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Show über Show

Show über Show

Schon am 2. Juli hatte ProSiebenSat.1 TV Deutschland zur Jahres-Programmpräsentation 2014/2015 in das Cruise Center Altona in Hamburg geladen. Hier trat Wolfgang Link auch erstmals in seiner neuen Funktion als Geschäftsführer der sechs Free-TV-Sender der Gruppe auf, die sich unterhaltsam präsentierten.

Die Abendsonne glitzerte warm über die Elbe, und so war schon beim Empfang die versprochene „entspannte Atmosphäre“ im Freien gegeben. Als es dann mit der Bühnen-Präsentation in der Halle losging, kam noch Humor und eine Prise Selbstironie hinzu. So frotzelte beispielsweise Konzernsprecher Julian Geist zusammen mit Wolfgang Link über die Vermutung in der Branche, dass sich ProSiebenSat.1 mittlerweile wohl nur noch um die kleinen Sender Sixx, 7Maxx, Sat.1 Gold und Kabel eins kümmere und deshalb die Programme der beiden großen, ProSieben und Sat.1, untergingen. Ein paar Wochen später war jedenfalls klar, wie es zumindest Konzern-Chef Thomas Ebeling bekannt gab, dass man sich gerade dank der kleinen Zielgruppensender im Werbemarkt in der Halbjahresbilanz 2014 sogar gegen die Fußball WM proper habe halten können. Ebeling war es auch, der vor gar nicht langer Zeit verraten hatte, dass es „Fun“ mache ProSieben zu betreiben, wohingegen die Frage, wie man Sat.1 nach vorne bringen könne, eher Kopfschmerzen bereite. Daraus hat er dann wohl die Konsequenz gezogen und Link als bisherigen „Nur“-Geschäftsführer von ProSieben gleichzeitig auch zum Chef der gesamten Free-TV-Senderfamilie befördert. Spaß am Entertainment soll wohl breit in der TV-Gruppe verankert werden. Link ist Show-Mann durch und durch. Einst war er Executive Producer von RTL’s „Deutschland sucht den Superstar“ bevor er nach München als ProSiebenSat.1-Unterhaltungschef wechselte. Er hat Mut zum Risiko und lässt sich auch nicht von Flops unterkriegen, die er beispielsweise mit den Shows „Fashion Hero“, „Millionärswahl“ und „Keep your light shining“ verbuchen musste. Dann zieht er eben eine neue Idee aus dem Zylinder.

Lauter Kuscheln mit Sat.1

Auch Nicolas Paalzow bewies Humor. An der Tatsache, dass er nun schon seit einem Jahr Sat.1-Chef sei, lasse sich erkennen, dass es dem Sender gut gehe, scherzte er. Zuvor hatte es besonders in seiner Position schnelle Personalwechsel gegeben. Immerhin ist es Paalzow gelungen, die Sat.1-Daytime im Marktanteil wieder in Schwung zu bringen: mit Scripted Reality-Formaten wie „Anwälte im Einsatz“ oder „Im Namen der Gerechtigkeit“. Als nächste Baustelle will er die wichtige Access-Prime-Time (Vorabend) beackern. Wie von ihm zu erfahren war, ist es bei Sat.1 schwieriger als bei allen anderen Sendern optimale Entscheidungen für Formate und Programmfarben zu treffen, weil Sat.1 keine spezifischen Zielgruppen in Alter oder Geschlecht ansprechen – , sondern das breitmögliches Publikum in vorwiegend einer jüngeren Zielgruppe mit Mainstream bedienen will. Da kann man mal leicht daneben greifen. Dieser Mainstream soll ab dem 11. August mit dem neuartigen fiktionalen Daily Drama „In Gefahr – Ein verhängnisvoller Moment“ werktäglich in der Zeit von 18:00 bis 19:00 Uhr gelingen. Im Genre „Daily“, das alle großen Sender um diese Zeit setzen, handelt es sich um ein neuartiges Format. Eine Art Krimi mit eingestreuten Scripted Reality-Bausteinen, das von Constantin Medien, wie die erste online veröffentlichte Folge suggeriert, schnell und preiswert mit dennoch interessanter Optik produziert werden soll. Ob es Erfolg hat, wird sich zeigen, die ersten Quoten werden erst nach Redaktionsschluss von Medien Bulletin bekannt. Wie viele Folgen es geben wird, wurde nicht fest gezurrt. Es wird erfolgsabhängig sein. Laut Konzept wird das Daily anders als Telenovelas und bisherige Soaps keine fortlaufende Geschichte mit festem Cast Tag für Tag erzählen, sondern ein jeweils abgeschlossenes Drama mit wechselndem Cast. Im Mittelpunkt soll immer ein Mensch stehen, „dessen Leben durch eine Entscheidung, einen einzigen Augenblick in den Grundfesten erschüttert wird und der so in den Sog eines Verbrechens gezogen wird“. Themen sind Mord, Entführung, Überfall, Betrug oder Seitensprung und Kampfesgeist, teilte der Vermarkter von ProSiebenSat.1 seiner Werbekundschaft im Vorfeld mit.

