Cookie Consent by TermsFeed
      event-news
      mebucom
                
Blick in die Broadcast-Zukunft
News: Events

Blick in die Broadcast-Zukunft

Vom 11. bis 16. September geht in Amsterdam mit der die IBC 2014 Europas größte Kongressmesse für die Broadcast-Branche über die Bühne. Erwartet werden wieder mehr als 50.000 Besucherinnen und Besucher aus 160 Ländern. Sie können sich bei der IBC unter anderem über die neuesten Trends beim digitalen Workflow sowie über die Konvergenz von Internet, Mobile Media und TV informieren. Highlight-Themen sind in diesem Jahr wieder Cloud- und Mobile Mediaen. Im Kongressteil wird mehr denn je darüber diskutiert, welchen Nutzen man aus innovativen Technologien und workflows für neue Businessmodelle ziehen kann.

Die IBC-Konferenz 2014 (11. bis 15. September) bildet in diesem Jahr den Auftakt zur internationalen Veranstaltungsreihe „IBC Content Everywhere“, die neben Amsterdam auch in Dubai und Sao Paulo stattfindet. Experten diskutieren hier über die mit der digitalen Medientechnik verbundenen Marktveränderungen. Das Motto des Kongresses lautet: „Innovation Story of Our Industry“. Das Themenspektrum reicht von Ultra HD Kameras bis zu Audio- und Video-over-IP. Neue Themenschwerpunkte sind „GY-HM650“ (Halle 9) und „IBC Content Everywhere – Cloud Solutions“ (Halle 3). In der Cloud Solutions-Halle werden Fallbeispiele zum Einsatz von Cloud basierten Technologien unter anderem von den Firmen Piksel, Dimetis, Civolution, JVC, Avid, Microsoft, Imagine Communications, Adobe und Huawei vorgestellt. Und in der GY-HM650 -Halle präsentieren unter anderem Telestream, Microsoft, VSN, Cinegy, Quantel, Atomos und Imagine Communications. Ein Blick auf das Programm lohnt.

Insgesamt erwarten die Besucherinnen und Besucher Veranstaltungen mit mehr als 300 Experten, Künstlern und Technologie-Entwicklern. Jeder Konferenztag befasst sich mit einem eigenen Schwerpunktthema. Am 11. September beleuchtet man die Konversion von IP- und Broadcast-Technologien, am 12. September die besonderen Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich durch den Einsatz neuer Technologien zum Beispiel bei Ultra HD und IPTV ergeben. Am 13. September geht es um den Einfluß neuer Player im Broadcast-Geschäft, um die sich verändernde Rolle von Inhalte-Produzenten, -Aggregatoren und -Distributoren sowie um neue Geschäftsmodelle, die sich zum Beispiel durch Cloud- und Big Data-Lösungen (siehe auch Kommentar auf S. 80) ergeben. Am 14. September stehen die sich verändernden Geschäftsbeziehungen zwischen allen Markt-Playern wie Rundfunksendern und Plattformbetreibern sowie neue Finanzierungsmodelle im Vordergrund und am 15. September, dem letzten Kongresstag, sollen alle Themen der vorhergegangenen Tage noch einmal in einem gemeinsamen Kontext diskutiert werden. Hierbei geht es allgemein um das Zusammenspiel von den sich ändernden Mediennutzerverhalten, neuen Geschäftsmodellen für die Medienwirtschaft und innovativen, effizienteren Workflows und Lösungen zur Inhalte-Produktion und -Distribution. Auch die geplante Bündelung von Murdochs Pay-TV-Aktivitäten in Europa unter dem Dach von BSkyB wird auf der IBC für Diskussionsstoff sorgen. Welche Relevanz sie für den Umbau der europäischen TV-Landschaft hat wollen unter anderem Balan Nair, Executive Vice President und Chief Technology Officer, Liberty Global, auf dem IBC Leaders’ Summit ansprechen und auf dem IBC Kongress Colin McQuade, CIO von BSkyB sowie David Abraham, CEO Channel 4.

