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Die Zukunft des Films im digitalem Zeitalter
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Die Zukunft des Films im digitalem Zeitalter

Die Zukunfts des Films, die durch die Digitalisierung und das sich wandelnde Nutzungsverhalten geprägt wird, bildet in diesem Jahr das Schwerpunktthema beim Internationalen Filmkongress der Filmstiftung NRW. Unter dem Leitmotto „Von hier aus!“ wird die Branche vom 20. bis zum 22. Juni 2011 im Rahmen des Medienforums NRW erörtern, mit welchen Strategien und Geschäftsmodellen sie diesen neuen Herausforderungen begegnen kann.

„Anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens der Filmstiftung will der Internationale Filmkongress einen Augenblick inne halten, von hier aus den Blick wagen in die kommenden 20 Jahre, und ganz unvoreingenommen fragen, wo die Reise hingeht – in den Medien insgesamt und dann vor allem im Film“, erklärt Petra Müller (Foto), Geschäftsführerin der Filmstiftung NRW, die den Internationalen Filmkongress am 20. Juni im Staatenhaus der Kölnmesse eröffnet.

Jari Sengera
Ludger Pfanz
Andreas Briese


Zum Auftakt wird Jari Sengera, Senior Manager PWC, aus technologischer und ökonomischer Perspektive Prognosen zur Zukunft von Film und Medien präsentieren. Angesichts der sich durch die Digitalisierung verändernden Film- und Fernsehwelt wird die Frage aufgeworfen, welche technologischen Innovationen in Zukunft zu erwarten sind und welche Märkte entstehen werden. Abhängig ist diese Entwicklung primär vom Nutzungsverhalten der Medienkonsumenten. Der Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz von der TU in Berlin wird sich in einer Keynote damit auseinandersetzen, welche Medien in welchem Unfang genutzt und welche Inhalte rezipiert werden.

Vor diesem Hintergrund diskutieren Andreas Briese, Strategic Partnership Development Manager von YouTube, der Brainpool-Geschäftsführer Frederick Komp, der seven-load-CEO Andreas Heyden sowie Andreas Bork, Digital Account Manager bei Sony Entertainment, über die sich wandelnden Distributionswege für Filme und TV-Programme sowie die daraus resultierenden Veränderungen in der Wertschöpfungskette. Über die Chancen der on-Demand-Auswertung hält Stewart Till, Vorsitzender von Icon Entertainment, einen Vortrag. Mit der Frage, inwiefern die Filmwirtschaft von diesen neuen Verwertungsmöglichkeiten profitieren kann, setzen sich deutsche Produzenten und Verleiher auseinander. Dazu eingeladen sind u.a. Martin Moszkowicz, Vorstand Film und Fernsehen Constantin, Wilfried Geike, President von Warner Bros. Entertainment und Marc Schröder, Geschäftsführer von RTL Interactive.

Der zweite Tag des Internationalen Filmkongresses wird mit der Fragestellung eröffnet, wie sich durch den Einsatz von neuen Technologien das Geschichtenerzählen und der Workflow der Kreativen verändern. Dazu nehmen der Visual Effects Supervisor Alex Lemke, Christian Vogt von Pixomondo, Thomas Zauner von Scanline und Ludger Pfanz von Expanded 3D Digital Cinema Laboratory Stellung.

Vor neuen Herausforderungen stehen auch die Kinobetreiber und Verleiher, die angesichts der immer kürzer werdenden Auswertungsfenster neue Marketing- und Vertriebsstrategien entwickeln müssen. Zu dieser Thematik halten u.a. Christoph Ott, Geschäftsführer der NFP Media, und Michael Beckmann von der 20th Century Fox Vorträge.
Über die Zukunft von Filmfinanzierung und -förderung im digitalen Zeitalter werden die Produzenten Stefan Arndt und Tom Spieß mit Christine Berg, Projektleiterin des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) debattieren.

Um das internationale Matchmaking mit den Bereichen Online, Mobile und Games sowie um alternative Wege der Inhalteerstellung und -finanzierung in Form von Crowdfunding geht es am dritten Kongresstag. Dazu erwartet werden Stefan Keuchel von Google Germany mit dem YouTube-Film „Life in a Day“ sowie der finnische „Iron Sky“-Produzent Tero Kaukomaa , die über ihre praktischen Erfahrungen mit dem Crowdfunding berichten.

Anschließend wird unter dem Titel „360-Grad-Produktion und -Rechteverwertung“ erörtert, wie sich angesichts der fundamentalen Veränderungen der Film- und Kinowirtschaft im digitalen Zeitalter künftig der rechtliche Rahmen gestalten wird.
Beschlossen wird der Internationale Filmkongress mit dem Thema „Multimediale Erzählformen“, das Film, TV, Web, Radio, Musik und Games genreübergreifend miteinander verbindet. In diesem Rahmen sollen innovative Anätze von neuen Contentformaten vorgestellt werden.
(B.H.)

In der aktuellen Ausgabe von MEDIEN BULLETIN (MB 7/8.2011) findet sich ein Beitrag zum 20-jährigen Jubiläum der Filmstiftung NRW.

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