Ein noch viel größeres Experiment am Vorabend hat Paalzow ab Frühjahr 2015 mit dem Reality-Format „Utopia“ aus der Produktionsschmiede von John de Mol vor, dessen Erfindung „Big Brother“ als modifizierte Promi-Version auch weiterhin bei Sat.1 läuft. „Utopia“ hat bereits in den Niederlanden als so genanntes „soziales Experiment“ Furore gemacht, bei dem es um das „absolute Glück oder absolutes Chaos“ geht. Dafür wird zurzeit noch ein Camp irgendwo in einer deutschen Einöde gesucht, wo man die Protagonisten zusammen jenseits der Zivilisation hausen lassen will. Das Gelände soll ausgiebig mit „360 Grad Kameras“ ausgerüstet werden. Was ein bisschen nach RTLs großer Dschungelshow klingt, soll bei Sat.1 werktäglich am Vorabend Zuschauer in die Prime-Time locken und gleichzeitig 24 Stunden live im Netz zu sehen sein, natürlich mit viel Social Media-Power.

Laut Paalzow handelt es sich bei „Utopia“ um seine größte Investition, weshalb für eigenproduziertes fiktionales Programm, für das Sat.1 in der Vergangenheit stand, nicht viel Geld übrig bleibt. Grundsätzlich wird bei ProSiebenSat.1 immer nur vorsichtig und gezielt ins Programm investiert, dahin wohl wo die Werbewirtschaft in Sachen Mainstream und größerer Reichweite einen Mangel sieht. Der bislang von Sat.1 noch leidlich gepflegte fiktional eigenproduzierter Serienbereich steht nicht mehr unter Artenschutz, auch scheint sich Sat.1 insgesamt von seiner „Kernkompetenz“ eigenproduzierter deutscher Fiction zu verabschieden. Die vor vier Jahren etablierte fiktionale Serie „Danni Lowinski“ mit Annette Frier wird nicht weiter entwickelt, sondern eingestellt. Und ob Henning Baum als „Der letzte Bulle" weiter macht, steht auch noch in den Sternen. Der frühere Produzent davon, Phillip Steffens, ist längst RTL Fiction-Chef und auch Baum, so wird gemunkelt, könnte es nach RTL ziehen. Ebenso ist fraglich, ob die zur RTL Group gehörende UFA Fiction von Sat.1 einen Auftrag für eine zweite Staffel von „Josephine Klick“ erhält. Sicher ist nur, dass Sat.1 in der TV-Saison 2014/2015 vier eigenproduzierte Movies zeigen wird und damit einige auch bei der Werbewirtschaft prominente deutsche Schauspieler-Zugnamen im Hause hält: „Staatsaffäre“ mit Veronica Ferres als deutsche Bundeskanzlerin, „Die Schlikkerfrauen“ (AT) mit Katharina Thalbach und Annette Frier, den Krimi „Einstein“ (AT) mit Sky DuMont und Tom Beck sowie „Einsatz ohne Grenzen“ (AT) mit Hannes Jaenicke und Alexandra Neldel.

