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US-Akteure führend bei VoD-Angeboten

US-Akteure führend bei VoD-Angeboten

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle hat ihren Jahresbericht 2022 über Fernsehkanäle und Abrufdienste in Europa veröffentlicht. Analystin Agnes Schneeberger fand unter anderem heraus, dass jeder vierte audiovisuelle Mediendienst ein Abrufdienst ist und US-Akteure bei Fernsehen und Abrufdiensten in Europa herausragen.

Der europäische AV-Sektor zählt insgesamt 12.275 verfügbare audiovisuelle Mediendienste in ganz Europa (Mai 2022). Etwa drei Viertel davon sind lineare Dienste (9.080 Fernsehkanäle) und ein Viertel nichtlineare Dienste (3.195 VoD-Dienste und Video-Sharing-Plattformen).
Europa umfasst hier die EU27, Albanien, Armenien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Island, Liechtenstein, Montenegro, Nordmazedonien, die Republik Moldau, Norwegen, Serbien, die Schweiz, Türkiye, die Ukraine und das Vereinigte Königreich.

Die meisten außereuropäischen Muttergesellschaften von AV-Diensten in Europa sind amerikanische Akteure. Etwa jeder fünfte Privatfernsehkanal (19 %) (ohne Lokalsender) ist in US-amerikanischem Besitz und mehr als ein Drittel aller SVoD- (38 %) und TVoD-Dienste (34 %) in Europa gehören zu einem US-Unternehmen (Bei länderübergreifenden SVoD- und TVoD-Diensten wird ein Katalog als ein Dienst gezählt).

Alle US-Akteure sind auf gesamteuropäischer Ebene tätig und bedienen zahlreiche europäische Märkte. The Walt Disney Company zum Beispiel ist mit ihrer Tätigkeit in 45 europäischen Fernsehmärkten praktisch omnipräsent.

Einer von vier audiovisuellen Mediendiensten in Europa ist ein Abrufdienst

Der europäische Sektor der audiovisuellen Mediendienste ist eine Folge der Entwicklung einzigartiger nationaler Medienökosysteme in Europa. Seine Vielfalt spiegelt sich in den insgesamt 12.275 verfügbaren audiovisuellen Mediendiensten in ganz Europa wider (Mai 2022). Etwa drei Viertel davon sind lineare Dienste (9.080 Fernsehkanäle) und ein Viertel nichtlineare Dienste (3.195 VoD-Dienste und Video-Sharing-Plattformen).

Beim Inhalt gibt es erhebliche Unterschiede zwischen linearen und nichtlinearen AV-Diensten in Europa. Während das Fernsehangebot weitgehend thematisch differenziert ist, liegt der Schwerpunkt bei Abrufdiensten eindeutig auf Film und TV-Fiktion.

In Bezug auf die Eigentumsverhältnisse ist der europäische Fernsehmarkt in einen öffentlich-rechtlichen Sektor mit hauptsächlich Vollprogrammen, die über DTT-Sendernetze verfügbar sind, und einen privaten Sektor, der sich um Spartenkanäle über Kabel und Satellit erweitert hat, unterteilt. Fast alle Abrufdienste sind in privater Hand (97%). Die öffentlich-rechtlichen Medien sind ebenfalls in diesen Markt eingestiegen, wobei sie zumeist ihre linearen Programme zum Nachholen anbieten. Einer von fünf öffentlich-rechtlichen Abrufdiensten ist kostenpflichtig, zum Beispiel die internationale Version des BBC iPlayers.

US-Akteure bei Fernsehen und Abrufdiensten in Europa herausragend

Außereuropäische Akteure haben auf dem europäischen AV-Markt gut Fuß gefasst. Jede vierte der 50 größten Sendergruppen und mehr als ein Drittel der 50 größten Abrufdienstegruppen hat eine außereuropäische Muttergesellschaft.

US-Akteure stellen die größte Gruppe außereuropäischer Muttergesellschaften audiovisueller Dienste in Europa. Etwa jeder fünfte Privatfernsehkanal (19 %) (ohne Lokalsender) ist in US-amerikanischem Besitz und mehr als ein Drittel aller SVoD- (38 %) und TVoD-Dienste (34 %) in Europa gehören zu einem US-Unternehmen.

Alle US-Akteure sind auf gesamteuropäischer Ebene tätig und bedienen zahlreiche europäische Märkte. The Walt Disney Company zum Beispiel ist mit ihrer Tätigkeit in 45 europäischen Fernsehmärkten praktisch omnipräsent.

Bei der Niederlassung verfolgen die paneuropäischen Akteure unterschiedliche Strategien. Netflix zum Beispiel nutzt eine zentrale Strategie mit einem einzigen Sitzland, von dem aus die europäischen Märkte gezielt angesprochen werden. Die BBC verfolgt eine Strategie zentraler Knotenpunkte, bei der in der Regel eine kleine Anzahl von Ländern als Basis dazu dient, verschiedene nationale Märkte anzusprechen. AT&T hingegen setzt auf eine dezentrale Strategie, bei der eine größere Anzahl von Niederlassungen die europäischen Märkte bedient.

Den gesamten Bericht können Sie kostenlos und ohne Anmeldung hier einsehen.

 

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