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Autoren unterstützen Initiative der Rundfunkkommission

Autoren unterstützen Initiative der Rundfunkkommission

Der Verband Deutscher Drehbuchautoren unterstützt die Initiative von Marc Jan Eumann, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien in NRW, der nach aktuellen Presseberichten mit der Rundfunkkommission der Länder endlich die Kluft zwischen Gebühreneinnahmen und Programmausgaben der öffentlich-rechtlichen Sender untersuchen will.

Er will die Öffentlich-Rechtlichen dazu verpflichten, die für Programmgestaltung bewilligten Gelder auch tatsächlich für das Programm einzusetzen. Würden sich ARD und ZDF daran halten, stünde ihnen jährlich ein 60 Millionen Euro höheres Budget für die Produktion von Filmen und Dokumentationen zur Verfügung. Der 19. KEF-Bericht hat für die Jahre 2009-2012 festgestellt, dass die ARD rund 93 Mio. und das ZDF sogar rund 142 Mio. Euro weniger für das Programm ausgegeben haben, als von der KEF für die Programmgestaltung bewilligt worden sind. 

VDD-Geschäftsführer Jan Herchenröder sieht dringenden politischen Handlungsbedarf: „Die Einsparung bei den Programmmitteln der öffentlich-rechtlichen Sender haben bedrohliche Züge angenommen – für die Qualität, für die Kreativen, welche die Inhalte unter starkem Kostendruck schaffen sollen, und damit für den Zuschauer, der immer weniger für seine Gebühren bekommt. Die Sender sparen lieber am Programm anstatt sich ausreichend mit den dringend notwendigen Reformen auseinanderzusetzen. Kernaufgabe der öffentlich-rechtlichen Anstalten ist aber, hochwertiges Programm zu machen.“

Der Autorenverband sehe wie die anderen Kreativenverbände diese Entwicklung seit langem mit Sorge und begrüße die neue politische Initiative: „Die Urheber sind in den letzten Jahren zu den Sparschweinen der Sender geworden – die Politik muss die Sender endlich verpflichten, die Programm-Mittel auch ins Programm zu investieren“, so Herchenröder. Ohne politischen Willen verlören die gebührenfinanzierten Sender ihre Innovationskraft und mittelfristig auch die Bindung an den Zuschauer. (2/15)

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