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Sony will mit Cloud-Lösungen die Medienzukunft gestalten
Der Sony-Stand auf der IBC 2022
News: Events

Sony will mit Cloud-Lösungen die Medienzukunft gestalten

Sony stellt auf der IBC 2022 eine Reihe neuer Produkte und Lösungen zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen in der Medienbranche vor. Das Unternehmen fokussiert sich auf die drei Themenbereiche Creators Cloud, Networked Live und Connected Content Acquisition.

„Wenn wir einen Blick auf die Zukunft der Content-Industrie mit der explodierenden Anzahl von Content-Kanälen und der Nachfrage der letzten Jahre werfen, dann wird eines deutlich: Wir müssen von einer universellen Produktstrategie auf eine bausteinbasierte Lösungsstrategie umstellen und Ökosysteme einführen, die bei jeder Stufe in der Produktionskette hochgradig modular sind”, sagt Olivier Bovis, Head of Media Solutions bei Sony Europe. „Diese Modularität ist für das Erreichen der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsziele der Kunden von entscheidender Bedeutung.“

Creators Cloud 

Sony präsentiert auf der IBC ein Ökosystem von Cloud-Tools, Services und Integrationslösungen, das Sicherheit, Kundenorientierung Benutzern und Skalierbarkeit in den Fokus rückt. Bei Creators Cloud handelt es sich um eine Cloud-Produktionsplattform der nächsten Generation für die Beschaffung, Erstellung, Freigabe und Verteilung von Content vom Netzwerk aus für alle Geräte.  Creators Cloud kombiniert die bestehende leistungsstarke Suite cloudbasierter Lösungen von Sony wie Ci oder C3 Portal mit neuen Tools wie M2 Live, einem skalierbaren cloudbasierten Live-Verarbeitungsservice für OTT-Content-Distribution (Over The Top), und A2 Production, einer KI-basierten automatischen Produktionslösung für Workflow-Effizienz und Content Enrichment (weitere Informationen siehe unten).

In naher Zukunft soll ein benutzerorientierter Ansatz in das Ökosystem implementiert werden, der Single Sign On, gemeinsamen Speicher und Abrechnung über gängige Authentifizierung umfasst. Content Creators, egal ob Freiberufler, OTT, Produktionsunternehmen oder Sendeanstalten, können laut Sony die Tools und Plattformen auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen, die Nutzung optimieren und Redundanzen vermeiden, indem sie die Flexibilität des Ökosystems nutzen. 

Inhalte in die Cloud übertragen

Mit Creators Cloud lassen sich Bilder von unterschiedlichen Kameras direkt mit der Cloud verbinden, darin hochgeladen und speichern. Anschließend können verschiedene Videoformate, Looks und Versionen schnell für bestehende Anforderungen produziert werden. Mit dem „Cloud-Gateway“ von Sony können Sie mit Tools wie C3 Portal eine direkte Verbindung zwischen den Inhalten und der Cloud herstellen, um Dateien oder Live-Feeds von einer Kamera über mobile Anwendungen mit Netzwerkkommunikationsgeräten wie 5G-Smartphones zu übertragen. Zudem ist C3 Portal nun mit den Schulter-Camcordern PXW-Z750, PXW-Z450, PXW-Z400 kompatibel und die bestehenden kompatiblen Kameras PXW-Z280 und FX9 sehen eine stärkere Verbindung mit C3 Portal1.

Produktion in der Cloud

Die auf einer Microservices-Architektur basierende Kette von Produktions-Tools von Sony ermöglicht im Rahmen der zugehörigen Creators Cloud-Vision unter anderem die gleichzeitige Live- und dateibasierte Remote-Videoproduktion, Remote-Betrieb und -Zusammenarbeit sowie die kontinuierliche Anreicherung von Workflows mit KI-gestützten Metadaten. Sony stellt zudem sein KI-basiertes automatisches Produktionssystem, A2 Production, vor – eine Erweiterung des bestehenden Medienanalyse-Portals: Durch die Kombination verschiedener KI-Funktionen von Sony und anderen Unternehmen und die Integration dieser Funktionen können Workflows für die Dateibearbeitung, -verwaltung und -verteilung vereinfacht werden. Dank der Nutzung von bei der Bildaufnahme generierten Metadaten lassen sich Highlights automatisch für Sportveranstaltungen generieren und der Produktionsvorbereitung automatisieren.

