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# Adobe verzahnt KI enger mit Premiere
- URL: https://mebucom.de/gesponserter-artikel/adobe-verzahnt-ki-enger-mit-premiere/
- Published: 2026-09-29T10:55:15.000Z
- Updated: 2026-09-30T13:38:56.000Z
- Description: Generative Media soll fehlendes Material direkt im Schnitt erzeugen. Zur IBC erweitert Adobe außerdem die Audio- und Color-Werkzeuge in Premiere.
- Author: Niklas Eckstein
- Tags: Medientechnologie, Gesponserter Artikel, Adobe, Premiere, Sponsored Post, #wp, #wp-post, #video, #sponsored, #Import 2026-09-30 15:23, Video Reports

Ein Schnitt ist fast fertig, aber ein Establishing Shot fehlt. Beim Dreh wurde er nicht aufgenommen, im Stock-Material findet sich nichts Passendes und für wenige Sekunden noch einmal ein Team loszuschicken, ist nicht drin. Solche Lücken kennt Anton Knoblach aus seiner früheren Arbeit als Video-Editor.

„Ich hatte ständig die Situation: Du hast einen Schnitt, der eigentlich so gut wie fertig ist, aber irgendwo ist noch diese eine Lücke“, sagt Knoblach, Product Marketing Manager bei Adobe. „Wir haben deshalb versucht, einen KI-Workflow zu entwickeln, der für professionellen Videoschnitt wirklich Sinn ergibt.“

Mit dem neuen [Generative-Media-Tool](https://www.google.com/url?q=https://helpx.adobe.com/de/premiere/desktop/edit-projects/edit-with-generative-ai/generative-media-tool-overview.html&sa=D&source=docs&ust=1790252323939184&usg=AOvVaw39Bca3YLhxyIakTYaNz2EV) bringt Adobe die Erzeugung von Video und Soundeffekten direkt auf die Premiere-Timeline. Editor:innen markieren dort einen Bereich auf einer Video- oder Audiospur und können über die neue Generative Taskbar das fehlende Material erzeugen. Premiere übernimmt dabei Einstellungen aus der Sequenz, etwa das Seitenverhältnis. Für Video stehen neben Adobe Firefly auch Partnermodelle zur Verfügung.

Wie das im Schnitt aussehen kann, demonstrierte Knoblach auf der IBC anhand eines Werbespots für eine fiktive Outdoor-Marke. Das Ausgangsmaterial war in einem LED-Studio in Los Angeles entstanden, ein Drohnenshot zur Einführung der Location fehlte allerdings.

„Ich kann Referenzframes direkt aus dem Projekt ziehen. Ich muss sie nicht irgendwo exportieren, hochladen und wieder herunterladen“, sagt Knoblach. „Ich kann einfach mit der Pipette in mein Projekt klicken, damit das Modell weiß, wie die Location, mein Grading und mein Stil aussehen.“

![Referenzframes in Adobe Premiere](https://mebucom.de/content/images/wordpress/2026/09/adobe2.jpg)

Referenzframes können direkt aus dem Premiere-Projekt übernommen werden, um Location, Grading und Stil bei der Generierung vorzugeben.

## KI für das, was im Schnitt noch fehlt

Beim Ton lässt sich das Generative-Media-Tool ähnlich einsetzen. In der Demo fehlte zu einer Bewegung das Geräusch eines Reißverschlusses. Knoblach markierte die entsprechende Stelle auf der Audiospur und beschrieb den gewünschten Sound. Timing und Intensität gab er zusätzlich mit seiner Stimme vor: „Zzzzzipp!” Premiere erzeugte vier Varianten, die er direkt zum Bild abhören konnte.

„Es geht weniger darum, einen ganzen KI-Film in Premiere zu machen“, sagt Knoblach. „Das Ziel ist, den visuellen Kontext im Projekt zu nutzen, das Color Grading, den Stil und das vorhandene Material, um diese paar handverlesenen Lücken zu füllen.“

![Generative Taskbar in Adobe Premiere](https://mebucom.de/content/images/wordpress/2026/09/gen-task-bar2.jpg)

Über die Generative Taskbar lassen sich fehlende Video- und Audioelemente direkt auf der Premiere-Timeline erzeugen.

Generate Video und Generate Sound Effects sind die ersten beiden Funktionen des Generative-Media-Tools. In Premiere Beta geht Adobe bereits weiter. Generate Music erzeugt Musik für einen zuvor markierten Bereich; Tempo sowie Loop oder Intro und Outro lassen sich vorgeben. Generate Soundscape analysiert die Bilder einer Szene und erzeugt mehrere dazu passende Geräusche für die Tonspur.

