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Lawo bei den Thurn-und-Taxis-Schlossfestspielen
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Lawo bei den Thurn-und-Taxis-Schlossfestspielen

Wie in den Jahren zuvor war Tonmeister Carsten Kümmel bei den diesjährigen Thurn-und-Taxis-Schlossfestspielen in Regensburg insbesondere für die Klassikproduktionen zuständig. Er arbeitete dabei wieder an einem Lawo mc²56 Pult.

Die aufwendigste Produktion der Thurn-und-Taxis-Schlossfestspiele 2014 war die Oper „Rigoletto“. Hier kamen über 60 Mikrofone zum Einsatz. Wie im letzten Jahr fuhr Carsten Kümmel mit seinem Setup zweigleisig: Es gab eine Ebene mit permanenten Inputs und Outputs, die sich während der gesamten Festspiele nicht änderten (unter anderem für den Inspizienten, Pausengong und die Kommunikation zur Bühne). Und eine zweite Ebene für alles, was zur jeweiligen Show gehörte: zum Beispiel Sängermikros, Band und Orchester.

In diesem Jahr hatte Kümmel dank der Version 5 der Mischpultsoftware und der Software mxGUI auf seinem Laptop alle Parameter des Mischpults – auch die EQs und die Effekte – an verschiedenen Orten im Zugriff. So konnte er beim Soundcheck verschiedene Positionen auf der Tribüne einnehmen, um von dort aus das Klangerlebnis zu prüfen. „Bei leisen Stellen soll sich der Zuhörer auf den Ton konzentrieren, auf die Stuhlkante setzen und wirklich darauf einlassen müssen. Das Publikum wird leise und die Musik bekommt dann etwas Mystisches“, so Kümmels Klangphilosophie bei Klassikproduktionen.

In gewisser Weise „zweckentfremdet“ wurde das Lautheitsmetering des mc²56, denn es ging nicht darum, eine Gesamtlautstärke einzuhalten, wie es beispielsweise im Rundfunk üblich ist. In Regensburg setzte Kümmel das Lautheitsmetering permanent nach den Fadern in den Eingängen ein. In Instrumentengruppen mit den gleichen Instrumenten oder bei ähnlichen Sängerstimmen konnte er so dafür sorgen, dass wirklich alles zu Gehör kam und beispielsweise die Streicher ihren vollen Klang entfalteten: „Wenn 50 Mikrofone offen sind, kann man nie sicher sein, ob man alle 50 Mikrofone auch hört. Sobald da eines 10 dB leiser ist, verschwindet es in der Summe. Mit dem Lautheitsmetering hat man dagegen eine optische Rückmeldung, ob alle da sind“, erklärt Kümmel.

Die Snapshot-Funktion des mc²56 kam bei der Glenn-Miller-Nacht zum Einsatz, denn hier nutzten drei Sänger dasselbe Mikrofon. Jeder von ihnen wurde mit seinen persönlichen Filtereinstellungen als Snapshot abgelegt und das Pult dann jedes Mal per Knopfdruck umgeschaltet. Auch die „Listen Sense“-Funktion wurde von Kümmel verwendet. So konnte er mit verschiedenen Filtereinstellungen herumexperimentieren und sich dann erst entscheiden, ob diese auf die Summe gehen sollen.

Die Zusammenarbeit mit dem Rental-Partner Audio Broadcast Services (ABS) bezeichnete Kümmel als hervorragend. Obwohl es sich um ein anderes mc²56 Mischpult als im Jahr zuvor handelte, fand er alle Produktionen und seine Setups vom letzten Jahr darauf vor. So konnte er diese begutachten und da, wo es sich anbot, darauf aufbauen. Kümmel bezeichnete dies als guten Service und zieht ein positives Fazit. Es seien runde Festspiele gewesen, nicht zuletzt, weil die Technik mitgespielt hat: „Das mc²56 hat von Anfang an funktioniert. Nur noch kleine Änderungen an der Konfiguration waren nötig, doch diese wurden innerhalb eines halben Tages realisiert.“ (8/14) 

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