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IP-Workflows im IBC-Fokus
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IP-Workflows im IBC-Fokus

Auf der diesjährigen IBC werden IP-basierte Workflows, Remote Production und virtualisierte Systeme eine dominierende Rolle spielen. Das belegen auch die IBC Innovation Awards 2015. Zwei Drittel der dafür nominierten Projekte befassen sich mit innovativen Entwicklungen in diesem Themenbereich.

Mit den jährlich vergebenen Innovation Awards werden außerordentliche Kooperationen zwischen Rundfunksendern, Medienunternehmen, Produktionsdienstleistern und Technologie-Herstellern in den drei Kategorien Content Creation, Content Management und Content Delivery ausgezeichnet. Alle zehn Finalisten werden mit ihren Projekten bei der Preisvergabe der Innovation Awards am Sonntag, dem 13. September im RAI Centre Auditorium vorgestellt. Alle IBC-Besucher haben freien Eintritt zu diesem Event.

„Jedes Jahr haben wir mehr Einreichungen zu den IBC Innovation Awards, weil die Medienfirmen weltweit den besonderen Stellenwert dieser Preisverleihung erkannt haben“, sagt Jury-Vorsitzender Michael Lumley. “Die diesjährige Shortlist ist die beste, die wir jemals hatten.“ Die Jury habe hart arbeiten müssen,  um aus den Hunderten von Einreichungen die zehn Finalisten heraus zu filtern.

In diesem Jahr sind in der Kategorie Content Management mit der Disney/ABC Television Group und ESPN zwei der größten US-amerikanischen Rundfunk-Networks für ihre besonders innovativen Content Management Projekte nominiert. Beide gehören zu den Pionieren der IP-Konnektivität und softwarebasierter Video-Lösungen.

Disney/ABC Television Group hat ein Echtzeit-IP-Distributionssystem für den Inhalte-Austausch in seinem New Yorker Playout-Centre implementiert. Es basiert auf 40 und 100 Gigabit Ethernet und kann unkomprimierte HD-Signale für mehr als 200 angeschlossene Stationen verarbeiten. Die eingesetzte Technologie kommt von AC Video Solutions, Arista, Imagine Communications und der The Systems Group.

Anfang des Jahres war die Disney/ABC Television Group das erste große TV-Netzwerk, das den Übergang zu einer Cloud Playout Lösung realisiert hat. Ziel ist Umsatz, Effizienz und Flexibilität zu steigern.

ESPN startete vor gut einem Jahr die weltweit größte, komplett Ethernet-vernetzte Produktionseinrichtung. Das Digital Center 2 in Bristol, Connecticut,verfügt über fünf Studios, 16 Edit Suiten und sechs Kontrollräumen für die ESPN-Show SportsCenter und das NFL-Studioprogramm des Senders.

Die fast ausschließlich Glasfaser-basierte Infrastruktur wurde um einen JPEG 2000 IP-Routing-Core aufgebaut. ESPNs Digital Center 2 wurde formatagnostisch aufgesetzt und ist darauf vorbereitet, End-to-end 1080p-Produktionen bis hin zu 4k-Produktionen und darüber hinaus abzuwickeln. „Natürlich gibt es da auch immer noch ein paar Baseband-Inseln, aber wir zielen auf eine formatunabhängige Einrichtung, die für alle Medien der Zukunft, egal ob Fernsehen, Mobile, Web basiert oder IP-Video vorbereitet ist“, betont ESPN CTO/EVP Chuck Pagano. ESPNs eigenes Technik-Team arbeitete bei der Implementierung von Digital Center 2 mit Arista Networks, Evertz und Vizrt zusammen.

Im Bereich Content Creation ist unter anderem die BBC mit ViLoR (virtualised local radio), einem ersten, groß angelegte Broadcast As a Service Angebots, nominiert. Hinter ViLoR versteckt sich eine IP-basierte Methode, um die Netzwerk- und Distributions-Elemente aller 39 lokalen BBC-Radiostationen miteinander zu verbinden. Damit sollen individuelle Systeme auf lokaler Ebene durch gemeinsames, zentralisiertes Equipment ersetzt werden. Einige der lokalen technischen Systeme sind bereits 30 Jahre alt. Mit BBC Radio Northampton ging im letzten Jahr der erste BBC-Sender mit dem neuen System on air.  Bis Ende 2017 sollen alle anderen folgen. „Für die Moderatoren und Produktionsteams sind die neuen Studios nicht anders zu bedienen als die alten – allerdings mit unterstützendem Equipment und Infrastruktur von einer gemeinsamen zentralen Stelle“, erklärt die BBC in einer Mitteilung. Redaktionsteams hätten die vollständige Kontrolle über das Playout-System und die Mischer, aber die eigentlichen Audio-Files würden in Echtzeit in einem Remote Data Center gespeichert, gestreamt, gemischt und verarbeitet.

Das Projekt wurde hauptsächlich in Eigenregie entwickelt. Unterstützt wurde die BBC dabei von Atos, Broadcast Bionics, Cisco, Comrex, EM Computers, EMC2, Glensound Electronics, HP, IMI Mobile, Mayah, Microsoft, Oracle, Scisys, Technica del Arte, Telos Axia, VMWare, Vodafone und Vortex.

Innovative IP-basierte Technologie werden nicht nur bei den IBC Innovation Awards 2015 eine große Rolle spielen sondern auch auf vielen Ständen in den Messehallen, ebenso wie im Konferenzprogramm der Veranstaltung. Interessant ist hier unter anderem am Freitag, 11. September, 11.30 bis 13.00 Uhr das Panel „The IP Infrastructure Revolution“ mit den Rednern Mark Hilton, VP Infrastructure Products von Grass Valley, Niall Duffy, Head of workflow and IT solutions for Europe, von Sony und Eric Pohl, CTO National Teleconsultants LLC.

Von den Technik-Herstellern haben bereits einige angekündigt, IP-Workflows in den Vordergrund ihrer IBC-Präsentation zu stellen. Dazu gehören unter anderem Sony, EVS, Axon, Imagine Communications, Lawo und Riedel. (7/15)

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