Nutzung von DVB-T2 HD steigt weiter

15% der deutschen Haushalte nutzen DVB-T2 HD. Vor allem die Nutzung über PC/Laptop und mobile Geräte wächst weiter. Weiteres Wachstumspotenzial ist durch den Wegfall des Nebenkostenprivilegs möglich.

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Verteilung der TV-Übertragungswege / Video Trends 2023
Verteilung der TV-Übertragungswege ©Kantar/Medienanstalten

Der Empfang von Fernsehprogrammen über Antenne wird in Deutschland immer beliebter. Laut der heute veröffentlichten Studie Video Trends 2023 der Medienanstalten sehen 15 Prozent der Deutschen, das sind 5,9 Millionen Haushalte, über DVB-T2 HD fern. Das ist ein Zuwachs von 37% seit 2019. Während der Empfang über klassische Fernsehgeräte stabil bleibt, wächst die Nutzung über PC/Laptop und mobile Geräte weiter. Chancen für eine zusätzliche Nutzung von DVB-T2 HD bestehen durch Wechseloptionen für Mieterinnen und Mieter nach dem Wegfall des Nebenkostenprivilegs im Juli 2024.

Zunehmende mobile Nutzung

Betrachtet man die Terrestrik über alle Empfangswege, also stationär am klassischen Fernsehgerät und mobil über kleinere Empfangsgeräte am PC/Laptop oder mobile Geräte, so nutzen derzeit 15 Prozent aller Haushalte (5,9 Millionen) in Deutschland diesen Empfangsweg. Dabei setzt sich der langjährige Trend der zunehmenden mobilen Nutzung fort. 2023 werden 4,4 Millionen Haushalte und damit jeder zehnte Haushalt DVB-T2 HD auf mobilen Endgeräten nutzen. Die stationäre Nutzung am Fernsehgerät bleibt mit 2,1 Mio. Haushalten stabil.

Dieser Trend macht deutlich, dass die Stärken und Alleinstellungsmerkmale der Terrestrik neben dem einfachen und kostengünstigen Empfang vor allem in der mobilen Nutzung liegen, die der gestiegenen Mobilität der Gesellschaft Rechnung trägt. Im Vergleich zur mobilen Nutzung benötigen die Konsumenten für DVB-T2 HD auch kein Datenvolumen, was den Empfangsweg zusätzlich attraktiv macht.

„Die aktuellen Zahlen zur Nutzung von DVB-T2 HD zeigen zweierlei”, so Francie Petrick, Geschäftsführerin von Media Broadcast. “Zum einen muss die Politik aus Verbrauchersicht alles tun, um die Frequenzen für terrestrisches Fernsehen auch über 2030 hinaus vollständig zu sichern. Zum anderen ist klar, dass die Entwicklung der Rundfunktechnik 5G Broadcast mit der Fokussierung auf die mobile Videonutzung auf dem absolut richtigen Weg ist. Der terrestrische Distributionsweg wird damit auch zukünftig die verbraucherfreundliche, energieeffiziente und krisensichere Verbreitung von audiovisuellen Inhalten sicherstellen”.

Wachstumspotential durch Wegfall des Nebenkostenprivilegs

Die Video Trends 2023 weisen auch auf das Wachstumspotential von DVB-T2 HD durch den Wegfall des Nebenkostenprivilegs hin. Derzeit wird in knapp 7 Millionen Kabelhaushalten die Rundfunkgebühr noch über die Nebenkosten abgerechnet. Diese Pflicht fällt im Juli 2024 weg und die betroffenen Mieterinnen und Mieter können ihren Fernsehempfangsweg frei wählen.

Link zum Download der Kantar-Grafiken zur DVB-T2 HD-Nutzung