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ANGA kritisiert Netzausbau-Pläne der EU

ANGA kritisiert Netzausbau-Pläne der EU

Auf dem 7. Nationalen IT-Gipfel hat sich der Verband der deutschen Kabelnetzbetreiber (ANGA) kritisch mit der aktuellen Breitband-Politik der EU auseinander gesetzt.

„Aktuelle Vorschläge der EU-Kommission stellen ein Risiko für die weitere Umsetzung von Breitbandstrategie und Digitaler Agenda dar“, heißt es in einer Stellungnahme der ANGA. Bei den Beihilfen zum Breitbandausbau wolle die EU-Kommission künftig einen Schwerpunkt auf den Ausbau von Glasfasernetzen bis in die Gebäude legen. Diese Förderpolitik diskriminiere glasfaserbasierte Netze wie z.B. die HFC-Netze der Kabelnetzbetreiber, die für den Zugang in die Häuser Kupferkabel nutzen – obwohl sie als sog. NGA-Netze schnelles Internet zu vielen Endkunden bringen und damit wesentlich zur Umsetzung der Breitbandstrategie der Bundesregierung beitragen. Schlimmstenfalls, so fürchtet die ANGA, könne diese Entwicklung dazu führen, dass HFC-Netze mit Hilfe von Fördergeldern überbaut werden. Dieses Ergebnis entwerte bestehende NGA-Netze und stelle ein Hemmnis für weitere Investitionen dar.

ANGA-Präsident Thomas Braun (Foto) erklärt dazu: „Unsere Mitgliedsunternehmen haben bei Breitbandinternet die Nase vorn: Mit 4,2 Millionen Internetkunden haben wir aktuell einen Marktanteil von rund 15 Prozent; drei von vier Breitband-Neukunden entscheiden sich für Kabelinternet.“ Eine kürzliche Umfrage unter den ANGA-Mitgliedsunternehmen zeige, dass über die Hälfte der Kunden Zugänge mit über 30 MBit/s buchen und mehr als 10 Prozent sogar 50 MBit/s und mehr. Hier sei ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, denn noch vor einem halben Jahr lag die Buchungsrate noch bei 6,6 Prozent. (11/12)

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