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Mediale Inhalte im digitalen Umfeld

Mediale Inhalte im digitalen Umfeld

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters (Foto) hat Vertreter der 2011 gegründeten Interessengemeinschaft Deutsche Content Allianz im Bundeskanzleramt empfangen. Beraten wurde über die Bedeutung medialer Inhalte in einem digitalen Umfeld.

Die Staatsministerin erklärte nach dem Gespräch: „Wir sind uns einig, dass in der Diskussion über die digitale Agenda allzu oft die technische Perspektive dominiert. Uns geht es um die Inhalte, um die Werte in unserer digitalen Gesellschaft, die allzu oft im Rausch des technisch machbaren unterzugehen drohen.“ Neben dem Ausbau technischer Infrastrukturen für eine zukunftstaugliche Wirtschaft müssten gleichzeitig auch die Rahmenbedingungen für Inhalte den Bedingungen der digitalen Welt angepasst werden, führte Grütters weiter aus: „Um die Vielfalt medialer Inhalte zu sichern, müssen die Rahmenbedingungen für kreatives Schaffen stimmen. Ein starkes Urheberrecht zählt genauso dazu, wie die Gewährleistung fairer Wettbewerbsbedingungen oder der gesicherte Transport und die Auffindbarkeit von Inhalten im Netz. Weil die rasante technologische Entwicklung zu einer Schieflage in der Wahrnehmung geführt hat, ist es unser gemeinsames Anliegen, das öffentliche Bewusstsein immer wieder für die kulturelle und gesellschaftliche Relevanz der Inhalte zu schärfen, eben weil unsere Gesellschaft von der kulturellen und medialen Vielfalt lebt.“

Als eine "ermutigende Weichenstellung für die Zukunftsperspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft" begrüßte Jürgen Doetz für die Deutsche Content Allianz (DCA) die Aussagen der Kulturstaatsministerin. Zentrale Forderung der DCA sei die umfassende Einbindung der kreativen Inhalte in die Digitale Agenda der Bundesregierung, die nicht auf Telekommunikations- und Infrastrukturinteressen verkürzt werden dürfe. Am Gespräch teilgenommen hatten: Knut Boeser (Vorstand des Verbandes Deutscher Drehbuchautoren), Tom Buhrow (Intendant WDR), Jürgen Doetz (Bevollmächtigter des Vorstandes des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien VPRT), Dieter Gorny (Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie), Harald Heker (Vorstandsvor-sitzender der GEMA), Manuela Stehr (Präsidentin der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft), Alexander Thies (Vorstandsvorsitzender der Produzentenallianz), Peter Weber (Justitiar ZDF), Claus Grewenig (Geschäftsführer des VPRT).

Die Deutsche Content Allianz hat sich 2011 als Interessengemeinschaft der Kultur- und Medienwirtschaft in der digitalen Welt gegründet. Sie soll zur Stärkung des Schutzes und der Akzeptanz medialer Inhalte als Basis für eine angemessene Wertschöpfung in der Informations- und Wissensgesellschaft beitragen. Sie vertritt die Bereiche Film, Buch, Musik, Presse und Rundfunk. (7/14)

 

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