Weiterhin gibt es bei Sat.1 rund um „Navy CIS“ jede Menge internationaler Crime-Serien zu sehen, wie auch alte und neue Reality und ein bisschen Comedy mit Bastian Pastewka und Cindy aus Marzahn. Beim Sport hat sich Sat.1 aufs Boxen kapriziert, zumal Paalzow den früheren Kuschelsender „lauter kuscheln“ lassen will.

Aufs Gas wird unter dem Einfluss von Wolfgang Link im Show-Bereich gedrückt, wo es neben den schon eingeführten (etwa „The Voice of Germany“) mit fünf neuen Shows eine Offensive gibt, wobei Moderatoren wie Wayne Carpendale oder Jochen Schropp tätig werden, denen böse Kritiker ihnen langweilige Schwiegersohn-Gesichter attestieren, von denen viele Zuschauer aber hellauf begeistert sind. Im Herbst startet auch „Was weiß ich?“ mit Stefan Gödde, ein Quiz, bei dem wie beim Quizduell der ARD eine hohe interaktive Beteiligung der Zuschauer über eine kostenlose App gewünscht und erwartet wird.

Vier Nischensender

Mit Sat.1 Gold hat Sat.1 ein Schwesterchen, das laut ProSiebenSat.1 bislang bei 40- bis 64-jährigen Frauen einen Marktanteil von 1,2 Prozent erreicht und bei 14- bis 49-Jährigen laut ProSiebenSat.1 auf die 1-Prozent-Marke erfolgreich hinsteuere. Das Programm sei, wie Paalzow behauptete, „zwischen großen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern“ angesiedelt. Gold, das sei „ein Gefühl“. Hier gibt es vor allem viel aus dem Sat.1-Archivkeller zu sehen, vom Talk „Brit“, Billig-Serien wie „Lenßen & Partner“ oder „K11“, „Bonanza“ aus der guten alten, von US-Serien geprägten Fernsehzeit, viele romantische Filme von Sat.1 aber auch frühere ambitionierte Sat.1-Serien wie „Mit Herz und Handschellen“. Neu produziert in dieser Saison wird für Sat.1 Gold nicht viel, nur ein Luxus- und ein Reisemagazin.

Mit viel Herzblut präsentierte sixx-Chefin Eun-Kyung Park ihren Sender, den sie seit Juli 2013 leitet und dem sie unter anderem mit einem animierten Huhn ein neues Image verpasste, samt dem Slogan „Das will ich auch“. Sixx liegt bei einem Marktanteil von 1,4 Prozent bei 14- bis 49-Jährige und richte sich, wie Park sagte, an „tolle Frauen“. Trotz der neuen Konkurrenz von TCL (Discovery) und Disney habe man sich prima gehalten. Man biete, was Frauen wollen, nämlich: „heiraten, kochen, Sex und Fashion“. Lieblingsgenre bei sixx, das ist neu, sei „Mystery“. Im Abendprogramm kann man beispielsweise die alten ProSieben-Serien-Hits wie „Sex and the City“ und „Grey's Anatomy“ wiedersehen. Es läuft  aber auch die bei Sat.1 irgendwann plötzlich eingestellte Telenovela „Anna und die Liebe“ und vor allem viele recht unbekannte internationalen Serien wie „Bloody Family“ oder „Dates“. Als Blockbuster wird beispielsweise „Im Spessart sind die Geister los“ gezeigt. Doch Park hat mit der ersten eigenproduzierten Dating-Show „Sexy Beasts“ auch ein Highlight anzubieten. Was sie davon schon zeigen konnte, scheint keine schlechte Idee zu sein, auch wenn es nicht sicher ist, ob es Quote bringt. Nach der Adaption einer britischen Vorlage sollen sich Männer und Frauen bei einem Date nicht womöglich wegen ihres Aussehens gefallen. Um das zu vermeiden, kriegen sie eine Horror Maske verpasst. Park meint: „Dating mal anders!“ In Sexy Beasts gehe es „nicht nur darum, die große Liebe zu finden – sondern auch darum, jede Menge Spaß zu haben, mitzufiebern und sich selbst zu hinterfragen, wen würde man selbst nehmen, wenn Aussehen kein Kriterium mehr ist“. Deshalb passe die Show perfekt zu sixx. Außerdem werden serienweise, was sie aufgrund ihrer asiatischen Abstammung selber liebt, Vampire, Monster, Werwölfe und Hexen durch die Prime-Time jagen, kündigte sie an. Mittwochs in der Prime-Time sollen ihre tollen Frauen dann doch lernen, wie sie sich selber „aus der Vogelscheuchen-Ecke“ holen. Dafür ist Factual-Entertainment auf sixx geplant.

