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Leo Kirch ist tot

Dr. Leo Kirch ist am 14. Juli im Alter vom 84 Jahren verstorben. Der Filmrechtehändler, Medienunternehmer und ehemalige Besitzer der ProSiebenSat.1-Firmengruppe gilt als einer der Gründungsväter des privaten Fernsehens in Deutschland. Die Medienwelt kondoliert.

Jürgen Doetz, Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT), die Interessenvertretung des privaten Rundfunks in Deutschland, meint: "Ohne den unternehmerischen Weitblick und den Mut von Leo Kirch wäre der erfolgreiche Start und der Aufbau des privaten Fernsehens 1984 in Deutschland nicht möglich gewesen. In tiefer Betroffenheit trauern wir um eine der großen Unternehmerpersönlichkeiten unserer Republik." Doetz war von Leo Kirch 1982 als erster Geschäftsführer eines privaten Fernsehsenders (SAT.1) berufen worden.

Der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, erklärt zum Tod von Leo Kirch:
"Mit Leo Kirch verliert Deutschland einen großen, äußerst mutigen und für den Medienstandort Bayern und Deutschland prägenden Unternehmer. In seiner bewegten Unternehmensgeschichte ließ er sich von Rückschlägen nicht entmutigen und kämpfte beharrlich für seine Ideen. Als Mäzen und Kunstliebhaber wird Leo Kirch vielen in lebendiger Erinnerung bleiben."

ARD-Vorsitzende Monika Piel: "Leo Kirch war ein Visionär, ein Mann der ersten Stunde, der die deutsche Medienlandschaft nachhaltig geprägt hat. Persönlich hat mich sehr beeindruckt, wie er trotz seiner schweren Krankheit bis zuletzt unternehmerisch aktiv war."

Der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Wolf-Dieter Ring, kommentiert: „Mit großer Betroffenheit habe ich vom Tod des Medienunternehmers Leo Kirch erfahren. Der Medienunternehmer Kirch hat einen wesentlichen Beitrag geleistet für den privaten Rundfunk und damit auch zum Aufbau des dualen Rundfunksystems in Deutschland, das international beispielhaft ist. Leo Kirch hat sich stets durch mutige Entscheidungen ausgezeichnet und mit hoher Innovationskraft immer vorausschauend im Medienmarkt gewirkt. So war er bereits Mitte der 90er Jahre einer der Pioniere bei der Entwicklung des digitalen Fernsehens.“ Durch sein erfolgreiches Wirken habe nicht zuletzt auch der Medienstandort München und Bayern enorm profitiert mit vielen neu geschaffenen Arbeitsplätzen und heute noch erfolgreichen Programmangeboten. (7/11)

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