In der Session „Assessing the health of broadcast TV“ am 11. September (9.00 bis 10.30 Uhr) werden einige Top-Experten ihre Visionen zur TV-Zukunft präsentieren. Keynotes sind von David Abraham, CEO von Channel 4, Bruce Tuchman, Präsident von Sundance Global und MGM Channel Global, von Charlie Vogt, CEO von Imagine Communications und Gates Air, angekündigt. Abraham wird sich vor allem mit den Kernfragen der Broadcasting-Industrie beschäftigen: Welche Bedeutung haben klassische Medien in der IP-Ära? Welche Technologien eröffnen neue Chancen, welche stellen die Veranstalter vor Herausforderungen? Interessant dürfte sicherlich auch die Keynote von Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, zur digitalen Agenda der Europäischen Union (EU) sein (Freitag, 12. September, 18.00 Uhr). Sie wird hier auch Stellung zur Wettbewerbssituation von Telekom- und Rundfunkunternehmen nehmen sowie Nutzung des UHF-Bandbreitenbereichs 470-790 MHz. Broadcaster haben ein besonderes Interesse daran, dieses Spektrum als öffentliches Gut für die effiziente Übertragung von terrestrischem Rundfunk zu nutzen. Die Telkos wiederum wollen das Spektrum für kommerzielle mobile Breitbandnetzwerke zur Verfügung gestellt bekommen.

Zur IBC 2014 wird die Spektrum-Debatte am Freitag, den 12. September, auch in andere Panels mit führenden Industrievertretern geführt.

Kroes ist seit 2010 verantwortlich für die „Digital Agenda for Europe“ (DAE). In diesem Rahmen hat sie in den vergangenen Jahren versucht, die Wettbewerbssituation innerhalb der Kommunikations- und Informationsbranche zu verbessern und Innovationen voran zu treiben. Schnelles Internet für alle und Abbau nationaler Schranken wie Roaming-Gebühren gehören dabei zu ihren Hauptzielen. Mit mobilen Netzwerken auf Basis von 5G will die EU-Kommission den Herausforderungen durch wachsenden Bandbreitenbedarf für die mobile Übertragung von Daten und Medieninhalten gerecht werden. Kroes will in ihrer IBC-Keynote auch auf ihre Sichtweise der Konvergenz von Rundfunk und Breitband deutlich machen und die damit verbundenen politischen Implikationen. Die Kommission will am 1. September Empfehlungsanweisungen zur Nutzung des UHF-Spektrums 470 – 790 MHz geben. Grundlage sind High-Level-Gespräche zwischen Vertretern europäischer Rundfunksender, Industrieverbände sowie Mobile- und Rundfunk-Netzwerkbetreiber. Am 11. September startet man in Amsterdam auch wieder den exklusiven Leader´s Summit zu dem 150 wichtige Spitzenmanager und Visionäre eingeladen werden. In einer eintägigen Top-Level-Diskussion sollen alle Themen angesprochen werden, die sich im gesamten Kongressprogramm der IBC befinden. Deloitte will die Diskussion mit aktuellen Untersuchungsergebnissen befeuern. Als Redner stehen hier unter anderem EB_Generaldirektorin Ingrid Deltenre, FIFA TV-Direktor Niclas Ericson, Verizon-Vizepräsident Erik Huggers, Aspera-CEO und -Gründer Michelle Munson und Endemol-CEO Just Spee auf dem Programm.

IBC Awards Ceremony

Als weiteres Highlight der IBC 2014 steht erneut die IBC Awards Ceremony am Sonntagabend, 14. September, um 18.30 Uhr im Auditorium des RAI in Amsterdam auf dem Programm. Sky Deutschland hat hier gute Aussichten, eine Auszeichnung zu ergattern: Die App Snap des deutschen Pay TV, eine Online-Filmbibliothek, ist in der Kategorie Content Delivery des namhaften Wettbewerbs nominiert. Bei der Entwicklung von Snap arbeitete Sky Deutschland mit einem großen technischen Team, darunter Accedo, Atos, Capgemini, Coeno, Contone, CreateCtrl, Deloitte, Fincons, HP, ID Media, Namestorm, NTT Data, SHS Viveon, Sky Italia, TDS, Wirecard und Weeks.