Indessen sollen im Programm von Kabel eins-Geschäftsführerin Katja Hofem „starke Typen“ im Mittelpunkt stehen: „Authentisch, bodenständig, stark und sympathisch“. Es wendet sich an Männer und Frauen im Alter von 14 bis 49. Was richtig Neues gibt es eher nicht, aber vieles, was schon irgendwann mal irgendwo im Fernsehen erfolgreich gewesen ist, ob US-Serien oder Kochen. Die Kabel eins-Doku „Abenteuer Leben“ wird durch Wildnis-Abenteuer in Afrika erweitert. Die UEFA Europa League und „ran Legenden“ bleiben erhalten. Statt „Back to the 80s“ gibt es „Back to the 90s“-Event-Wochen. Ganz klar bleibt das Label „Die besten Filme aller Zeiten“ als Zugpferd bestehen. Den Bruder Maxx von ProSieben stellte Link als den „am schnellsten wachsenden Sender der neuen Generation“ vor. Für Männer, die nicht Fußball-affin sind, hatte MAXX während der WM die BBC-Dokus „Abenteuer Weltall“ und „Abenteuer Mond“ auf Lager. Als Highlights der Saison im fiktionalen Serien-Bereich wurden die zweite Staffel von „House of Cards“ sowie neue Folgen von „Supernational“, „Sons of Anarchy“ und und „Falling Skies“ angekündigt, – neben der Dokuserie „Timber Kings“. Ob oder was Maxx auch an Eigenproduktionen in dieser Saison zu bieten hat, wurde nicht verraten. Immerhin hat es aber im Sommer mit „Flames – Geschmack ist alles“ eine eigenproduzierte Kochshow zum richtigen Grillen gegeben. Bei Maxx wird vor allem viel eingekaufte Lizenzware gezeigt und wird dabei mit Wiederholungen vom ProSieben-Wissensmagazin „Galileo“ durchgesprenkelt.

Was den deutschen TV- und Filmproduzenten weniger gefallen dürfte, dass nämlich ProSiebenSat.1 mit seinen vier Nischen-Free-TV-Sendern auch ohne teure deutsche Eigenproduktionen im Werbemarkt reüssiert, wird den Zuschauern schnuppe sein. Sie picken raus, was ihnen gefällt. Und weil man im Meer des riesigen Free-TV-Angebots aktuell niemals alles sehen kann, ist es Zuschauern auch egal, ob es irgendwas, irgendwann schon mal woanders zu sehen gab. Ganz klar investiert die ProSiebenSat.1-Gruppe im fiktionalen Bereich viel mehr Geld in den Kauf von Lizenzware als in die Eigenproduktion im deutschen Markt. Doch im Show-Bereich wird auch hierzulande immer mehr eigenproduziert, wenn auch nicht unbedingt nach Ideen, die aus dem eigenen Lande stammen. Was aber speziell bei ProSieben durch die bisherige Vorherrschaft von Stefan Raab und der Vorherrschaft der Produktionsfirma Brainpool („TV Total“, „Schlag den Raab“ usw.) anders ist.