Verwaltung und Zusammenarbeit in der Cloud „Ci Media Cloud“

Bei der Ci Media Cloud handelt es sich um eine Plattform für die Medienverwaltung und Zusammenarbeit, mit der Teams auf Produktionsdateien und fertige Medieninhalte zugreifen und gemeinsam daran arbeiten können. Die neue Version umfasst Verbesserungen bei der Zusammenarbeit, der Sicherheit und aktualisierte Abonnementpläne für Online-Kunden. Benutzer können effizienter zusammenarbeiten, indem sie Pins zu Bildern und Videobildern hinzufügen, um bestimmte Bereiche zu kennzeichnen und so Unklarheiten in Dateikommentaren zu eliminieren. Wasserzeichen lassen sich nun über MediaBox-Freigabelinks hinaus hinzufügen. Das stellt sicher, dass hochwertige Inhalte immer mit einem dynamischen, visuellen Wasserzeichen angezeigt werden. Im Herbst werden in Ci neue Pro- und Team-Workspace-Abonnementpläne eingeführt. Ab Oktober bieten die Online-Abonnementpläne von Ci nahezu den 40-fachen Speicher, um kleinere Teams und einzelne Creators zu unterstützen. Der neue Team-Plan enthält eine unbegrenzte Anzahl an Benutzern, damit Teams ganz ohne zusätzliche Kosten pro Benutzer zusammenarbeiten können.  

Bereitstellung aus der Cloud

Die Multiformatbereitstellung sorgt dafür, dass von Inhalten besser profitiert werden kann, indem eine Bereitstellung und Verteilung von Inhalten im optimalen Format für mehrere Kanäle ermöglicht wird. Das optimiert die Monetarisierung von Inhalten.

Sony stellt auch M2 Live vor, was für Multipoint to Multipoint Live steht. Es handelt sich dabei um einen skalierbaren cloudbasierten Live-Verarbeitungsservice für die OTT-Content-Distribution (Over The Top), bei dem keine Ressourcen vor Ort für unilaterale Produktionen benötigt werden. Die rein cloudbasierte Software ermöglicht es Benutzern, einen OPEX-Ansatz bei einem wesentlichen Teil ihres Workflows anzuwenden. Der Fokus von M2 Live liegt auf kleinen Eventproduktionen, bei denen hochwertige Präsentationen benötigt werden und gleichzeitig ein einfacher Betrieb wichtig ist. Mit der benutzerfreundlichen szenenbasierten Benutzeroberfläche und mit A2 Production von Sony für die automatische Erstellung von Highlights können komplexe und anspruchsvolle Programme in Social-Media-Kanälen gestreamt werden.

M2 Live kann zudem als OTT-Streamingtool für die Lokalisierung von Hauptprogrammen genutzt werden. Die Lokalisierung kann beispielsweise in Form von zusätzlichen Grafiken oder Logos, unilateralen Kameraeingaben, Kommentaren in der Landessprache und Wiederholungen erfolgen, wenn es sich um multilaterale reine Feeds von einer Sportveranstaltung handelt. Die Tally/Return-Funktion bietet nahtlose Zusammenarbeit mit einer Kameraperson vor Ort. Zudem wird für die Datenübertragung von der Kamera vor Ort in die Cloud über das Sony QoS-Protokoll – das von der Anwendung auf der kompatiblen Kamera von Sony oder dem Smartphone bereitgestellt wird – eine stabile Remote-Verbindung hergestellt.

