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Filmpolitik im digitalen Zeitalter

Filmpolitik im digitalen Zeitalter

Am 4. und 5. November 2014 findet zum vierten Mal der Film- und Kinokongress NRW statt. Diesmal lautet das Leitthema "Film und Filmpolitik im digitalen Zeitalter".

Die filmpolitischen Rahmenbedingungen werden ebenso Thema sein, wie Fragen der digitalen Transformation und der Auswertung von Film. Die Veranstaltung, die Fachkongress, die Verleihung der Kinoprogrammpreise und die Konferenz "Nachwuchs trifft Experten" zu einem kompakten Programm zusammenführt, richtet sich an Filmproduzenten, Kinobetreiber, Verleiher und den filmischen Nachwuchs. Die Film- und Medienstiftung NRW richtet den Kongress im Kölnischen Kunstverein aus.

Das filmpolitische Grußwort hält Bernd Neumann (Foto), Präsident der FFA und Staatsminister a.D.  HDF Kino-Präsident Thomas Negele  und Johannes Klingsporn vom Verband der Kinoverleiher diskutieren nach ihren Impulsvorträgen mit den Produzenten  Martin Hagemann, zero film fiction, Claudia Steffen, Pandora Filmproduktion, und mit Jean Pierre Crapet, Content Strategy & Cooperation, Telekom.

Am Nachmittag erweitert der Kongress seinen Blick um die europäische Perspektive. Geleitet wird die Debatte von Rechtsanwalt  Stefan Lütje. Im Mai veröffentlichte die Europäische Kommission ein Strategiepapier mit Vorschlägen, wie Europas Filmbranche den Herausforderungen der Digitalisierung begegnen und die internationale Verbreitung europäischer Filme optimiert werden kann. Susanne Ding von der europäischen Kommission stellt das Papier vor. Ob die bestehenden und geplanten Strategien und Maßnahmen der EU dem europäischen Film tatsächlich helfen, diskutiert im Anschluss Christian Bräuer, AG Kino, mit dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Thorsten Hennig-Thurau, Susanne Ding, Creative Europe, und der internationalen Finanzexpertin Linda Beath. Ergänzend zur politischen Dimension präsentiert der britische Kinomacher Mark Cosgrove sein Kino­konzept, das einzelnen Filmen mehr Aufmerksamkeit und gleichzeitig den Kinos zusätzliches Geschäft ermöglicht. Am gleichen Abend wird im Rahmen des Kinoprogrammpreises 2014 der Herbert Strate-Preis vergeben.

Der Morgen des zweiten Kongresstags steht im Zeichen der zukünftigen Filmfinanzierung. Die zunehmende Verbreitung von Kinofilmen und Fernsehfilmen über VoD-Plattformen führt zu veränderten Marktverhältnissen. Diesen müssen das Geschäftsmodell Kinofilm sowie Fernsehfilm folgen. Welche neuen und möglicherweise vom Sender unabhängigeren Lizenzmodelle und Produktionsmöglichkeiten gibt es? Einen ersten Input liefern Martin Borowski und Daniel von Rosenberg vom Kölner Produzentenverband zum Thema: Paradigmenwechsel bei der Fernsehlizenz. Am Nachmittag veranstaltet die Film- und Medienstiftung NRW in Kooperation mit dem Mediengründerzentrum NRW bereits zum 4. Mal die Konferenz "Nachwuchs trifft Experten".

Die Kooperationspartner beim Film- und Kinokongress NRW sind: Creative Europe Desk NRW, film &fernsehproduzentenverband nrw e.V., VFFVmedia e.V., Filmbüro NW e.V. und Mediengründerzentrum NRW. (10/14)

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