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Start in die TV-Zukunft

Start in die TV-Zukunft

Die Eutelsat visAvision GmbH hat auf der ANGA COM 2013 in Köln für die von ihr betriebene Satelliten-Plattform KabelKiosk neue Multiscreen- und Hybrid-TV-Lösungen vorgestellt. Die Netzbetreiber als KabelKiosk-Kunden können damit den von ihnen versorgten TV-Haushalten mehr Nutzungsmöglichkeiten im Bereich „Next Generation TV“ mit OTT-, On-Demand-, Timeshift-, Catch-Up- oder HbbTV-Services bieten. Realisiert wird der neue KabelKiosk mit Unterstützung zahlreicher Technologie-Partner. Eine zentrale Rolle spielt dabei Harmonic.

Die erweiterte Plattform verzahnt laut Eutelsat visAvision auf besonders effiziente Weise Satellitenempfang mit IP. Netzbetreiber können damit nicht nur ihren Kabel-, sondern auch ihren IP-Kunden innovative TV-Produkte mit linearem und non-linearem TV aus einer Hand anbieten. Wesentlich hierfür sei eine neu entwickelte Multiscreen-Lösung, die dem Nutzer äußerst komfortabel eine im deutschen Markt bisher einmalige integrierte Vielseitigkeit der Anwendungen auf einer beliebigen Zahl unterschiedlichster Endgeräte von der Set-Top-Box bis hin zu Smartphones, Tablet und PC an die Hand gibt. „Damit setzt Eutelsat nach zehn Jahren konsequenter Entwicklung des KabelKiosk weitere bahnbrechende Maßstäbe in der Versorgung von Kabel- und Breitbandnetzen mit schlüsselfertigen TV-Vorleistungsprodukten. Durch die erweiterte hybride DVB & IP Plattform und unsere neue Multiscreen-Lösung bauen wir die Reichweite der digitalen Angebote des KabelKiosk in Richtung der neuen Kundenbedürfnisse massiv aus. Unsere Netzpartner erhalten damit ein einmaliges TV-Produkt, um sich gegenüber Geschäfts- und Endkunden als der ideale Partner und Anbieter modernster TV- und innovativster Multimedia-Dienste im Markt zu präsentieren“, sagte Eutelsat visAvision Geschäftsführerin Martina Rutenbeck bei der Vorstellung in Köln. „Damit erlangen Partner und Kunden zugleich eine völlig neue Souveränität beim Konsum von TV-Diensten und Multimediaapplikationen auf allen erdenklichen Endgeräten.“

Technisch unterstützt die hybride Plattform eine breite Palette von Applikationen einschließlich Live-TV, On-Demand-Dienste, unterschiedlichste HbbTV-Anwendungen der TV-Senderpartner mit ihren Mediatheken, Anwendungen und Start-over-TV in ausgezeichneter Bildqualität auf Set-Top-Boxen und Multiscreen-Endgeräten. Die modular aufgebaute Multiscreen-Lösung eignet sich für DVB-, IP- und OTT-Dienste. Die intuitiv nutzbaren Multiscreen-Features entsprechen dem sich ändernden Nutzungsverhalten der Kunden. Diese können damit zugleich TV und TV-nahe Inhalte auf neuen Endgeräten sehen. Die Lösung hat einen modernen bidirektionalen EPG für zukünftige und zurückliegende Sendungen. Die Steuerung erfolgt je nach Nutzung sowohl über mobile Endgeräte als Second Screen oder der klassischen Fernbedienung. Zu den Highlights der Plattform gehört laut Eutelsat visAvision, dass ausgewählte oder laufende Inhalte durch Wischen über den Touchscreen des mobilen Endgerätes zwischen dem großen TV-Bildschirm über den Second Screen hin und her bewegt werden können. Diese intuitive Benutzeroberfläche präsentiert sich dabei auf Wunsch im durchgehenden Erscheinungsbild des Netzbetreibers für seine Endkundenkommunikation.