Bei der Live-Produktion, bei der sich die Bildkomposition von Moment zu Moment ändert, ermöglicht M2 Live durch eine Vorkonfiguration der Komposition ein einfaches Abrufen der Szeneneinstellungen, um unmittelbar und effizient anspruchsvolle Produktionseffekte zu erzeugen.

Sony arbeitet bereits mit externen Partnern für die Creators Cloud-Umgebung zusammen und wird diese Zusammenarbeit auf jeder Stufe der Produktion – von der Beschaffung bis hin zur Distribution – erweitern. Sony und Teradek haben beispielsweise im August 2022 eine Integration angekündigt, mit der Produktionen am Set von den Encoder-Produkten von Teradek direkt in die Ci Media Cloud hochgeladen werden können. Dieselbe Verknüpfung zum Hochladen von Dateien in das C3 Portal befindet sich ebenfalls in der Entwicklung. Auf der IBC wird Sony diese Camera-to-Cloud-Workflows mit Teradek sowohl für Ci Media Cloud als auch für C3 Portal demonstrieren.

Networked Live – einfache Remote- und verteilte Produktion von überall

Sony und Nevion stellen zur IBC mehrere neue Services und Produkte vor, mit denen die Transformation von Workflows für eine einfachere verteilte und Remote-Produktion weiter beschleunigt wird: Networked Live läutet eine neue Ära von hybriden verteilten lokalen/Cloud-Produktionslösungen ein, mit denen das Potenzial für eine Remote- und verteilte Produktion basierend auf einer universellen Konnektivität voll ausgeschöpft werden kann. Die Freigabe von Ressourcen zwischen voneinander entfernten Standorten ermöglicht qualitativ hochwertige Live-Produktionen und die Verarbeitung von überall. So können Benutzer überall und in jeder Größenordnung produzieren, die Qualität von Produktionen insgesamt verbessern und die Effizienz durch eine bessere Verteilung von Personen und technologischen Ressourcen steigern. Dadurch wird insgesamt die langfristige Nachhaltigkeit des Unternehmens gewährleistet.

Networked Live legt den Fokus auf die Einführung der Verbund-Orchestrierung in IP-basierten Netzwerken, die Verbesserung der Medienübertragung und die weitere Ermöglichung einer hybriden Verarbeitung und eines hybriden Betriebs.

Netzwerk- und Ressourcenorchestrierung

Nevion hat die Verbund-Orchestrierung in seine VideoIPath-Netzwerklösung implementiert, die die Koordination und Verteilung von Systemen und Ressourcen ermöglicht, das Risiko einer einzelnen Fehlerquelle reduziert und eine Kombination von Untersystemen in größeren Systemen für einen Remote- und verteilten Betrieb zulässt. Dies sorgt für zusätzliche Skalierbarkeit, die für eine optimale Orchestrierung der Ressourcenverwaltung für Produktionsressourcen und die Netzwerksignalübertragung von wesentlicher Bedeutung ist. 

Nevion hat zudem angekündigt, dass die Vorzeigeplattform für die Medienorchestrierung, VideoIPath, in AWS Media Services integriert wurde. Der Fokus hierbei lag auf der Vor-Ort-Verbindung mit der Cloud und der Integration in AWS MediaConnect und MediaLive-Services. Auf diese Weise kann eine Videoquelle vor Ort mit einer MediaConnect-Instanz in der AWS Cloud verbunden und auf andere MediaConnect-Instanzen in anderen Regionen oder zurück vor Ort verteilt werden. Damit kann die AWS Cloud effektiv als Übertragungsnetzwerk genutzt werden. 

Medienübertragung: JPEG XS-Unterstützung für Systemkameras  

Gezeigt in Amsterdam werden auch die IP-Kameraverlängerungsadapter HDCE-TX30 und HDCE-TX50. Sie bieten Unterstützung für das komprimierte Streamingformat JPEG XS, das über ein Softwareupdate mit dem Standard SMPTE ST2110-22 kompatibel ist. Zudem präsentiert Sony auf der IBC 2022 einen neuen Codec mit niedriger Latenz, welcher wiederum eine deutliche Reduzierung der Bandbreite ohne viel Einbußen bei der Bildqualität ermöglicht.