Traditionell werden die IBC Innovation Awards in den drei Kategorien Content Creation, Content Management und Content Delivery verliehen. Während der Preisverleihung wird auch der renommierte IBC International Honour for Excellence vergeben. Weitere Preise gibt es für Best Conference Paper und Exhibition Stand Design (weitere Infos unter: www.ibc.org/awards).

„Die Anzahl der Einsendungen war so groß wie noch nie. Daher mussten die Preisrichter wirklich hart mich sich ringen, um die zehn besten Praxisbeispiele auszuwählen“, sagte Michael Lumley, Jury-Vorsitzender der IBC 2014 Innovation Awards. „Ich finde es zudem großartig, dass es in jeder Kategorie eine Überraschung gab, entweder in einem eher unbeachteten Bereich der Brodcasting-Industrie oder aus einem faszinierenden Teil der Welt.“ Geplant sind neben der IBC Awards Ceremony eine ganze Reihe weiterer Top-Veranstaltungen. Dazu gehört vor allem auch wieder das „IBC Big Screen Experience“. Das IBC-Kino bietet dafür 1.700 Sitzplätze sowie hochmoderne Audio- und Projektionstechnik. Lohnend ist auch ein Besuch in der Future Zone. Hier  werden Innovationen direkt aus den Entwicklungslaboren gezeigt. Zudem werden auf der IBC einige kostenlose Praxisworkshops mit einer breiten Themenpalette von Ultra-HD-Kameras bis Audio- und Video-over-IP angeboten.

Ausstellung und Neuheiten

Nach Angaben der IBC-Veranstalter werden auf der IBC Exhibition 2014 in Amsterdam (12. bis 16. September) mehr als 1.500 Aussteller in 14 RAI-Hallen vertreten sein. Hier wird es auch besondere Feature Areas mit Themenschwerpunkten geben. Die neuen Outdoor-Möglichkeiten, Uplink Systeme und mobile Video-Streaming-Zentralen werden im Rahmen der IBC 2014 Outside Exhibit vorgestellt.

Zur IBC Exhibition werden zahlreiche Neuheiten vorgestellt. Entsprechende Ankündigungen gibt es bereits von einigen Unternehmen. So will zum Beispiel Lawo in Halle 8 erstmals ein brandneues Audio-Mischpult vorstellen und damit sein Produktportfolio erweitern. Das Pult in ergonomischem Layout soll hohe Leistungsfähigkeit mit modernen Features und der bewährten Lawo-Technologie kombinieren, heißt es in einer Mitteilung. Weitere spannende Produkte am Lawo-Stand sind die erstmals auf der NAB 2014 vorgestellte crystal Radiokonsole, die erstmals bei der FIFA-Fußball-WM 2014 eingesetzte neue Commentary Unit (LCU) und V_link4, Lawos IP-basierte Stagebox–Lösung für Video, Audio, Intercom und Steuerung.

Ebenfalls eine neue Audio-Konsole hat das britische Unternehmen Calrec angekündigt (Stand 8.C58). Das Tonmischpult mit der Bezeichnung „Summa“ wurde für Broadcasting-Profis entwickelt, die nicht den vollen Funktionsumfang der Calrec-Modelle Apollo oder Artemis nutzen müssen. Sie wurde konzipiert, um die intuitive Bedienung bei Live-Übertragungen zu gewährleisten und komplexe Workflows zu vereinfachen. Die grafische Benutzeroberfläche eignet sich für eine breite Auswahl an Anwendungen. Die neue Audio-Konsole wird mit Hilfe eines 17-Inch-Monitors mit Multitouch wie ein Tablet gesteuert. Die weiteren Kontrollbildschirme des Modells Summa zeigen Output, Bus oder Loudness an. Für jeden Fader werden genau Daten zum Metering, Routing und Processing angezeigt.

