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Neue Lawo-Technik beim BR in Unterföhring

Neue Lawo-Technik beim BR in Unterföhring

Der Bayerische Rundfunk hat Regie 1 und Regie 4 in Unterföhring jetzt mit Lawo-Mischpulten vom Typ mc²66 ausgestattet. Außerdem wurde weiteres Lawo-Equipment neu angeschafft. Dazu zählen unter anderem ein crystal-Pult und ein Nova73 HD Router.

Beim BR in Unterföhring sind vier Studioflächen à 600 Quadratmeter mit zwei Regien vorhanden. Diese arbeiten im Duplexbetrieb, jede Regie kann also durch Umstecken an jeder Spielfläche arbeiten. Dazu gibt es noch vier Nachbearbeitungen (zwei NLE-Suites, einmal Ton und eine lineare Nachbearbeitung) und den MAZ-Komplex. „Aufgrund des hohen Alters der Anlagen, fehlender Ersatzteile und steigender Anforderungen der Studiotechnik – wie zum Beispiel 5.1-Surround – mussten wir ständig reparieren, improvisieren, auf Havarielösungen ausweichen, Sonderschaltungen entwickeln und das forderte uns fast jeden Tag“, so erläutert Jörg Schiebener, der für die Audiotechnik zuständige Toningenieur beim BR in Unterföhring, die Situation vor der Erneuerung der Tontechnik.

Die Unterföhringer Abteilung Audiotechnik beschloss, den Umbau in Eigenregie durchzuführen, da die Beauftragung einer externen Firma nicht sinnvoll erschien. „Diese Arbeit konnte nur durch die Audiotechnik durchgeführt werden, da durch die Komplexität der Anlagen eine große Menge an Insiderwissen vorausgesetzt wird. Die Umbauzeitpunkte mussten relativ kurzfristig und möglicherweise von der Zeitdauer variabel gestaltet werden“, so Schiebener.

Wie auch schon im Ü-Wagen BR FÜ1 HD fiel die Wahl auf Lawo-Hauptkomponenten, denn „Lawo-Equipment erfüllt die ton- und anlagentechnischen Anforderungen, auch im Hinblick auf die mögliche Vernetzung der eigenständigen Studiosysteme“, wie Schiebener weiter ausführt. Sowohl in der Regie 1 als auch in der Regie 4 kommen jetzt Lawo-mc²66-Mischpulte mit 56 Fadern (32-8-16) und HD-Core mit 8k-Routerkarten zum Einsatz, in der Regie 4 zusätzlich ein Lawo-crystal-Pult. Die zentrale Kreuzschiene besteht aus einem Lawo Nova73 HD Router mit neun DALLIS Frames. Das Sadie-Mehrkanalsystem wird über MADI direkt an die Mischpulte angebunden.

Das System von Lawo bietet die Möglichkeit, die Kreuzschienenkonstellation eigenständig zu bearbeiten, „dies fordert Detailplanung und Einarbeitung des Kunden an firmenorientierter Software, schafft aber eine verständliche, gemeinsame Plattform der technischen Kommunikation für beide Seiten, sowohl den Kunden, als auch für Lawo“, so Schiebener. Auch die Pultoberfläche, das Control Room Monitoring und das Userpanel konnten individuell gestaltet werden.

„Die ISDN-Anbindung war sehr hilfreich“, so Schiebener, der mit dem gesamten Verlauf des Projekts sehr zufrieden war. „Die direkte Hilfe und die Konfiguration durch Lawo über diese Verbindung war ein beruhigendes Element für uns“ erläutert Schiebener und kommt schließlich noch einmal auf Unterschiede zu dem Vorgängerpult zurück: „Für uns ist die vorderseitige Beschaltung der Lawo-Geräte eher ungewöhnlich, der Vorteil zeigt sich jedoch im Betrieb, denn so hat man den besseren Überblick!“ (5/11)

Foto: Jörg Schiebener, Anlagen-Ingenieur und Dietrich Thorau, verantwortlicher Toningenieur (sitzend), vor einem der neu installierten mc²66 Mischpulte

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