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Vodafone will Kabel Deutschland

Vodafone will Kabel Deutschland

Die Kabel Deutschland Holding AG hat ein vorläufiges Übernahmeangebot durch die Vodafone Group bestätigt. Kommt es zur Übernahme, dann würden die Briten nicht nur im deutschen Mobilfunk- sondern auch im Festnetz-Geschäft eine gewichtige Rolle spielen und ihr IPTV-Engagement hierzulande ausbauen können.

Kabel Deutschland versorgt 8,5 Millionen Kunden mit Telefon, Fernsehen und Internet. Wie es in der Presseerklärung heißt, besteht „zum jetzigen Zeitpunkt weder Gewissheit darüber, ob ein Angebot tatsächlich abgegeben wird noch was die Bedingungen eines solchen Angebots sein könnten“.

Schon seit Beginn des Jahres wird über die Übernahmeabsichten des britischen Telekommunikations-Unternehmens spekuliert. Wie Spiegel Online berichtet, sei es bezüglich des informellen Angebots der Briten noch nicht zu Verhandlungen gekommen, da Kabel Deutschland der angedachte Kaufpreis zu niedrig erscheine.

Zum 1. November 2012 beschäftigte Kabel Deutschland rund 3.500 Mitarbeiter. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2011/2012 einen Umsatz von rund 1.700 Mio. Euro, das bereinigte EBITDA lag bei rund 795 Mio. Euro.

Ronald Klingebiel, Assistent Professor und Experte der Warwick Business School im Bereich Strategische Entscheidungsfindung bei Telekommunikationsunternehmen, meinte im Gespräch mit MEDIEN BULLETIN: „Für Vodafone macht der Einstieg bei der KDG durchaus Sinn! Zum einen für die Ausweitung des Produktangebots. IPTV-Dienste werden ja bereits in Deutschland angeboten. Allerdings macht es auch für Mobilfunkanbieter Sinn über eine eigene leistungsstarke Festnetzanbindung zu verfügen, um die stark anwachsenden Datenmengen besser verteilen zu können. Das gilt übrigens nicht nur für Deutschland, wo zwar bereits seit der Arcor-Integrierung ein Netz besteht, das aber nicht genug Kapazität besitzt.“

Eine Analyse zur möglichen Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone findet sich in der Juli-Ausgabe von MEDIEN BULLETIN. (6/13)

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