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Internetfernsehen setzt Pay-TV unter Druck

In den USA verlieren Pay-TV-Anbieter Millionen an Kunden, während die User-Zahlen von Streaming-Diensten in die Höhe schnellen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Marketingbranche: Werbetreibende wechseln vom TV zu Online-Plattformen. Dies zeigt eine Studie der Convergence Consulting Group. Im deutschsprachigen Raum sieht die Situation allerdings etwas anders aus.

"Pay-TV ist im deutschsprachigen Markt massiv unterrepräsentiert, das kann man mit dem übersättigten amerikanischen nicht vergleichen. In Deutschland und Österreich hat der Markt noch großes Entwicklungspotenzial", sagt Jörg Allgäuer, Kommunikationsexperte von Sky http://sky.de , im Interview mit pressetext. Die Umstürze der US-Pay-TV-Branche könne man deshalb nicht eins zu eins auf den deutschsprachigen Raum übertragen. "Hier sehe ich keinen solchen Trend, die Pay-TV-Branche hat massive Zuwächse", so Allgäuer.

Die Studie "Der Kampf um den amerikanischen Couch-Potato" zeigt auf, dass Pay-TV-Kunden in den USA, wo bezahltes Fernsehen eine weitaus größere Rolle als in Europa spielt, immer öfters ihre Verträge auslaufen lassen. Die Convergence Consulting Group errechnet für die Jahre 2008 bis 2011 ein Abonnenten-Minus von 2,65 Mio., mehr als 40 Prozent der Kunden haben ihren Pay-TV-Vertrag nicht verlängert. 2011 wurden um 160.000 weniger Neuanmeldungen verzeichnet als im Jahr davor.

Streaming-Anbieter wie Netflix http://netflix.com - im deutschsprachigen Raum ist der Dienst noch nicht verfügbar - wo Serien und Filme meist preiswert und jederzeit verfügbar sind, freuen sich hingegen über enormen Zulauf. Im vergangenen Jahr haben 18 Prozent der Fernsehkonsumenten ein oder zwei Mal pro Woche Serien von Online-Anbietern abgerufen. Der Trend ist laut der Studie stark steigend.
Auch US-Werbetreibende orientieren sich um. Das Marktforschungsunternehmen berichtet, dass Online-Werbeeinnahmen 2011 bereits auf 1,9 Mrd. Dollar gestiegen sind. Die Pay-TV-Sender sind durch diese Entwicklung gezwungen, ihre eigenen Online-Angebote weiter auszubauen, um ihre Abonnenten und damit auch die Werbe-Einnahmen nicht an die reinen Online-Anbieter zu verlieren.
Einzelheiten zur Studie unter http://www.convergenceonline.com/downloads/NewContent2012.pdf (4/12)

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