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Sigmar Gabriel

Bundesregierung will Digitalwirtschaft schneller voran bringen

Im globalen Wettlauf um die zukünftige Digitalwirtschaft sehen sich europäische Unternehmen längst schon im Hintertreffen, was Dynamik und Entwicklung neuer Technologien und Geschäftsfelder angeht. Auf dem 8. IT Gipfel in Hamburg kündigt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (Foto) Initiativen an.

„Mit der Digitalen Agenda hat die Bundesregierung politische Leitlinien für die Digitalisierung formuliert“, erklärte Gabriel bei seiner Rede. „Mir ist wichtig, dass sich IKT-Branche, Anwender und gesellschaftliche Gruppen wie die Netzgemeinde künftig auf Augenhöhe begegnen, deshalb öffnen wir den IT-Gipfel-Prozess. Insbesondere die traditionell starken Industriezweige wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Automobilbau sollen stärker in diesen Dialog einbezogen werden, was die Einrichtung einer Plattform "Industrie 4.0" unterstreichen soll. Die digitale Wirtschaft ist ein bedeutender Wirtschaftszweig, den wir mit zahlreichen Programmen und Maßnahmen weiter unterstützen möchten. Dafür wird das Bundeswirtschaftsministerium bis 2018 ca. 430 Mio. Euro aufwenden."

Bereits an den Start gegangen ist unter anderem das neue Technologieprogramm „Smart Service Welt“. Das Förderprogramm ist Teil der Hightech-Strategie für Deutschland und soll mit bis zu ca. 50 Mio. Euro vom BMWi gefördert werden. Die Förderprojekte werden noch einmal die gleiche Summe aus Eigenmitteln aufbringen. Um den Mittelstand stärker für die neuen Möglichkeiten und Potenziale der Produktion der Zukunft zu sensibilisieren, werden zudem fünf Zentren für Information und Demonstration zu Industrie 4.0 eingerichtet.

Hamburg steht auch für den digitalen Wandel in der Medien- und Kreativwirtschaft. Mit dem Fokus "Content & Technology" wurden die Chancen der digitalen Transformation für Inhalte- und Technologieunternehmen beispielhaft herausgearbeitet und präsentiert. In der so genannten „Hamburger Erklärung“ verständigten sich die Gipfelteilnehmer auf die entschlossene und verantwortungsvolle Fortsetzung der Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in den kommenden Jahren. Hierbei geht es primär um den schnellst möglichen Ausbau von Breitbandnetzen bundesweit.

Präsentiert wurden auch die Ergebnisse des  Monitoring-Reports Digitale Wirtschaft 2014. Danach konnte die Digitale Wirtschaft Deutschlands im 15-Länder-Vergleich einen guten fünften Platz behaupten: Bei den IKT-Umsätzen erreicht Deutschland mit einem Anteil von 4,3 Prozent an den weltweiten Umsätzen Platz fünf. Bei der Nutzung von neuen Technologien in Unternehmen liegt Deutschland im 15-Länder-Vergleich auf Rang vier. Nachholbedarf hat Deutschland beim Export von IKT. So liegt der Anteil an allen Exporten nur bei knapp neun Prozent. Das entspricht dem zwölften Rang im internationalen Vergleich. Die Digitale Wirtschaft ist mit über 91.000 Unternehmen und gut 900.000 Beschäftigten ein bedeutender Zweig der deutschen Wirtschaft. Mit einem Anteil von 4,7 Prozent an der gewerblichen Wertschöpfung liegt sie gleichauf mit dem Automobilbau und vor der Traditionsbranche Maschinenbau. (10/14)

 

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