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Einstieg auf Chinas Mobil-TV-Markt

Einstieg auf Chinas Mobil-TV-Markt

Im September 2007 wurde Nagravision von der China Mobile Satellite Broadcast Limited (CSM) als Conditional Access Anbieter für den landesweiten mobilen Fernsehdienst ausgewählt worden. CSM ist ein Unternehmen des Administrative Bureau von Chinas State Administration of Radio, Film and TV (SARFT). Der Dienst wurde zu den Olympischen Spielen in Peking 2008 als Pilotversuch in 37 chinesischen Städten gestartet. Der Regelbetrieb ist für kommendes Jahr geplant. Die Zahl der Abonnenten dürfte in den kommenden Jahren aufgrund der besseren Abdeckung stark zunehmen. Während der Olympischen Spiele 2008 in Peking wurden die großen Provinzhauptstädte und sechs olympische Austragungsstätten abgedeckt. Die mobilen Fernsehdienste können auf einer Reihe von Geräten wie Mobiltelefonen, tragbaren Media-Playern und Computern empfangen werden.
Der mobile TV-Dienst in China basiert auf STiMi (Satellite Terrestrial Interactive Multi-Service Infrastructure), dem chinesischen Standard für mobiles Fernsehen und Multimedia, welcher von der China Multimedia Mobile Broadcasting (CMMB), einem Departement der SARFT, festgelegt wurde.
Das Projekt hat eine hybride Infrastruktur. Die landesweite Verbreitung geschieht über Satellit und terrestrischem S-Band, die regionale über terrestrische UHF-Netzwerke. Der Satellit nutzt das KU-Band für den Up-Link und das S-Band für den Downlink.
In den ersten Monaten des Projekts hat Nagravision ein nationales Conditional Access System sowie 35 regionale Systeme einrichten. Diese Basisinstallation soll auf bis zu 338 Systeme im Jahr 2010 ausgebaut werden. Der Dienst wird nationale Kanäle umfassen, die in ganz China zu empfangen sind sowie regionale Kanäle auf Provinz- und Gemeindeebene. Die Systeme von Nagravision erlauben eine flexible Kommerzialisierung des Dienstes im ganzen Land. Sie machen Programmpakete, Roaming-Dienste, Datenübertragung und fortgeschrittene Geschäftsmodelle auf nationaler und regionaler Ebene möglich.
„Unser Projekt ist zurzeit das weltweit ehrgeizigste Vorhaben für mobiles Fernsehen, das je unternommen wurde“, sagte Sun Zhaohui, stellvertretende Generaldirektorin und Leiterin des CSM Departements von SARFT. Industrieanalysten rechneten mit einem Potenzial von 50 Millionen Abonnenten in China bis 2012. Alle Voraussetzungen dafür seien gegeben. „Wir haben Nagravision als unseren Partner für das Conditional Access System gewählt aufgrund der Führungsposition der Firma in der Conditional Access Industrie, der bewährten Skalierbarkeit und Stabilität ihrer Systeme und ihrer Fähigkeit zur Bereitstellung und zum Betrieb komplexer Systeme“, erklärte Sun Zhaohui.
Nagravision war aktiv bei der Entwicklung des chinesischen Mobil-TV-Standards STiMi beteiligt, hat eine voll kompatible Lösung entwickelt und sich bei ihrer Implementierung in eine breite Palette von mobilen Handgeräten, Pocket-TVs und PC- Dongles engagiert. Viele Geräte wurden sowohl von chinesischen als auch von internationalen Firmen mit Blick auf den kommerziellen Einsatz verschlüsselter TV-Dienste bei den Olympischen Spielen in Peking hergestellt.
„Dieses Projekt wird das weltweite mobile Fernsehen definitiv prägen, da das System erstmals auf breiter Basis erschwinglich wird. Es wird die Einsatzmöglichkeiten der Unterhaltungselektronik von bisherigen Fesseln befreien, indem die Geräte so nachhaltig und ökologisch hergestellt werden, wie dies in einigen andern Teilen der Welt noch nicht möglich ist. Wir wollen dies ausnutzen und unsere STiMi-Lösung sowie unsere ökologischen Geräte weltweit bekannt machen und verkaufen. Mit diesem Erfolg unterstreicht Nagravision seine unangefochtene Position als Marktführerin bei der Sicherung mobiler TV-Dienste,“ sagte , Senior Vice-President Mobile Business von Nagravision. CSM und Nagravision planten die Gründung eines Joint Ventures für den Betrieb von Conditional Access Systemen und verwandten Aktivitäten in China.
André Kudelski indes ist es egal, wo neue Verträge herkommen, ob aus dem Mobile-TV-, IPTV-, Kabel-TV-, Satelliten-TV- oder Antennen-TV-Bereich. Vor zehn Jahren hat seine Firma gerade einmal 3,5 Millionen Smartcards verkauft. Heute sind es über 22 Millionen im Jahr. Und das Geschäft mit dem digitalen Fernsehen und der Verschlüsselung der Programme steht in den meisten Ländern noch am Anfang und bietet für Kudelski noch reichlich Potenzial. Um die innovativsten Lösungen zur Unterstützung neuer und zukünftiger Dienste anzubieten zu können, will Kudelski weiter stark in Forschung und Entwicklung investieren. „Allein in den letzten vier Jahren haben wir 700 Millionen Schweizer Franken für R&D ausgegeben“, betonte er.
Eckhard Eckstein (12/08)

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