4k VariCam in Action

Panasonic will zur IBC 2014 mit der Varicam HS und der Varicam 35 erstmals auch in Europa die neue VariCam-Kamera-Generation einsatzbereit vorstellen (Stand 9.C45). Die neuen Systeme sollen ab Herbst 2014 verfügbar sein. Die VariCam HS wurde von Panasonic nach eigenen Angaben zum Einsatz für anspruchsvolle Dokumentationen, Sportveranstaltungen oder SFX Slow-Motion-Anwendungen entwickelt. Sie unterstützt die AVC-ULTRA Codec-Familie und High-Speed-Aufnahmen in 1080p. Dank des modularen Designs kann der 2/3-Typ Kamerakopf der VariCam HS an das AVC-ULTRA Aufnahmemodul angedockt werden. So erhält man laut Panasonic die volle Funktionalität und Ergonomie einer konventionellen Kamera. Die Flexibilität wird durch ein Versorgungskabel zwischen dem 2/3-Typ Kameramodul (AU-V23HS1) und dem Aufnahmemodul (AU-VREC1) weiter erhöht. Das Aufnahmemodul kann mit dem neuen s35mm 4k-Kameramodul von Panasonic (AU-V35C1) ausgetauscht werden. Anwender können also zwischen der Nutzung von 2/3-Typ und s35mm Kameraköpfen wählen, um die je nach Einsatzzweck beste Lösung auszuwählen. Die VariCam 35 verfügt über einen Super 35mm MOSA Bildsensor, erlaubt gleichzeitiges Aufzeichnen in verschiedenen Formaten einschließlich 4k, RAW, UHD, 2k und Proxy und bietet variable Bildraten bis zu 120 beziehungsweise bis zu 240 Bildern pro Sekunde in 1080p-Auflösung (mit AVC-Intra Class100). Außerdem gibt es Updates für Apple ProRes 4444 und ProRes HQ.

Produktpremieren für EMEA-Märkte

Erstmals auf der IBC präsentiert sich das neu strukturierte Unternehmen Grass Valley (Stand 1.D11). Die US-amerikanische Belden Inc. hat in den vergangenen zwei Jahren mehr als eine Milliarde US-Dollar in den Broadcast-Markt investiert. Vor allem der Kauf und im April 2014 die Fusion der beiden Firmen Miranda und Grass Valley schlug dabei zu Buche. „Unsere Kunden profitieren von der kombinierten Expertise von Miranda und Grass Valley, die auf gemeinsames Know-how, Erfahrungen und Marktkenntnisse bauen können wie kaum jemand in der Industrie", betont Grass Valley-Präsident Marco Lopez.

In Amsterdam wird es nun einige Produktpremieren für die EMEA-Märkte geben. Dazu zählt die Kombination der Kamera LDX XtremeSpeed (LDX XS) mit dem K2 Dyno Replay System, das jetzt den AnySpeed-Algorithmus für Playback bei jeder Geschwindigkeit von 0 bis 200 Prozent integriert hat. Möglich wird so auch 1X/3X/6X Ultra Slow-Motion Playout.

Eine weitere Neuheit sind die Input/Output Karten NVISION IP 8500 Gateway für die NVISION 8500 Hybrid-Router. Die Computerkarten konvertieren und paketieren in Echtzeit, unkomprimiert Basis-Videosignale passend zu einem IP-Stream und unterstützen das exakte Switching bei Live-Produktionen. Schließlich wird Grass Valley auch das GV STRATUS Playout-System zeigen, eine Software as a Service (SaaS) auf Basis der Cloud. Damit soll die Effizienz und Flexibilität von echtem Cloud-Computing mit der Leistung und Stabilität eines Playout-Servers auf einer Karte ermöglicht werden.

Playout in der Cloud

Auch die aus Harris Broadcast hervorgegangene Imagine Communications stellt erstmals seit der Neustrukturierung des Unternehmens seine End-to-End-Lösungen auf der IBC 2014 vor (Stand 7.G20). Im Zentrum der Präsentationen in Amsterdam stehen IP, Virtualisation, Medienbearbeitungssoftware und Video-Infrastrukturen. Wie bereits erwähnt will Imagine-CEO Charlie Vogt am 11. September in einer Keynote im Rahmen der „Assessing the Health of Broadcast TV“-Sessions die neue Struktur und die Pläne des Unternehmens vorstellen. Zudem geben einige neue Lösungen und Produkte ihr Debut. Unter anderem wird das Playout in der Cloud demonstriert.

