Cookie Consent by TermsFeed
      medienpolitik-news
      mebucom
                
EU Parlament stimmt neuem Media-Programm zu

EU Parlament stimmt neuem Media-Programm zu

Das Europäische Parlament hat am 19. November das neue Programm Creative Europe gebilligt mit dem Kultur, Kino, Fernsehen, Musik, Literatur, darstellende Kunst, Kulturerbe und andere Bereiche der Kultur- und Kreativbranche künftig verstärkt gefördert werden.

Das Budget umfasst 1,46 Mrd. EU für die kommenden sieben Jahre und bedeutet eine Erhöhung um 9 Prozent gegegenüber den vorherigen Programmen. Aus den Mitteln für Creative Europe sollen mindestens 250 000 Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende, 2000 Kinos, 800 Filme und 4500 Buchübersetzungen finanziell unterstützt werden. Zudem legt das neue Programm einen garantiefonds auf, der es kleinen Kultur- und Kreativunternehmen ermöglicht, Bankdarlehen im Gesamtwert von bis zu 750 Mio. EUR abzurufen.

Die EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend Androulla Vassiliou (Foto) spricht von einer „wunderbaren Nachricht für die europäische Filmindustrie, für Kultur und Kunst sowie für alle Bürgerinnen und Bürger“: „Creative Europe wird unsere dynamische Kultur- und Kreativbranche in die Lage versetzen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und ihren Beitrag zur Wirtschaftsleistung der EU zu steigern.“

Creative Europe baut auf der Erfahrung und den Erfolgen der Programme Kultur und MEDIA auf, mit denen die Kulturbranche und der audiovisuelle Sektor seit mehr als 20 Jahren unterstützt werden. Es ist in die zwei Sektionen für Kultur zur Förderung der darstellenden und bildenden Kunst, des Kulturerbes und anderer Kulturbereiche sowie MEDIA zur Finanzierung der Kinobranche und des gesamten audiovisuellen Sektors gegliedert. Mindestens 56 % des Budgets sind für den Bereich audiovisuelle Medien und mindestens 31 % für die Kultur bestimmt. Dies entspricht weitgehend den Fördermittelanteilen, welche die beiden Bereiche gegenwärtig erhalten. Höchstens 13 % des Budgets sind für den branchenübergreifenden Aktionsbereich vorgesehen; aus diesen Mitteln werden auch Kontaktstellen - so genannte Creative Europe-Desks - in allen teilnehmenden Ländern finanziert, die Interessenten beraten. Rund 60 Mio. EUR sind für die Förderung der politischen Zusammenarbeit, innovativer Ansätze für den Auf- und Ausbau von Publikumsschichten und neuer Geschäftsmodelle bestimmt.

Auf die europäische Kultur- und Kreativbranche entfallen bis zu 4,5 % des BIP der EU, und sie beschäftigt über 8 Millionen Menschen. Creative Europe wird sie dabei unterstützen, die Chancen von Globalisierung und Digitalisierung aufzugreifen, und dadurch den Beitrag der Branche zur europäische Wirtschaft noch weiter steigern.

Das Programm wird in den nächsten Wochen vom Rat (den 28 Mitgliedstaaten) endgültig angenommen werden und im Januar 2014 in Kraft treten. (11/13)

Zurück


Ähnliche Artikel