Noch mehr Show von ProSieben

Link freut sich darüber, dass ProSieben vorerst, im ersten Halbjahr 2014, den Abstand auf den Marktführer RTL um 1,1 Prozentpunkte bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern verkürzt habe. Den Trend wolle man im zweiten Halbjahr 2014 fortsetzen: „In unserer Kernkompetenz US-Fiction sind wir mit starken Blockbustern und neuen US-Serien für die kommende Saison sehr gut aufgestellt“, sagt Link. Speziell am Samstag wolle ProSieben „noch häufiger die erste Adresse für Shows im deutschen Fernsehen sein“. Geplant sei, an 20 Samstagen im zweiten Halbjahr 2014 frische Shows auf ProSieben zu bringen. Besonders hebt er Joko & Klaas hervor, die er mal von ZDFNeo abspenstig – ohne große Gegenwehr seitens des ZDF – gemacht hatte. Die beiden zeigen, wie er meint, „wie die Zukunft des Fernsehens aussehen kann“.

Link weist auf die Kontinuität im ProSieben-Programm hin. Neben eingeführten Show-Formaten von Raab und Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf ist Jochen Schropp fest eingeplant, der seine Kandidaten in der neuen Quiz-Gameshow „Himmel oder Hölle“ erst „in den Himmel einladen und sie von dort in und durch die Hölle schicken werde“. Joko & Klaas kriegen zusätzliche Prime-Time-Shows. Für Olli Schulz, der schon mit „Schulz in the Box“ reüssierte, sind sechs neue Sendeplätze eingeplant. Link will neue Showgrößen aufbauen und die schon Erfolgreichen erhalten. Daneben laufen am Tag und spätabend US-amerikanische Sitcom-Serien wie „The Big Bang Theory“ und „Two and a Half Men“ gestaffelt und in Wiederholungsschleifen, mit durchaus gutem Zuschauererfolg. Als neue eigenproduzierte Idee für ProSieben hebt Link „Live ins Leben!“ hervor. Das Magazin Galileo zeige zum ersten Mal eine Geburt live. Die Idee hatte auch schon mal RTL in größerer Dimension gehabt. Aber obwohl die Kameras in einem Krankenhaus in Berlin schon alle aufgestellt waren, wurde sie vom Berliner Senat gestoppt. Nun will „Galileo“ eine 25-jährige Sabrina durch ihre Schwangerschaft begleiten und nur eine Geburt live zeigen. Clever, dass die Show in einem so genannten Wissenschaftsmagazin stattfinden soll. Man wolle sich nicht nur den Fragen um das Wunder des Lebens widmen, sondern  auch denen, was Genforschung kann und was sie darf? Schließlich braucht ProSieben  auch mal irgendetwas gesellschaftlich Relevantes, zumal wenn man vorhat, den privaten Volkssender RTL einzuholen. Aber ob das reicht?

ProSiebenSat.1 hat traditionell als Senderfamilie guten Erfolg im Werbemarkt, auch die kleinen Sender bringen Cash. Aber während sich RTL immer mehr bemüht, gesellschaftlich-relevante Informationskompetenz in Form von Unterhaltung ins Programm zu hieven, hat die ProSiebenSat.1-Gruppe ihre Informationskompetenz mit N24 schon vor Jahren ausgelagert. Dass kommerzielles Fernsehen aber in Zukunft ohne jedwede soziale Kompetenz auskommen kann, glaubt man nicht einmal bei ProSiebenSat.1. So hat man einen Beirat etabliert, der zu gesellschaftlichen, ethischen und medienpolitischen Fragen, unter dem Vorsitz des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, beratend tätig sein soll. Ein schönes Feigenblatt. Und Stoiber wie auch Beiratsmitglied Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, waren bei der Programmpräsentation für die neue Saison anwesend.

Erika Butzek

MB 5/2014

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