Imagine Communications wird auch Lösungen für TV Every-where wie den SelenioNext Transcoder mit adaptiver Bitrate (ABR) vorstellen. Bearbeitung und Transport von Inhalten für Multiscreen-Plattformen sollen damit effizienter von statten gehen. Zu den weiteren Vorführungen zählen die Netzwerk-Architektur MultiService SDN (Software-Defined Networking), Workflows auf Software-Basis sowie Lösungen für Processing und Kompression. Neue Funktionen weist auch die Management-Plattform Landmarkbusiness für lineares TV, Mobile, Video on Demand und OTT. Auf der Basis der MediaCentral-Architektur können die Motive von Kampagnen verwaltet und sowohl bei nonlinearen Inhalten als auch beim Streaming dynamisch eingesetzt werden.

Innovative ENG-Lösungen

Mit neuen Lösungen im Gepäck reist Dejero zur IBC 2014 (Stand 11.C21). Der Hersteller von Lösungen für die mobile Videoübermittlung und Cloud-basiertes Management für Electronic Newsgathering (ENG) hat dazu seine Produktpalette rund um die Plattform Dejero LIVE+ erweitert.Unter anderem wird die neue Version 3.0 der LIVE+ Core Software vorgestellt, die zur mobilen Übermittlung von Signalen dient. Weitere Innovationen sind LIVE+ Booster, die Apple-Version der LIVE+ NewsBook Software und LIVE+ Carrier. Zu den neuen Funktionen der LIVE+ Core Software 3.0 gehören die Anzeige von Signalstärke und Trägermodus, die Erweiterung der Möglichkeiten für das Management und die Konfiguration der Live-Signale bei der Übertragung auf LIVE+ Server sowie verschiedene Tools, die den Import von bearbeiteten Video Feeds via Ethernet oder Wi-Fi ermöglichen. Erstmals wird auf der IBC 2014 der Antennenverstärker LIVE+ Booster für den Einsatz in Übertragungswagen gezeigt (Foto). Der leistungsstarke Verstärker kann dabei bis zu zwölf Antennen auf dem Dach eines Ü-Wagen bedienen, um eine gebündelte Signalübermittlung zu ermöglichen. Als Europa-Premiere präsentiert Dejero die Apple-Version der LIVE+ NewsBook Software, die es Nutzern erlaubt, HD-Video-Feeds, Rohmaterial oder bearbeitete Signale zu senden. Ebenfalls neu ist das robuste und modulare Tragesystem LIVE+ Carrier, das die Beweglichkeit und den Komfort von Nachrichtenteams erhöht: Mit der Lösung kann der LIVE+ 20/20 Transmitter leicht und sicher zum Drehort transportiert werden. Durch das vielseitige Aufstecksystem kann der Transmitter vom Leibgurt einfach in einen Übertragungswagen umgesteckt werden.

neue Kontrollsoftware

Axon ist 2014 zum 20. Mal auf der IBC vertreten und präsentiert zum Jubiläum die neue Software-Architektur Cerebrum, die Steuerung und Kontrolle in einer Lösung vereint (Stand 10.A21/B21). Cerebrum ist beim Produktionsunternehmen CTV in Großbritannien bereits im Praxistest. Axon entwickelt, produziert und vertreibt hochwertiges Broadcast Equipment für die Konversion, das Processing und die Aufnahme von Audio und Video Signalen. Das niederländische Unternehmen gab nun in einer Vorschau den Produktstart der neuen Software-Architektur Cerebrum auf der IBC in Amsterdam bekannt. Die Software für Monitoring und Kontrolle bietet ein individuell konfigurierbares Interface für die Geräte von verschiedenen Herstellern, darunter Router, Videomischer, Server, Decoder und verschiedene Kontrollgeräte. Dabei werden Protokolle wie SNMP (Simple Network Management Protocol) und andere unterstützt. Auf der IBC wird Axon weitere Lösungen und Produkte vorstellen. Die Produktreihe TRACS wird um verschiedene Optionen wie das Loudness Monitoring ergänzt. Zudem werden eine faltbare Hülle für das mobile Equipment und der Signalprozessor Synapse gezeigt, der um einen Up/Down/Cross-Konverter (GXG400) erweitert wurde.

