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Panasonic reduziert Broadcast-Engagement

Panasonic reduziert Broadcast-Engagement

Auf der letzten NAB warb Panasonic noch mit dem Slogan „When it counts“ und signalisierte seinen Kunden damit hohe Verlässlichkeit. Das ist nun reine Makulatur. Panasonic tritt auf die Kostenbremse und reduziert massiv sein Engagement im Broadcast-Bereich. Viele Mitarbeiter müssen gehen. Vertriebs-, Service- und Produkt-Strukturen werden neu gestaltet.

Die Business Unit Professional & Broadcast IT System (PBITS) wird mit der Business Unit Projektoren zusammengelegt. Beide Geschäftseinheiten sind Teil der Panasonic Audio Visual and Computer Systems Europe (PAVCSE), einer Division der Panasonic Marketing Europe GmbH in Wiesbaden, Deutschland.

Ein Teil der PBITS-Vertriebsmitarbeiter wird das Unternehmen wohl verlassen müssen. Dazu gehören der erst im Januar 2009 als General Manager Austria & Germany bei Panasonic eingestiegene Holger Osesek (Foto), sowie Peter Kaiser und Henning Goettsch. Einen kompletten Kahlschlag gibt es im Service-Bereich. Dieser wurde Mitte März von Wiesbaden ins ‚Repair Center’ nach Cardiff in Wales verlagert. Betroffen davon sind vier Panasonic Service-Mitarbeiter. Auch Broadcast Marketing in Wiesbaden wird weitgehend aufgelöst. Produktmarketing in der bisherigen Form wird es nicht mehr geben. Auch die Händlerstruktur, so ist zu hören, soll neu gestaltet werden.

Chef der neuen Panasonic Divison ist der Franzose Jerome Berrard. Der Head of Business Unit Projektoren übernimmt das Amt offiziell zum 1. April. Dann startet auch das neue Geschäftsjahr von Panasonic. Der bisherige PBITS-Director Jaume Rey hatte das Unternehmen bereits im Januar verlassen.

Ende März, so war zu hören, wird es in Wiesbaden eine Kick-off-Meeting der neu strukturieren Panasonic Division geben. Danach werden wohl auch Kunden und Händler über die Neuausrichtung informiert.

Absehbar ist, dass große Panasonic-Kunden wie MDR oder ZDF künftig in Sachen Service und Support wohl verstärkt von den Panasonic-Händlern wie Teltec, Videocation oder BPM betreut werden. Die entwickeln sich ohnehin immer stärker zu Technik-Integratoren und übernehmen die klassischen Aufgaben der großen Broadcast-Hersteller.

Die Broadcast-Sparte von Panasonic gilt schon länger als Verlustbringer. Die jetzt vom Konzern verordnete Radikalkur hat dennoch viele überrascht. Als reine „Boxen-Produkte“ werden künftig wohl vorwiegend AVCCam- und AVCINTRA-Systeme angeboten werden.

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