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Investition in die Zukunft
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Investition in die Zukunft

Zum 3. Mal ging am 20. und 21.Oktober 2009 die regionale Broadcast-Messe Rhein-MAIN-EVENT im Konferenzzentrum des ZDF in Mainz-Lerchenberg über die Bühne. Neben Teltec war in diesem Jahr MEDIA BROADCAST Mitveranstalter. Auf 5.000 qm zeigten 56 Hersteller ihre Produkte und Lösungen. Insgesamt wurden 857 Besucher registriert. Die Messe soll im nächsten Jahr weiter ausgebaut werden.

Mit hohem Aufwand organisierte die Wiesbandener Vertriebsfirma Teltec auch in diesem Jahr wieder im ZDF-Kongresszentrum auf dem Mainzer Lerchenberg den Rhein-Main-Event (RME). Als Co-Veranstalter der regionalen Fachmesse für Broadcast-Technik zeichnete diesmal MEDIA BROADCAST verantwortlich.
An den zwei Messetagen (20./21.Oktober) fanden insgesamt 857 Besucher den Weg in das ZDF-Konferenzzentrum in Mainz Lerchenberg. Die Besucher wurden an 43 Ständen, dem Außenbereich, den Workshops und den Lounges von insgesamt 164 Produktmanagern, Beratern, Dozenten und Geschäftsführern betreut. Diese vertraten auf dem RME09 56 Hersteller. Präsentiert wurden rund 2.500 Produkte.
„Hands on“ lautete das Motto der diesjährigen Veranstaltung. In den Firmenlounges, Workshops und am Live Kameraset konnte schließlich ausführlich verglichen, getestet und gefragt werden.
Ein weiteres Highlight in diesem Jahr war der REM-Campus in Kooperation mit der Hochschule RheinMain. Der Studiengang Medientechnik präsentiert aktuelle Forschungsprojekte im Rahmen interaktiver Standaktionen. Prof. Dr. Ing. Rolf Hedtke, Prof. Dr. Ing. Wolfgang Ruppel und Dr. Matthias Schnöll betreuten die vorgestellten Projekte. Dazu zählten ein Messsystem zur subjektiven Beurteilung von Datenreduktionsverfahren, eine formatübergreifende Plattform für Produktion und Archivierung, die digitale Verbreitung Offener Kanäle und regionaler/lokaler Veranstalter in Kabelnetzen (zusammen mit der Landesmedienanstalt Rheinland Pfalz), die Bearbeitung von Dynamischen Metadaten im TV-Studio sowie eine Softwareplattform zur Contenterstellung für das Digitale 3D-Kino der Zukunft.
„Für uns ist diese Messe nicht nur interessant, weil wir hier unsere Forschungsergebnisse vorstellen können, sondern auch, weil unsere Absolventen hier den direkten Kontakt zu den medientechnischen Unternehmen aufbauen können. Die benötigen Nachwuchs von unserer Hochschule“, erklärte Schnöll.

Co-Veranstalter MEDIA BROADCAST präsentierte sich an den zwei Ausstellungstagen in seiner Lounge im Obergeschoss des ZDF-Messezentrums mit innovativen Lösungen aus dem Bereich der Produktion und Übertragung von TV-Programmen. Dazu zählten Content Delivery Services, Filetransfer mit Lösungen von SmartJog, Streaming Services live und On-Demand für TV, Hörfunk, New Media und Unternehmenskommunikation, Event Broadcast Services mit Produktion und Übertragung in HD sowie das Broadcast New Generation Network (NGN) für vernetztes Arbeiten und Zugriff auf Archive via IP in voller Bandbreite und in Echtzeit.
„Wir sind hier, weil wir hier die einmalige Möglichkeit haben, alle Elemente unseres Kerngeschäfts zu zeigen. Studioproduktion und Übertragungstechnik treffen hier schließlich aufeinander“, erklärte Uwe Ludwig von MEDIA BROADCAST. Und Helmut Egenbauer, Vorsitzender der Geschäftsführung von MEDIA BROADCAST, meinte: „Für unser Unternehmen ist das RME eine ideale Gelegenheit, unsere Kompetenz im Umfeld des ZDF, einem unserer wichtigsten Kunden, unter Beweis zu stellen.“ Die Nähe zu den Kunden sei für MEDIA BROADCAST ein weiteres Argument, das Engagement beim RME zu verstärken. Der Erfahrungsaustausch mit Fachleuten von nahezu allen öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Sendern, von Produktionsfirmen und von anderen Unternehmen der Branche sei auf der Messe in sehr direkter und intensiver Form möglich.

