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Lutz Marmor

Jugendsender kann starten

Auf der Ministerpräsidentenkonferenz wurde seitens der Politik einstimmig das Startsignal für den Jugendkanal von ARD und ZDF im Internet gegeben, der im Oktober 2016 online gehen soll.

Die Länder haben den geplanten Online-Jugendkanal von ARD und ZDF genehmigt. Die Regierungschefs segneten das Medien-Projekt der öffentlich-rechtlichen Sender am Ende ihrer zweitägigen Ministerpräsidentenkonferenz in Bremen einstimmig ab. Im Dezember soll der Staatsvertrag unterzeichnet werden, wie Tageschau.de meldet. Der Kanal richtet sich an junge Leute zwischen 14 und 29 Jahren. Auf einer Internetplattform sollen sie crossmedial auf verschiedenste Beiträge aus Radio, Fernsehen und Inhalte aus Online-Foren zugreifen können. Dabei werden etwa die Genres Musik und Jugendkultur, Wissen und Service sowie Comedy und Unterhaltung abgedeckt. "Der heutige Beschluss ist eine sehr erfreuliche Nachricht und ein weiterer wichtiger Schritt", sagte der ARD-Vorsitzende und NDR-Intendant Lutz Marmor (Foto) zur Entscheidung der Ministerpräsidenten. "Jetzt müssen noch die 16 Landesparlamente den Weg frei machen. Was lange währt, wird endlich gut."

 

Während die Politik damit das Gemeinschaftsprojekt von ARD und ZDF abgesegnet hat, rührt sich Widerstand bei den privaten Rundfunkanbietern. In einem Statement kündigt der VPRT-Vorstandsvorsitzende Tobias Schmid eine Prüfung an. „Es ist kein Geheimnis, dass der VPRT sowohl das Verfahren zur Beauftragung des Jugendangebots als auch den Konkretisierungsgrad für suboptimal hält. Wir werden nun prüfen, inwieweit den systematischen und wettbewerblichen Bedenken der privaten Medien durch die jetzt vorliegende Fassung der Auftragsnorm und der Negativliste Rechnung getragen wurde. Wir werden hierzu auch noch einmal das direkte Gespräch mit den Anstalten suchen.“ (10/15)

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