Hybride Verarbeitung und hybrider Betrieb

Bei dem neuen modularen Live-System MLS-X1, einer der neuen Schlüsselkomponenten von Networked Live, handelt es sich um einen modularen, skalierbaren und rekonfigurierbaren Prozessor und Mischer für die Live-Produktion. Der MLS-X1 ermöglicht eine integrierte Steuerung des Betriebs von Prozessoren an mehreren Orten über eine zentrale Benutzeroberfläche, egal ob lokal oder in der Cloud, vor Ort oder remote.

Jede MLS-X1-Einheit ist über ein Netzwerk verbunden und die zugehörige physische Struktur kann dynamisch geändert werden, was eine flexible Skalierung gemäß den Produktionsanforderungen ermöglicht. Dank des modularen Konzepts können logische Mischer je nach Bedarf mit einer oder mehreren MLS-X1-Einheiten konfiguriert und verbunden werden, ohne dass im Voraus übermäßig Kapazität oder Funktionalität vorbereitet werden muss. Für redundante Systeme – von wesentlicher Bedeutung für die Live-Produktion – können flexibel unterschiedliche Modi gewählt werden. Zudem können damit je nach Programmanforderungen mehrere Produktionen gleichzeitig mit einem oder mehreren Panels und Teams erfolgen.

In Zukunft sind eine Integration des MLS-X1 in mehrere Systeme und der Betrieb von mehreren Systemen aus geplant, nicht nur für die Remote-Produktion, sondern auch vor Ort und in der Cloud. Der MLS-X1 baut dabei auf der bewährten Zuverlässigkeit von Sony Mischern auf, darunter XVS-G1: Die innovative Architektur erweitert die Verarbeitungsstruktur um ein GPU-basiertes Effekt- und Grafikmodul, das eine flexible Videoverarbeitungsleistung bietet. Die Verarbeitung mit Hardwarebeschleunigung unterstützt die Verarbeitung von 4K (UHD) und HDR-Videos (High Dynamic Range) mit ultraniedriger Latenz. Das neueste der Sony-Produkte unterstützt 4K/HD Multiformat-Produktion, mit bis zu 6 M/E, 4 DME-Kanälen und 6 Keyern pro M/E in UHD. Neben dem Format Converter ist der HDR Converter enthalten. Als Systemformat wird native HDR-Unterstützung bereitgestellt.

Connected Content Acquisition

Sony kündigt auf der IBC 2022 auch eine Verstärkung der Konnektivität und Funktionen seiner Kameras und von Remote Workflows an. So hat Sony kürzlich das neue Mitglied der Cinema Line vorgestellt: die ILME-FR7, eine Kamera mit austauschbaren E-Mount-Objektiven mit einem Bildsensor im Vollformat und integrierter PTZ-Funktionalität zum Schwenken, Neigen und Zoomen. 

Dank vielseitiger Fernsteuerung und cineastischen Funktionen schafft die Kamera laut Sony neue kreative Möglichkeiten in Studios, bei Live-Aufnahmen und Filmproduktionen. Der leistungsstarke Bildsensor im Vollformat und die kreativen Möglichkeiten der E-Mount-Objektive von Sony vereinen sich hier mit ferngesteuertem Schwenken, Neigen und Zoomen, einem außerordentlich flexiblen Zoom und Weitwinkelaufnahmen, um Standort- und Platzbeschränkungen zu überwinden. Zudem bietet die Kamera den cineastischen Look und die Benutzerfreundlichkeit, mit denen die digitalen Kinokameras von Sony immer wieder die Grenzen des Machbaren in der Filmbranche verschieben, sowie vielseitige Anschlussmöglichkeiten und eine effiziente Unterstützung für Workflows mit mehreren Kameras. 

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