Neben den Produktstarts meldet Axon erfolgreiche Geschäftsabschlüsse: Das britische Produktionsunternehmen CTV hat kürzlich seinen neuen Übertragungswagen OB11 in Betrieb genommen, der für 4K konzipiert und mit Cerebrum- sowie Synapse-Systemen ausgestattet wurde. Der Ü-Wagen dient für die Aufzeichnung der Cricket-Spiele des Produktionsunternehmen CTV im Auftrag von Sky Sports. Das neue Fahrzeug ist für 28 Kameras ausgestattet und bietet 34 Beschäftigten Platz.

4k-Aufnahmetechnik von Canon

Canon, zum 30. Mal auf der IBC (Stand 11.E50), will in diesem Jahr insbesondere dem steigenden Interesse an 4k-Technik mit hochwertigen Lösungen entsprechen. Angekündigt ist unter anderem eine Colorgrading-Demonstration in Echtzeit von einem 4k-Signal einer Studiokamera mit dem Canon 4K-Referenzmonitor. „Wir haben in diesem Jahr bereits einige dramatische Bewegungen im Markt registriert und die Anwesenheit von Canon auf der IBC 2014 spiegelt die sich ändernde Zeit wider“, sagt Kieran Magee, Marketing Director, Professional Imaging bei Canon Europe. „Die Messlatte für Inhalte mit hoher Qualität liegt von Jahr zu Jahr höher. Canon steht in der ersten Reihe der kreativen Medienlandschaft und bringt Produkte und Service-Lösungen auf den Markt, mit denen in hochwertiger Qualität produziert werden kann, sei es in HD oder 4K. Nie war es wichtiger als jetzt, unseren Kunden bei der Umsetzung ihrer Vorstellungen zu unterstützen.“ Gezeigt wird auf der IBC das gesamte Broadcast-Optik-Portfolio mit mehr als 100 Objektiven unterschiedlicher Brennweiten und Bauweisen. Mit dem CN7x17 KAS S auch das erste Super35mm-Objektiv von Canon mit einem Zoom-Handgriff vorgestellt. Am Canon-Stand werden auch alle Camcorder der Canon X Serie gezeigt. Per Touch and Try können sich Besucher auch mit den erst kürzlich vorgestellten Modellen XF205 und XF200 oder den Cinema EOS vertraut machen.

Globale Workflows

Quantel will auf der IBC (Stand 7.A20) neue Produkte, Anwendungsmöglichkeiten und Weiterentwicklungen für die gesamte Palette seiner Systeme für die Nachrichten- und Sportproduktion, globale Workflows und Postproduktion vorstellen. Alle Optimierungen zielen darauf ab, die Produktionsabläufe im Broadcast- und Postproduktionsbereich noch effizienter zu gestallten, um die Inhalte schnell für die verschiedenen Auswertungsplattformen produzieren zu können.

