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VoD Plattform Germany's Gold gestoppt

VoD Plattform Germany's Gold gestoppt

Das Vorhaben einer gemeinsamen VoD-Plattform „Germany’s Gold“ von ZDF und ARD ist gestoppt. Die Sender und ihre Partner werden das Projekt nicht weiter verfolgen. Der wirtschaftliche Erfolg sei nach den Vorgaben des Kartellamtes nicht gesichert, heißt es in einer Erklärung.

Über das Gemeinschaftsprojekt Germany's Gold sollte den Nutzern im Internet qualitativ hochwertige Bewegtbildinhalte aller beteiligten Partner angeboten werden. Die seit November 2011 laufende Kartellamtsprüfung habe ergeben, dass sich das Vorhaben in der ursprünglich geplanten Form nicht umsetzen lässt. Alternative Modelle, die den vom Bundeskartellamt geforderten Rahmenbedingungen genügen, haben hingegen keine positive wirtschaftliche Prognose.

„Wir bedauern sehr, dass wir dieses Projekt nicht umsetzen können“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Partner: „In Zeiten veränderter Mediennutzung, Zuschauerbedürfnisse und Angebotsfragmentierung wäre ein Portal wichtig gewesen, das den Nutzern Gedächtnis des deutschen Films und Fernsehens hätte sein können und diesen hochwertige Inhalte aus allen Genres auch jenseits der klassischen TV-Ausstrahlung jederzeit zugänglich gemacht hätte."

Das Bundeskartellamt hatte zuvor die ARD/ZDF Online-Plattform „Germany’s Gold“ kritisch beurteilt und hatte den Sendern wie allen beteiligten Unternehmen zuvor seine wettbewerblichen Bedenken mitgeteilt.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes (Foto), erklärte dazu: „ARD und ZDF treten als Unternehmer und Wettbewerber auf dem Markt für Video-On-Demand auf und müssen ihre Produkte deshalb auch wie andere Unternehmen unabhängig voneinander vermarkten. Nach den bisherigen Vorstellungen der Sendeanstalten würde die gemeinsame Online-Plattform es aber mit sich bringen, dass insbesondere die Preise und die Auswahl der Videos miteinander koordiniert würden.“ Für Mundt liegen die kartellrechtlichen Probleme auf der Hand. Darüber hinaus seien Mediathek und die Produktion der Inhalte gebührenfinanziert und verursachten bereits deshalb eine erhebliche Wettbewerbsverfälschung auf dem Markt für Video-On-Demand. „Noch weitergehende Wettbewerbsbeschränkungen durch kommerzielle Töchter der Rundfunkanstalten können nicht hingenommen werden“, so Mundt: „Die generelle Frage nach der Rechtfertigung eines Entgeltes für die Nutzung von Inhalten, die über Gebühren bereits finanziert wurden, ist keine kartellrechtliche Frage.“

Die Partner des Projektes Germany’s Gold sind: Autentic GmbH, Bavaria Fernsehproduktion GmbH, Beta Film GmbH, Brainpool Artist & Content Services GmbH, MME Moviement AG, ndf neue deutsche Filmgesellschaft mbH, Opal Filmproduktion GmbH, SCHMIDTz KATZE FILMKOLLEKTIV GmbH, Studio Hamburg FilmProduktion GmbH, SWR Media Services GmbH, Telepool GmbH, TV60Filmproduktion GmbH, TV plus GmbH, WDR mediagroup, ZDF Enterprises, Ziegler Film GmbH & Co. KG, Zieglerfilm Köln GmbH. (9/13)

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