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Schlesinger tritt zurück – rbb gibt ARD-Vorsitz ab

Schlesinger tritt zurück – rbb gibt ARD-Vorsitz ab

rbb-Intendantin Patricia Schlesinger hat ihr Amt als ARD-Vorsitzende niedergelegt. Sie war zuletzt wegen umstrittener Beraterverträge und der Vermischung privater und geschäftlicher Belange in die Kritik geraten. Bis Jahresende übernimmt WDR-Intendant Tom Buhrow.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) gibt seine Aufgaben als geschäftsführende Anstalt innerhalb der ARD ab sofort ab. rbb-Intendantin und ARD-Vorsitzende Patricia Schlesinger: "Wir werden mit allen beteiligten Stellen in der ARD für einen reibungslosen Wechsel Sorge tragen. Die öffentliche Diskussion um in meinen Verantwortungsbereich fallende Entscheidungen und Abläufe im rbb berührt inzwischen auch die Belange der ARD. Die Geschäftsleitung des rbb und ich sehen unsere Hauptaufgabe jetzt darin, zur Aufklärung dieser Vorwürfe beizutragen und unser Hauptaugenmerk auf den rbb zu richten. Deshalb geben wir den Vorsitz innerhalb der ARD jetzt ab und danken den anderen Sendern für ihre Bereitschaft, uns diesen Schritt zu ermöglichen."

Die Intendantinnen und Intendanten der ARD begrüßten die Entscheidung des rbb. Sie dankten zugleich dem Westdeutschen Rundfunk für seine Bereitschaft, die laufenden Amtsgeschäfte der ARD zu übernehmen und die wichtigen Zukunftsprojekte des Senderverbundes voranzutreiben. Bei der kommenden ARD-Hauptversammlung in Bremen im September kann zudem eine neuer Vorsitz bestimmt werden, der vom 1.1.2023 im Amt wäre. Der Südwestrundfunk hat seine Bereitschaft erklärt, diese Aufgabe dann zu übernehmen. Die ARD ist die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland. Die ARD-Hauptversammlung wählt den Vorsitz für jeweils ein Jahr, er führt die Geschäfte der Arbeitsgemeinschaft und zeichnet in dieser Zeit rechtsverbindlich für sie.

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