Serverbasierte Komplettlösungen
Diese Ansicht vertrat man auch bei Quantel. Das Unternehmen zeigte an seinem Stand die bandlose und integrationsfähige sQ Enterprise Server-Lösung mit dem Mission-Media Asset Management System.
Im Zentrum standen dabei Quantels jüngste Entwicklungen wie die Virtualisierungs-Technologie und das Ingest-Tool sQ Load, das für ein schnelles und optimales Einlesen von bandlosen Aufnahme-Formaten sorgt.
Auf großes Interesse stieß auch der Fachvortrag von Thomas Birner, Director of Sales Central Europe, der an beiden Messetagen über innovative Broadcast-Lösung referierte.
Birner führte aus, dass es heute zu den Anforderungen in der Nachrichtenproduktion gehört, die Inhalte ohne Mehraufwand automatisch in alle Distributionskanäle speisen zu können. Mit sQ Enterprise Systemlösungen lassen sich alle File-Formate in der schnellen Nachrichtenproduktion problemlos ein- und ausspielen, so dass die Bilder und Inhalte parallel zur SD- und HD-Aussendung zudem für die Auswertung über Mobilfunk oder Internet-Streams genutzt werden können.
Die Quantel-Systeme basieren auf einer offenen Architektur, die eine Vernetzung mit anderen Systemen ermöglicht. Durch die Integration von Final Cut Pro in das sQ System können Final Cut-Schnittplätze gleichwertig neben den Quantel Edit-Workstations in den Workflow integriert werden. Dies erhöht erheblich die Effizienz der Produktion.
Die Schlüsselkomponente dabei bildet Quantels Virtualisierungs-Technologie, durch die sich sämtliche Videoformate darstellen und bearbeiten lassen. Diese virtuellen Dateien auf der operativen Ebene sorgen dafür, dass typische Probleme bei der bandlosen Sendeproduktion wie z. B. Konvertierungen verschiedener Formate gar nicht erst entstehen. Durch die Virtualisierungs-Technologie lassen sich die gespeicherten Dateien in jedem gewünschten Format darstellen und werden erst nach Bedarf in Echtzeit generiert.
Eine wichtige Rolle in der rein serverbasierten Produktionsumgebung spielt zudem die innovative sQ Load Technik. Das SQ Load Tool erlaubt den schnellen und effektiven Ingest von neuen filebasierten Aufnahmeformaten Formaten wie XDCAM HD, XDCAM EX und P2.
„Quantels kontinuierlich weiter entwickelte Broadcast-Technik resultiert aus unserer langjährigen Erfahrung in der Sendeproduktion in vielen Ländern“, resümierte Birner. „Dank unserer hoch entwickelten IT-Technologie ist es möglich, die unterschiedlichsten Systeme und Formate in einen effizienten Produktionsfluss einzubinden. Die große Resonanz auf unsere bandlosen Broadcast-Lösungen beim Rhein-Main-Event hat gezeigt, dass wir damit genau die Anforderungen erfüllen, welche die Sender heutzutage für die moderne Nachrichtenproduktion benötigen.“
Birner lobte die Möglichkeit, auf dem REM09 Lösungen live zu sehen und damit bearbeiten zu können. Zudem sei der Veranstaltungsort beim ZDF gut gewählt. Birner: „Das ist hier eine tolle Veranstaltung.“

Gerade die regionale Ausrichtung des RME09 entsprach der Strategie vieler Aussteller. So zeigte in Mainz auch Das Vitec-Unternehmen Sachtler im Rahmen seines „Go Local Programms“ Flagge. Am Sachtler-Stand konnten Messebesucher das Kamera-Stabilisierungs-System artemis DV Pro MD von Sachtler testen. Daneben zeigte Sachtler den Fluidkopf Cine 7+7 HD, das SOOM Hipod System, die FSB CELL und den Cine 30 HD, ebenso werden die beiden Stative ENG 2 CF HD sowie das Stativ Cine 2000.
Sachtler-Systeme gehörten auch zu den Produkten, die auf dem erstmals zum RME veranstalteten TELTEC24 Messeshop zu Messesonderkonditionen angeboten wurden.
Auf besonderes Interesse stieß im ausgelagerten „Apple-Zelt“ die Teltec-Präsentation eines kompletten Senders auf Basis von Apples Hardware in Kombination mit step2e. Ebenfalls in einem Zelt im Außenbereich des ZDF-Konferenzzentrums zu finden war die von der IBC bekannte AVID-Präsentation innovativer Lösungen für das 3D-Kino.

