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GfK-Panel sieht Kabel weiter vor Satellit

GfK-Panel sieht Kabel weiter vor Satellit

Das Kabelfernsehen bleibt mit 18 Millionen angeschlossenen Haushalten weiterhin Deutschlands wichtigster TV-Empfangsweg. Das sagen zumindestens neueste GfK-Zahlen im AGF-Fernsehpanel. TNS Infratest hingegen sieht im "TV Monitor 2011" auf Grund einer anderem Mess-Methodik erstmals das Satellitenfernsehen vorn.

Die Erhebungen des Marktforschers GfK weisen im AGF-Fernsehpanel zum 1. Januar 2012 einen Anteil des Kabels bei den Empfangswegen in Höhe von 48,6 % aus. Auf Platz 2 folgt mit 47,4 % der Satellitendirektempfang (http://www.agf.de/fsforschung/methoden/empfangsebenen). Damit bleibt auch zu Beginn des laufenden Jahres die Rangfolge bestehen, die der Digitalisierungsbericht 2011 der Medienanstalten aufgezeigt hat, betont die Kabel-Interessensgemeinschaft ANGA in einer Mitteilung. Sie reagiert damit auf die neuesten Erhebungen im "TV Monitor 2011", den das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag von ASTRA durchgeführt hat. Hier kommt man zu dem Ergebnis, dass sich Ende 2011 17,5 Millionen TV-Haushalte über Satellit, knapp 900.000 mehr als im Jahr davor, versorgt haben. Der Verbreitungsweg Kabel habe im selben Zeitraum einen Rückgang um rund 900.000 Haushalte verzeichnet und verfüge nur noch über eine Reichweite von 17,3 Millionen Haushalten.

ANGA-Präsident Thomas Braun (Foto): „Trotz des stetig wachsenden Wettbewerbs haben unsere Mitgliedsunternehmen ihre Führungsrolle bei der TV-Versorgung mit mehr als 18 Millionen Fernsehhaushalten auch im vergangenen Jahr behauptet. Bei der für die interaktive Fernsehzukunft besonders wichtigen Verbindung aus TV-Angeboten und Breitbandinternet über einen einheitlichen Anschluss ist der Abstand zu DSL-TV und zum Satellitendirektempfang in 2011 weiter gewachsen. Mit mehr als 3,5 Millionen Haushalten, die sowohl TV- als auch Internetkunden sind, führen die Kabelunternehmen in dieser Königsdisziplin der interaktiven Medienwelt völlig unangefochten. Wer dagegen allein auf Fernsehen setzt, fährt unseres Erachtens auf einer Einbahnstraße, die irgendwann in der Sackgasse enden wird.“

Im Vergleich der Empfangswege sei zudem zu beachten, dass der Satellitendirektempfang und der terrestrische Antennenempfang nur vordergründig für die Bürger gratis erscheinen. "In Wirklichkeit geben allein ARD und ZDF pro Jahr mehr als 60 Millionen Euro für die Satellitenausstrahlung und mehr als 240 Millionen Euro für die terrestrische Verbreitung ihrer Fernseh- und Hörfunkprogramme aus", erklärte Braun mit Bezug auf den 18. Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten.

Dies führe zu einer Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Kabelnetzbetreiber, die entweder deutlich weniger oder sogar gar keine Zahlungen für den Programmtransport erhhielten. Umgekehrt würden ARD und ZDF aus den Endkundenumsätzen der Kabelnetzbetreiber erhebliche urheber- und leistungsschutzrechtliche Vergütungen zufließen. ANGA-Präsident Braun: „Die Programmveranstalter sollten den verschwenderischen Einsatz von Rundfunkgebühren konsequent eindämmen und sich stattdessen fair und angemessen an den Infrastrukturkosten aller konkurrierenden Netzbetreiber beteiligen.“ (2/12)

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