorgestellt. Welchen Stellenwert hat dieses neue Engagement für Sony?

GH: In den großen Medienhäusern wird das Management der produzierten Inhalte immer wichtiger. Dabei hilft Media Backbone als eine Art Middleware-Lösung. Mit ihr kann man die Steuerung einzelner Systeme, die in einem Produktionshaus, einem Rundfunksender oder einem Studio eingesetzt werden, miteinander vernetzen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten – und zwar von der Content-Akquise, dem Ingest-Prozess über das Metadaten-Tagging über das First-Edit, die kurzfristige Archivierung, die Weiterverarbeitung bis hin zum Playout und zur Langzeit-Archivierung. Derzeit ist es so, dass sehr viele dieser Bereiche, auch in den ganz großen Häusern, Insellösungen sind, welche fragmentarisch miteinander vernetzt sind aber kein echtes Zusammenspiel bieten. Andere große Unternehmen außerhalb der Medienbranche verknüpfen ihre Kernprozesse zur besseren Steuerung auch über Software. Media Backbone soll diese Aufgabe für Inhalte produzierende Unternehmen übernehmen. Mittelfristig lohnt sich eine Investition in solche Unternehmenssoftware immer.

Gibt es erste Anwender?

CP: Das Schweizer Fernsehens RSI hat diese Lösung Anfang des Jahres implementiert und seit Mitte Februar im Live-Betrieb. Man ist, wie ich höre, hoch zufrieden damit. Ein weiterer Anwender ist France Television. Und Sony Pictures in Kalifornien verwendet den Media Backbone im Bereich der Postproduktion.
Man muss großes Vertrauen zu dem Unternehmen haben, das die Software liefert. Die Frage ist auch, ob Media Backbone alle Prozesse so abbilden kann, wie ein Medienhaus sich das wünscht.

GH: Das ist natürlich ein spannendes Thema. Bisher wurden solche Lösungen von Unternehmen angeboten, die auch sonstige Unternehmenssoftware erzeugen und aus dem IT-Umfeld kommen. Und da zeigt sich, dass es für ein IT-Unternehmen wahnsinnig schwer ist, die Broadcast-Welt zu verstehen. Es ist auch nicht leicht für ein Broadcast-Unternehmen die IT-Welt zu verstehen. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, – ich kenne beide Welten lange genug – das letztere ist wesentlich leichter.
Wenn in einer Live-Produktion der Play-Knopf gedrückt wird, muss ohne wenn und aber der Content da sein. IT-Unternehmen tun sich aber gelegentlich schwer, wenn es um die nötige hundertprozentige Zuverlässigkeit bei Broadcast-Prozessen geht. Sony kommt aus der Broadcast-Branche und weiß, wie wichtig das ist. In der Vergangenheit haben wir uns intensiv mit dem Thema IT auseinander gesetzt und viele Ressourcen aufgebaut damit IT bei uns denselben Stellenwert bekommt wie Broadcast. Damit nähern wir uns als einziges Unternehmen, das ich bisher am Markt sehe, der Thematik der Unternehmenssteuerungs-Software für Inhalte produzierende Unternehmen von der Broadcast-Seite.
Alle anderen kommen eher aus der IT-Ecke. Natürlich bringen diese die ein oder andere Fähigkeit zum Beispiel in den Bereichen Datenbankmanagement, Daten- oder Prozessmodelle mit, haben aber dafür relativ heftig zu kämpfen, was ihr Broadcast-Know-how betrifft. Ich denke, das ist ein ganz spannendes Match zwischen uns und den IT-Unternehmen. Wir werden sehen, wie es ausgeht.
Eckhard Eckstein
(MB 05/11)

Zurück


Relevante Unternehmen
Ähnliche Artikel