Die Zahl der Workshops und Fachvorträgen war zwar größer als im letzten Jahr, trotzdem waren sie immer ausgebucht. Geplant ist deshalb im nächsten Jahr dieses Angebot weiter auszubauen. Im Workshop-Bereich waren insbesondere Sony mit XDCAM EX und XDCAM HD422 sowie Apple mit seinen Final Cut Studio-Produkten aktiv. Fachvorträge lieferten zudem Panasonic, Qantel, JVC, Arri, Avid, Editshare, Sony, MEDIA BROADCAST, Yamaha, New Tek, Lang AG, Innoto, Neuro TV und die Hochschule Rhein-Main. Im Rahmen des RME09 fand zudem das Zukunftsforum DVB-T statt.

TELTEC und Co-Veranstalter MEDIA BROADCAST bewerteten den Rhein-MAIN-EVENT 2009 als vollen Erfolg. Er sei insbesondere von all denen, die es dieses Jahr nicht zur IBC geschafft haben, sehr gut angenommen worden, hieß es.
Das betraf dann auch die Firma Sony, die sich dieses Jahr von der IBC ferngehalten hatte. Oliver Helfrich von Sony erklärte dann auch auf der REM-Pressekonferenz: „Wir waren nicht auf der IBC und suchen deshalb nach alternativen Präsentationsmöglichkeiten. Grundsätzlich haben wir ein starkes Interesse daran, an lokalen Messen wie den REM09 teil zu nehmen. Es gefällt uns hier insbesondere die Kombination aus Ausstellung und Workshops sowie die gute Möglichkeit, Kunden vor Ort unsere Produkte näher zu bringen.“ Das sei gut angenommen worden, was die stets überbuchten Sony-Workshops gezeigt hätten.
Helfrich lobte auch die Maßnahmen zur Nachwuchsförderung durch die Messeveranstalter und regte den Wokshop-Ausbau durch weitere Themensetzungen an. „Für uns ist wichtig, dass es so etwas wie den RME gibt. Sony kommt nächstes Jahr auf jeden Fall wieder“, erklärte er.
Das hat auch Panasonic vor. Marketingleiter Volker Kersbaum wies darauf hin, dass Teltec der größte Vertriebspartner von Panasonic in Deutschland sei. „Der RME war früher eine Hausmesse, heute ein echter Event vergleichbar mit der Digitalen Cinematographie in München. Wir sind hier deshalb gerne präsent“, meinte er. Kersbaum geht davon aus, dass die Messe künftig noch stärker überregionale Züge annehmen wird. „Wenn die Messe ausgebaut wird, werden wir mitwachsen“, versprach er.
Teltec-Mitgeschäftsführer Markus Wallis wies darauf hin, dass der REM zwar als regionale Veranstaltung angelegt sei, aber durchaus auch überregional wahrgenommen werden solle. Wallis: „Tatsächlich sind sehr viele Besucher bereits dieses Jahr von außerhalb gekommen“. Trotz der erwarteten Expansion der Messe im nächsten Jahr werde man wohl dem Standort ZDF treu bleiben.
Den hohen Aufwand, den Teltec mit der Messeveranstaltung auf dem Mainzer Lerchenberg verbindet, begründete Wallis mit der langfristigen Perspektive in Sachen Kundenbindung. „Wir haben hier nicht das kurzfristige Geschäft im Auge“, meinte er. Zudem sehe sich Teltec durchaus als Wirtschaftunternehmen mit Informations- und Fortbildungsauftrag. „Wir brauchen schließlich eine neue Basis an Bedienpersonal und Ingenieuren. Der Nachwuchs ist eingeladen, sich hier bei uns zu orientieren und seine Chancen abzuklären.“
Die Messe ziele darauf ab, den Teltec-Kunden neue Ideen für neue Geschäftsmodelle zu vermitteln. „Wir wollen unseren Kunden gemeinsam mit unseren Partnern zeigen, wie sie noch wirtschaftlicher arbeiten können. Das ist für uns eine Investition in die Zukunft, die sich erst langfristig auszahlen wird“, erklärte er. (MB 11/09)
Eckhard Eckstein

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