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Ende der analogen Sat-Übertragung

Ende der analogen Sat-Übertragung

Die Landesmedienanstalten befürworten die Beendung der analoge Verbreitung über Satellit spätestens zum 30. April 2012. Laut Dr. Hans Hege, Digitalbeauftragter der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK), haben Gespräche mit TV-Veranstaltern und anderen Marktteilnehmern ergeben, dass die Analog-Abschaltung zu diesem Zeitpunkt realistisch ist.

Nach dem Digitalisierungsbericht 2009 der Landesmedienanstalten empfangen schon mehr als 70 Prozent der Satellitenhaushalte ihre Programme digital. Da das derzeitige digitale Fernsehangebot in Standard Qualität (SD) auch in Zukunft unverschlüsselt empfangen werden kann und die Programmvielfalt im Digitalen größer ist, wird der Digitalisierungsgrad in den kommenden Jahren weiter steigen.

„Ein konkretes Abschaltdatum, ab dem es keine analogen Programmangebote über Satellit mehr gibt, schafft Klarheit für alle Beteiligten“, so Thomas Langheinrich, Vorsitzender der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK), „Zuschauer und Geräteindustrie können sich damit rechtzeitig auf die Umstellung vorbereiten.“

Aufgabe sei es jetzt, ein Kommunikationskonzept zu entwickeln, das von allen Veranstaltern mit getragen werde. Vorbild könne dabei die erfolgreiche Praxis bei der Umstellung des terrestrischen Fernsehens auf DVB-T sein.

Da die analoge Satellitenübertragung auch noch zur Heranführung vieler Programme an Kabelanlagen genutzt wird, so Langheinrich, muss auch den Belangen der Kabelnetzbetreiber Rechnung getragen werden. Ein zentrales Anliegen der Plattformregulierung wird es sein, Nachteile für kleinere Programmveranstalter im Rahmen des Umstellungsprozesses zu vermeiden.

„Von der vollständigen Digitalisierung der Satellitenübertragung erhoffen wir uns auch einen Durchbruch bei der Nutzung der digitalen Kabelübertragung“, erklärte der ZAK-Digitalbeauftragte, Dr. Hans Hege (Foto). „Mit steigenden digitalen Reichweiten erhöhen sich auch die Chancen für die Finanzierung neuer Angebote.“

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