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# „Unerwartet günstig“: freenet übernimmt waipu.tv vollständig
- URL: https://mebucom.de/business/unerwartet-gunstig-freenet-ubernimmt-waipu-tv-vollstandig/
- Published: 2026-10-14T09:35:44.000Z
- Updated: 2026-10-14T09:35:44.000Z
- Description: Für die restlichen rund 25 Prozent an der waipu.tv-Betreibergesellschaft Exaring zahlt freenet zunächst 76 Millionen Euro. Hinzu können erfolgsabhängige Zahlungen kommen.
- Author: Isabel Gauger
- Tags: Business & Markt, freenet, waipu.tv

freenet hat sämtliche verbliebenen Minderheitenanteile an der Exaring AG übernommen und hält damit nun 100 Prozent der Gesellschaft hinter waipu.tv. Der Konzern zahlt für die rund 25 Prozent zunächst etwa 76 Millionen Euro. Abhängig von der künftigen Geschäftsentwicklung können weitere Kaufpreiszahlungen von bis zu 50 Millionen Euro hinzukommen.

Dem initialen Kaufpreis liegt eine Bewertung von rund 300 Millionen Euro für das Unternehmen zugrunde. Welche konkreten Ziele die zusätzlichen Zahlungen auslösen, nennt freenet nicht.

CEO Robin Harries bewertet die Konditionen als günstig: „Besonders erfreulich ist, dass sich eine gute Gelegenheit ergeben hat, die Anteile unerwartet günstig erwerben zu können.“

## Börsennotierung wird nicht weiterverfolgt

Mit dem Kauf endet auch die bisherige Perspektive eines Börsengangs der Exaring AG. „Eine bislang von Minderheitsaktionären angestrebte Börsennotierung wird damit nicht weiterverfolgt“, erklärt freenet-Finanzvorstand Ingo Arnold. Künftig kommt die weitere Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung von waipu.tv vollständig freenet zugute.

IPTV gehört neben dem Mobilfunkgeschäft zu den zentralen Geschäftsfeldern des Konzerns. waipu.tv zählt nach Angaben von freenet rund zwei Millionen Kunden; seinen Anteil am deutschen IPTV-Markt beziffert das Unternehmen auf etwa 20 bis 25 Prozent. Zusätzliche Erlöse erwartet freenet neben dem Kundengeschäft auch aus programmatischer Werbung.

Den Anteilskauf finanziert freenet vollständig aus liquiden Mitteln. Die Dividendenpolitik bleibt unverändert: Für die Geschäftsjahre 2026 bis einschließlich 2028 sieht der Konzern jeweils mindestens zwei Euro je Aktie vor. Ergibt die Ausschüttung von 80 Prozent des bereinigten Free Cashflows einen höheren Betrag je Aktie, soll dieser als Grundlage dienen.