Premiere feiert auf der IBC das neue skalierbare Studio-Highlight-System LiveTouch. Es besteht aus einem Server, einer neuen Software, einem eigenen Bedienpult sowie einer Middleware, über welche die Programme Zugriff auf die Inhalte im Netzwerk erhalten. Mit dem eigens für die Highlight-Berichterstattung konzipierten Panel lässt sich die Auswahl der Spielszenen einfach und sicher handhaben. Einzigartig laut Quantel ist, dass die Integration der Editing-Tools von LiveTouch innerhalb eines Server-Netzwerkes in beide Richtungen funktioniert, wodurch die Abläufe beschleunigt und der Aufbau des Systems vereinfacht wird. Erstmals auf der IBC vorgestellt wird zudem Fileflow2. Die neue Version lässt sich flexibler einsetzen, erleichtert die IT-Integration und sorgt für einen schnelleren Workflow bei der Ein- und Ausspielung von Dateien in das Enterprise sQ System. Quantels Infrastruktur-Lösung Genetic Engineering 2 hat auf der IBC 2014 ihren ersten Auftritt in Europa. Optimierungen gibt es bei bei den Schnittsoftware-Tools der Enterprise sQ-Plattform. Für die globale Workflow-Lösung QTube wird ein neuer Browser-basierter Workflow präsentiert. Gemeinsam mit Snell (Stand 8.B70) will Quantel den IBC-Besuchern einen Ausblick geben, welche Möglichkeiten sich künftig durch IP-basierte Arbeitsweisen eröffnen.

IP-Netzwerk-Lösung

JVC und Zixi kooperieren im Bereich IP-Netzwerk-Video. Die Zixi-Technik dazu ist bereits in den JVC Camcordern GY-HM650, GY-HM850 und GY-HM890 integriert. Sie werden auf der IBC 2014 (Stand 11.G30) vorgestellt. Schneller als von zahlreichen Experten erwartet, ist IP-Netzwerk-Video im Broadcastbereich zu einem wichtigen Thema geworden. Gleichwohl zögern noch viele Anwender, sich auf die neue Technologie einzulassen, da sie sich nicht vorstellen können, das Internet oder private IP-Netzwerke für die sichere Übertragung komplexer HD-Broadcast-Signale zu nutzen. Um diese innovative Technologie voranzubringen, haben JVC Professional und Zixi, ein IP-Broadcasting-Unternehmen für Cloud-basierende Netzwerktechnologien, eine Partnerschaft vereinbart. Die Vorteile der IP-Broadcasting-Technologie gegenüber herkömmlichen Übertragungsmethoden zeigen sich besonders beim mobilen Einsatz und dem Transfer von Live-Material. Sie liegen vor allem für ENG-/EFP-Anwendungen auf der Hand: kaum technischer Aufwand, enorme Kostenersparnis, flexible Einsatzmöglichkeiten, unkompliziertes Handling, schneller Workflow sowie sichere und verlustfreie Signalübertragung bei min. Latenz. Als erstes Ergebnis ihrer Kooperation präsentieren JVC und Zixi eine IP-Broadcast-Lösung, die bereits in den JVC Camcordern GY-HM650, GY-HM850 und GY-HM890 integriert ist und hier ohne Zusatzequipment auskommt. JVC stellt die Camcorder mit der Zixi Technologie an Bord auf seinem (neuen) IBC Stand in Halle 11, Stand G30 vor. Darüber hinaus findet eine gemeinsame Präsentation von Gustav Emrich (JVC European Product Manager) und Israel Drori (Präsident & Gründer von Zixi) am 12. September 2014 um 15.00 Uhr in der IBC Cloud Solution Halle (Stand 3.A19) statt.

Wer es dieses Jahr nicht auf die IBC 2014 schafft, der kann sich die wichtigsten Kongress- und Messe-Informationen auch im neu gestalteten Web-TV-Service der IBC abholen. IBC TV ist zur Messezeit rund um die Uhr verfügbar. Der Service kann auf allen Endgeräten vom Smartphone bis zum PC genutzt werden. Auch auf 26 Screens, die auf dem ganzen Messegelände verteilt sind, ist IBC TV zu sehen. Geboten werden unter anderem Live-Streams von den Kongressveranstaltungen und Analysen von Industrie-Experten. Dazu kommen Business- und Technologie-Reports von der IBC-Ausstellung sowie weitere praktische Informationen für die IBC-Besucher. Auch über die Sessions zum Thema „IBC Content Everywhere Workflow Solutions“ sowie vom IBC Content Everywhere Hub Theatre in Halle 14 und vom IBC Content Every-where Cloud Solutions Theatre in Halle 3 will IBC TV berichten.

Eckhard Eckstein

MB 5/2014

Zurück


Relevante Unternehmen
Ähnliche Artikel