Zu den weiteren interessanten neuen Applikationen gehört die zeitversetzte TV-Wiedergabe mit Pause-Funktionen auf verschiedenen Endgeräten innerhalb des Heimnetzes zuhause. Dabei kann der Nutzer seinen TV-Konsum zum Beispiel auf dem Fernsehgerät unterbrechen und auf einem anderen mobilen Endgerät an der gleichen Stelle zuhause fortsetzen. Über den EPG lassen sich Aufnahmen programmieren. Verpasste lineare TV-Sendungen können aus dem Rückwärts-EPG durch eine Catch-Up Funktion bis zu sieben Tagen nach der Ausstrahlung erneut abgerufen werden. Zugleich hat der Nutzer Zugang zu zahlreichen Abrufangeboten, wie dem Video-on-Demand-Portal „choice“ des KabelKiosk und auf viele Catch-Up-Services. Durch persönliche Benutzerkonten im Haushalt werden Merklisten, Empfehlungen und Inhaltenutzung individuell und personalisierbar und lassen endgeräteübergreifend via Set-top-Box, Tablets, Smartphones und PCs nutzen. Auch an die Social Media Kommunikation ist gedacht. So ermöglicht die Multiscreen-Lösung die direkte Anbindung zu Social Media Tools. Die auf der ANGA COM vorgestellten Showcases für die neue Multiscreen-Lösung sollen bis Ende des Jahres im Markt für alle Netzbetreiber verfügbar sein. An der Entwicklung der erweiterten KabelKiosk-Plattform waren zahlreiche Partnerunternehmen beteiligt. Dazu gehörten insbesondere ABOX42, Broadpeak, Harmonic, TVinci, Marlin, Playready, PPS (Presse-Programm-Service), Netgem und Rovi. ABOX42 ist bei dem Projekt mit der IP-Set-Top-Box M12 beteiligt. „Die Multiscreen-Lösung des KabelKiosk ist mit Sicherheit eine der innovativsten Plattformen für den Deutschen Kabel- und IP-Markt,“ sagte Matthias Greve, Geschäftsführer ABOX42 GmbH. „Wir freuen uns, dass der Eutelsat KabelKiosk unsere Smart Set-top-Box für die Entwicklung einsetzt.“ Marlin und Playready liefern das DRM-System, TVinci seine OTT-Plattform, Rovi das Video-on-Demand-System und PPS die Daten für den elektronischen Programmführer (EPG). Harmonic steuert eine integrierte Headend-Lösung bei. Dazu zählt der integrierte Receiver-Decoder (IRD) ProView 7100 mit dem der KabelKiosk bis zu vier Satelliten-Signale pro Rack Unit empfangen kann, sowie Harmonics ProStream 9100 mit ACE High-Density Stream Processor und Transcoder. Damit können in einer einzigen Rack Unit bis zu 50 HD- und 100 SD-Kanäle ebenso wie zehn HD- oder 20 SD-OTT-Services für IPTV und adaptives Bitraten-Streaming zur Auslieferung der Signale an Smartphones, PCs, STBs und andere Endgeräte encodiert werden. ProStream 9100 unterstützt auch zahlreiche weitere Applikationen wie zeitversetztes Fernsehen, VoD und Bild-im-Bild.

Im Bereich der Inhaltespeicherung setzt der KabelKiosk auf eine Kombination aus Harmonics ProMedia Origin HTTP Streaming Video Server und Harmonics MediaGrid Shared Storage System. Im Zusammenspiel beschleunigen die beiden Systeme die filebasierten Wortkflows indem sie unter anderem auch die I/O-Latenzen reduzieren. ProMedia Origin arbeitet bei der Ausspielung von Live- und zeitversetzten Programmen an unterschiedliche Empfangsgeräte mit Standard-Industrie-Protokollen wie Apples HLS (HTTP Live Streaming) und Microsofts Smooth Streaming und unterstützt die beliebige Skalierbarkeit von Speicherkapazitäten, Bandbreiten und Streaming-Kapazitäten. „Dadurch kann der Eutelsat KabelKiosk seine IP- und Multiscreen-Services nahtlos erweitern“, betonte David Whitehead, Direktor Pre-Sales und Solutions Architecture von Harmonic UK auf der ANGA COM.

Mit Harmonics NMX Digital Service Manager werden beim KabelKiosk die Systeme ProView 7100, ProStream 9100 mit ACE und ProMedia Origin gesteuert. Die übergreifende Nutzeroberfläche von NMX erlaubt dem Eutelsat KabelKiosk sehr einfach Netzwerk-Topologien und Kanal-Belegungen zur kreieren und zu modifizieren sowie die gewünschten Transkodierparameter festzulegen. Auch NMX bietet hochgradige Skalierbarkeit und erweiterbare Architektur und lässt sich so an den Stand der jeweiligen Technikumgebung anpassen. Auch das vereinfache es dem Eutelsat KabelKiosk in Zukunft neue Zusatzservices einzuführen, meinte Whitehead.

Und Michael Solomon, Harmonics Vertriebsmanager für Deutschland und Schweiz erklärte: „Unsere Headend-Lösungen bieten eine integrierte Funktionalität und die Flexibilität zur nahtlosen Migration und Erweiterung der Systeme für alle Zukunftsanforderungen. Diese Möglichkeiten in Kombination mit der Unterstützung durch unser engagiertes Support-Team werden für den Eutelsat KabelKiosk von zentraler Bedeutung sein, wenn es darum geht, neue Pay-TV-Services zu starten und weitere Einnahmequellen zu erschließen.“

Whitehead sieht im Einsatz von Multiscreen-Services einen wesentlichen Vorteil für Broadcaster und Plattformbetreiber darin, dass sie damit sehr einfach den Altersschnitt ihrer Zuschauer und Nutzer senken können. „Gerade die jungen Leute konsumieren schließlich heute verstärkt Inhalte auf mobilen Endgeräten. Dieser Entwicklung kann sich kein Sender mehr verschließen, wenn er wirtschaftlich erfolgreich sein will“, meinte er.

Eckhard Eckstein
(MB 07/08_13)

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