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Servus TV sendet weiter

Servus TV sendet weiter

Servus TV stellt seinen Sendebetrieb nun doch nicht ein. Das teilte der zum Red Bull Media House gehörende TV-Sender am 4. Mai mit. Tags zuvor ging man wegen anhaltender roter Zahlen noch von der Abschaltung aus. Die Ablehnung einer geplanten Betriebsratsgründung durch die Servus TV-Belegschaft soll zum Stimmungswandel beigetragen haben.

Von der Servus TV-Abschaltung wären 270 Mitarbeiter betroffen gewesen. Österreichische Medien wie der STANDARD berichten, dass die geplante Gründung eines Betriebsrats bei Servus TV für Unmut bei Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz gesorgt hätte. Nachdem sich die überwiegende Mehrheit der Belegschaft in einem offenen Brief gegen einen Betriebsrat ausgesprochen hätten („Wir wollen und brauchen keinen Betriebsrat“), sei der Weiterbetrieb des Senders beschlossen worden.

Servus TV wurde im Jahr 2009 als Sender mit hohem Anspruch an Qualität und Unterhaltung gestartet. "Obwohl wir Jahr für Jahr einen nahezu dreistelligen Millionenbetrag in Servus TV investiert haben, lässt sieben Jahre nach Einführung die aktuelle Markt- und Wettbewerbssituation keine wirklich positive Entwicklung erwarten", hieß es noch in der Mitteilung vom 3. Mai. Der Sender sei daher für das Red Bull Media House wirtschaftlich untragbar geworden. "Wir haben uns der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Geschäftsmannes entsprechend entschlossen, den Betrieb von Servus TV einzustellen", so das Unternehmen.

Die Veränderungen am globalen Medienmarkt würden das Red Bull Media House in seiner Entscheidung bestärken, weil digitale Angebote die klassischen, linearen Programme verdrängen würden. (5/16)

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