Rental-Branche rückt zusammen

50 Teilnehmer aus 25 Rentalhäusern (Verleih Kamera-, Licht- und Bühnentechnik) trafen sich am 06. März 2013 in Köln zum 2. Rental Summit. Damit wollen die Rentalhäuser der Film- & Medienbranche auf die sich verschärfenden Markt- bedingungen reagieren. Die Preise haben sich in den letzten Jahren halbiert und lassen wirtschaftliches Handeln kaum noch zu. Mit halbjährlichen Treffen und weiteren gemeinsamen Initiativen will sich die Branche organisieren. Die Rental Gruppe des VTFF bietet dafür eine Plattform.

1
Rental-Branche rückt zusammen

Die größte Herausforderung ist der steigende Kostendruck bei gleichzeitig sinkenden Preisen. Während die Gerätevielfalt immer größer und die Innovationszyklen immer kürzer werden, kommen die Produktionen mit wachsenden Anforderungen an Beratung, Service und Ausstattung. Andererseits führen die stagnierenden Produktionsbudgets dazu, dass Preisnachlässe erwartet werden, die mit wirtschaftlichem und professionellem Arbeiten unvereinbar sind. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur einzelne Unternehmen, sondern das gesamte Segment.

Dabei kommt mit der Digitalisierung der Produktionsabläufe der Auswahl des Aufnahmeformates und der Kameratechnik eine Schlüsselrolle zu, die den folgenden Produktionsprozess massiv beeinflusst. Obwohl das Equipment und der Service mehr Aufwand erfordern, werden die Leistungen der Rentals – anders als im Ausland – nach Ansicht der Vermietunternehmen hierzulande nicht mehr adäquat honoriert. Sie wollen deshalb jetzt verstärkt auf ihre produktionswichtigen Funktionen aufmerksam machen und den Produktionspartnern vermitteln, dass Know-how, Qualität und Sicherheit nicht endlos rabattiert werden können. Es sollen gemeinsame Standards entwickelt und Erfahrungen ausgetauscht werden. Darüber hinaus bietet die Rental Gruppe des VTFF ein Netzwerk und Sprachrohr für diese Unternehmen. Der Verband bereitet eine Untersuchung des Dienstleistungsmarktes vor und von externen Sachverständigen erarbeitete Kalkulationsempfehlungen.

Die Teilnehmer waren mit der offenen und sachlichen Diskussion sowie deren Ergebnissen sehr zufrieden. Trotz teilweise kontroverser Ansichten, die sich aus den unterschiedlichen Unternehmensgrößen und –strukturen ergaben, ist man entschlossen, gemeinsam für eine Verbesserung der Bedingungen im deutschen Equipmentverleih zu arbeiten. (3/13)