Prolight + Sound 2024 im Rückblick

Die Prolight + Sound 2024 ist Geschichte. Auch in diesem Jahr traf sich die internationale Veranstaltungsbranche in Frankfurt. Trotz des großen Programmangebots konnte das Besucherniveau des Vorjahres nicht ganz erreicht werden.

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Robe Live-Show auf der PLS24
Robe Live-Show auf der PLS24 ©Jochen Guenther / Messe Frankfurt Exhibition GmbH

In der vergangenen Woche traf sich die Event- und Entertainmenttechnologie-Branche auf der Prolight + Sound. Neben vier Außenbühnen, zahlreichen Performances, Live-Shows und DJ-Sets bot die Prolight + Sound vor allem Podiumsdiskussionen, Keynotes und Präsentationen rund um die neuesten Trends und Produkte aus den Bereichen Light, Audio, Stage, Media und Events. Rund 25.000 Besucher*innen aus fünf Kontinenten und mehr als 100 Ländern kamen vom 19. bis 22. März in der Mainmetropole zusammen. Über 500 Aussteller und Marken präsentierten Innovationen und Lösungen.

Dass die Prolight + Sound als wichtiger Treffpunkt der internationalen Eventbranche die Entscheiderinnen von heute und morgen an einem Ort zusammenbringt, spiegelte sich auch in den Zahlen der Veranstalter wider. So betrug der Anteil der Führungskräfte unter den Fachbesucherinnen 62 Prozent. Und wiederum 25 Prozent der Besucher*innen waren jünger als 25 Jahre. Dies zeige, so die Veranstalter, dass die Fachmesse mit ihren progressiven Formaten sowohl die aktuellen Entscheider als auch den Nachwuchs erfolgreich anspreche.

„Es freut mich sehr, dass wir mit der diesjährigen Ausgabe der Prolight + Sound unterstreichen konnten, was die Veranstaltung so besonders macht. Sie verbindet nicht nur technische Innovationen, Wissensvermittlung und Entertainment, sondern bringt eine Vielzahl von Top-Entscheider*innen mit jungen Branchen-Einsteiger*innen unter einem Dach zusammen – und bildet so eine Brücke zwischen dem Status Quo und der Zukunft der Eventbranche. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal ganz herzlich bei unseren Verbandspartnern VPLT und EVVC für ihr Engagement und die Unterstützung bedanken.“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung, Messe Frankfurt.


Fakten zur Prolight + Sound 2024

Aussteller und Marken: 502 
Ausstellernationen:34
Anteil internationaler Aussteller:über 50%
Steiger. Ausst./Marken ggü. 2023:über 10%
Besucher*innen:24.756 (2023: 27.556)
Top-10-Ausstellernationen (exkl. Deutschland): China, Niederlande, Italien, Tschechien, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Österreich, Schweiz, Slowakei
Top-10-Besuchernationen (exkl. Deutschland): Niederlande, Großbritannien, Frankreich, Schweiz, China, Italien, Belgien, Österreich, Tschechien, Polen

Dichtes Programm auf der Prolight + Sound 24: Keynotes, Performances und Community Nights

Wissensvermittlung in unterschiedlichsten Formaten stand im Vordergrund: Neben den Ausstellerpräsentationen waren es vor allem Branchengrößen, die in Podiumsdiskussionen, Keynotes und Live-Demonstrationen ihr Wissen und ihre Insights mit dem interessierten Publikum teilten. Mit dabei waren unter anderem die preisgekrönte Kreativdirektorin Geneviève Cleary, Star-Lichtdesigner Mikki Kunttu, Produzent und DJ Gregor Tresher, Labelchef Edgar Dirksen, Gitarrist Yasi Hofer, CCO von Atelier Markgraph Stefan Weil sowie Creative Director und Künstlerin Eileen Hall.

Ein Vortrags- und Konferenzprogramm ergänzte das Programm um aktuelle Themen wie Personalentwicklung und die Umsetzung nachhaltiger Veranstaltungen. Unter dem Dach des Prolight + Sound College boten drei Plattformen zweisprachige Seminare zu branchenrelevanten Themen an: das Camera College (in Kooperation mit dem BVFK Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft), das ProAudio College (in Kooperation mit dem VDT Verband der Deutschen Tonmeister) und das VPLT College (Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik). In einer Reihe von Fachvorträgen, Seminaren und Workshops wurden darüber hinaus zukunftsweisende Themen wie AI-Anwendungen, immersive Systeme oder Licht als Material behandelt.

Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung, Messe Frankfurt ©Messe Frankfurt GmbH / Sutera

Diese Inhalte spiegelten sich auch in den Produktpräsentationen in den Messehallen wider. Neben der IP-basierten Vernetzung technischer Komponenten war ein Trend zu immersiven Anwendungen und interaktiven Technologien zu beobachten, die den Betrachter direkt in das Produkterlebnis einbeziehen. Auch fortschrittliche Lösungen, die kompaktes Design mit hoher Leistungsfähigkeit verbinden, waren gefragt, unter anderem im Bereich ProAudio. Die Innovationskraft der Branche zeigte sich auch im LED-Bereich, wo eine Reihe beeindruckender Neuheiten vorgestellt wurden. Das zentrale Thema Nachhaltigkeit wurde bei der Entwicklung neuer Tools verstärkt berücksichtigt. Die Verwendung recyclebarer Materialien, hohe Energieeffizienz und Transportfreundlichkeit waren hier wichtige Aspekte.

Angetan waren die Besucher*innen auch von dem deutlich größeren Angebot in der Halle 11.0: Angefangen vom auf 3.000 m² ausgebauten Performance + Production Hub (in Zusammenarbeit mit dem Sample Music Festival) bis hin zu neuen Attraktionen wie dem Immersive Audio Dome oder der Audio Bar wurde das ProAudio-Segment in diesem Jahr umfassend erweitert.

Performance + Production Hub ©Jochen Guenther / Messe Frankfurt Exhibition GmbH

Als eine der tragenden Säulen der Prolight + Sound wartete auch der Bereich Theater- und Bühnentechnik mit spannenden Produktneuheiten und -vorführungen auf.

Die Brücke vom Messegelände in die Stadt schlugen schließlich die PLS Community Nights. Zu Gast war die Prolight + Sound in Friedas Bar & Kitchen im Omniturm, im NEUEN KAISER und bei Champions Frankfurt. Das Sahnehäubchen: Die Verleihung des ‚Opus – Deutscher Bühnenpreis‘ und des ‚Sinus – Systems Integration Award‘ – diesmal als Red Carpet Event im Steigenberger Icon Frankfurter Hof.