Cookie Consent by TermsFeed
      business-news
      mebucom
                
Tim Höttge

Starke Zuwächse für die Telekom im US-Markt

Mit zweistelligen Wachstumszahlen beschließt die Deutsche Telekom das zweite Quartal 2015. Der Konzern verzeichnete ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 15,3 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro. Und zu einem Hoffnungsträger für den Konzern ist ausgerechnet die US-Tochter T-Mobile US geworden, das einstige Sorgenkind.

Wie das Unternehmen veröffentlichte, kletterte auch das Ergebnis der Gewinne vor Steuer, Zinsen und Abschreibungen um 13,5 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro. Auch organisch, also ohne Einfluss von Veränderungen der Wechselkurse und des Konsolidierungskreises, ergab sich ein starkes Wachstum. Hier beträgt das Umsatzplus im zweiten Quartal 5,7 Prozent und der Anstieg des bereinigten EBITDA 6,7 Prozent.

„Wir haben die guten Zahlen des ersten Quartals eindrucksvoll bestätigt", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom Tim Höttges (Foto): „Die Transformation des Konzerns läuft in allen Bereichen auf Hochtouren. Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Der bereinigte Konzernüberschuss legte aufgrund des höheren bereinigten EBITDA um fast 70 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu. Aufgrund dieser Entwicklung bestätigt der Konzern die Prognose für das Jahr 2015. Basierend auf einem zu 2014 konstanten Wechselkurs von 1,33 Dollar/Euro soll das bereinigte EBITDA rund 18,3 Milliarden Euro erreichen und der Free Cashflow bei rund 4,3 Milliarden Euro liegen.

Starken Zuwachs hat das Unternehmen bei den Breitband-Kunden , die im zweiten Quartal 2015 um 81.000 angewachsen sind, so stark, wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Für das Gesamtjahr erwartet die Telekom nun rund 250.000 neue eigene Breitband-Kunden. Zu Jahresbeginn hatte die Prognose bei etwa 100.000 Neukunden gelegen.

430.000 Kunden entschieden sich dabei neu für ein glasfaserbasiertes Produkt (VDSL/FTTH). Die Zahl dieser Anschlüsse lag zum Ende des Quartals mit 3,4 Millionen um fast drei Viertel über dem Wert vor einem Jahr. Die Umstellung auf die IP-Plattform schreitet nach Angaben des Konzerns ebenfalls rasch voran. 7,8 Millionen Anschlüsse sind inzwischen migriert, 95 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil der migrierten Anschlüsse erreicht damit bereits ein Drittel aller Festnetz-Anschlüsse der Deutschen Telekom.

Im Mobilfunk stieg die Netzabdeckung mit dem LTE-Standard binnen eines Jahres von 77 Prozent auf 85 Prozent der Bevölkerung. Bei den Service-Umsätzen im Mobilfunk erzielte die Telekom auf einem leicht schrumpfenden Gesamtmarkt im Jahresvergleich ein kleines Plus von 0,1 Prozent.

Doch zur großen Erfolgsgeschichte für den Konzern ist T Mobile US für den amerikanischen Markt geworden.Die Kundenbasis wuchs um 2,1 Millionen, darunter mehr als eine Million eigene Vertragskunden. T-Mobile US hat abermals die Erwartungen für das Gesamtjahr angehoben. Das Unternehmen rechnet nun mit 3,5 bis 3,9 Millionen neuen eigenen Vertragskunden – bei unveränderter EBITDA-Prognose. Die Wechslerrate (Churn) bei eigenen Vertragskunden reduzierte sich auf 1,3 Prozent, nach 1,5 Prozent ein Jahr zuvor. Mit 58,9 Millionen Kunden ist T-Mobile US nun die Nummer drei auf dem US-Mobilfunkmarkt.

Die zahlreichen Initiativen der Un-Carrier-Strategie entfalten offenbar ihre Wirkung auf diesem hart umkämpften markt. Erst kürzlich hatte T-Mobile US als Neuerung eingeführt, dass für Kunden bei Mobilfunk-Gesprächen in den Nachbarländern Mexiko und Kanada keine Extrakosten durch Roaming-Gebühren entstehen. Dies gilt sowohl für Verbindungen aus den USA in diese Länder oder bei Aufenthalt in diesen Ländern in die USA als auch innerhalb von Mexiko oder Kanada. (8/15)

 

Zurück


Relevante Unternehmen
Ähnliche Artikel