Für Knoblach ändert die leichtere Erzeugung von Bildern, Videos und Texten wenig daran, wo die kreative Arbeit wirklich liegt. „Content zu machen, der wirklich begeistert und wirklich gut ist, ist schwerer als je zuvor“, sagt er. „Kreativität ist immer menschlich. Technologie kann aber dabei helfen, diese Kreativität leichter in ein Projekt zu übertragen.“

## Neue Werkzeuge für schwieriges Audiomaterial

KI kommt in Premiere nicht nur beim Erzeugen neuer Bilder und Töne zum Einsatz. In Premiere Beta erweitert Adobe auch die Bearbeitung von Produktionsaudio. [Enhanced Audio](https://community.adobe.com/announcements-732/now-in-beta-enhance-audio-in-premiere-1640126?ref=mebucom.de) kann verschiedene Bestandteile einer Aufnahme wie Dialog, Musik, Atmosphäre und Soundeffekte voneinander trennen. Danach lassen sich die Quellen unabhängig mischen oder als einzelne Clips ausgeben.

[Separate Crosstalk](https://helpx.adobe.com/de/premiere/desktop/add-audio-effects/basic-audio-editing/separate-overlapping-speakers.html?ref=mebucom.de) kümmert sich derweil um überlappende Stimmen. Sprechen zwei Personen gleichzeitig, teilt Premiere Beta sie auf unabhängige Spuren auf, die anschließend separat geschnitten und gemischt werden können. Adobe hatte Enhanced Audio und Separate Crosstalk bereits auf der MAX als Sneak gezeigt; zur IBC kommen beide Funktionen in die öffentliche Beta.

Besonders spannend: Die neue Funktion [Dynamic Auto Ducking](https://www.google.com/url?q=https://helpx.adobe.com/de/premiere/desktop/add-audio-effects/adjust-volume-and-levels/automatically-duck-audio.html&sa=D&source=docs&ust=1790252323938552&usg=AOvVaw3%5FUGyDL4XJeSZGu0%5FxS7Pz) passt die Pegel zwischen Sprache, Musik und anderen Elementen automatisch an. Werden Clips später auf der Timeline verschoben, berechnet Premiere die Ducking-Keyframes neu.

![Adobe-Stand auf der IBC 2026](https://mebucom.de/content/images/wordpress/2026/09/DSC02080.jpg)

Adobe zeigt zur IBC neue Premiere-Funktionen für KI, Audio und Farbkorrektur.

## Color Mode bekommt neue Masken und Style-Module

Auch beim [Color Mode](https://www.adobe.com/de/products/premiere/color-mode.html?ref=mebucom.de) legt Adobe nach. Die neue Grading-Umgebung kam bereits zur NAB in die Beta; im Vorfeld der IBC stellte Jason Druss, Principal Product Marketing Manager für Premiere und After Effects bei Adobe, die nächsten Erweiterungen vor.

Neu ist Auto Color. Das Werkzeug gleicht Farbtemperatur und Belichtung automatisch ab und kann auf einen Clip, eine selbst definierte Gruppe von Clips oder die komplette Sequenz angewendet werden.

Dazu kommen HSL- und Luminanzmasken. Sie isolieren ausgewählte Farb-, Sättigungs- oder Helligkeitsbereiche und können anschließend mit den Clip Operations in Color Mode verbunden werden. „Damit lassen sich sehr genaue Farb- und Helligkeitsbereiche isolieren und als Maske an praktisch jede gewünschte Clip Operation hängen“, erklärt Druss. Masken lassen sich außerdem per Drag-and-drop verschieben.

Bei den Style-Modulen kommen Vignette und Midtones hinzu. Vignette kann neben der Abdunklung der Bildränder auch Blur und chromatische Aberration hinzufügen. Midtones erweitert die Kurvenwerkzeuge für gezielte Eingriffe in die mittleren Tonwerte. Beide Module gehen laut Druss direkt auf Rückmeldungen aus der bisherigen Color-Mode-Beta zurück.

Knoblach hat an diesem Teil des Releases auch persönlich Gefallen gefunden. Neben dem Generative-Media-Tool zählt er Color Mode zu seinen Favoriten. „Ich habe früher viel mit Farbe gearbeitet, teilweise auch als Colorist. Deshalb liebe ich den Color Mode“, sagt er.

Ob fehlender Shot, überlappende Stimmen oder ein Color Grade, der noch Arbeit braucht: Adobe holt mit den [neuesten Premiere-Releases](https://helpx.adobe.com/de/premiere/desktop/whats-new/beta-features.html?ref=mebucom.de) mehr dieser Aufgaben direkt in den Schnitt. Editor:innen sollen ihren gewohnten Workflow nicht verlassen müssen, um generiertes Material zu erzeugen und weiterzuverarbeiten. Im besten Fall rückt die Technologie dabei in den Hintergrund – und das generierte Material fügt sich so selbstverständlich in das Projekt ein wie jedes andere Material auf der Timeline.