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Unitymedia verzichtet auf Free-TV-Verschlüsselung

Unitymedia verzichtet auf Free-TV-Verschlüsselung

Der in Hessen und Nordrhein-Westfalen tätige Kabelnetzbetreiber Unitymedia hat angekündigt, auf die Grundverschlüsselung von Free-TV-Programmen in seinen digitalen Kabelnetzen zu verzichten. Die Landesmedienanstalten begrüßen diesen Schritt.

„Wir begrüßen die Ankündigung von Unitymedia, auf eine Grundverschlüsselung der digitalen Free-TV-Programme zu verzichten, wenn das Kartellamt die Fusion mit KabelBW genehmigen sollte. Dies wäre ein Meilenstein auf dem Wege einer zuschauergerechten Digitalisierung und eines innovativen Infrastruktur-Wettbewerbs“, kommentierten Prof. Wolfgang Thaenert (Foto), Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), die Unitymedia-Entscheidung.

Unitymedia bzw. die Muttergesellschaft Liberty Global, Inc. hatten im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme von Kabel Baden-Württemberg den Verzicht auf die Verschlüsselung angeboten, um die Bedenken des Bundeskartellamtes, die sich auf den Wettbewerb im Gestattungsmarkt beziehen, auszuräumen.

„Unitymedia könnte sich damit als Innovationstreiber der deutschen Fernsehkabel- und Telekommunikationswirtschaft beweisen, zum Wohle der Free-TV-Anbieter und der Endkunden, denen ein barrierefreier Zugang zu außergewöhnlicher Programmvielfalt in Digitalqualität eröffnet wird“, meinte Thaenert. Bereits bisher habe Unitymedia zu einer zuschauergerechten Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu günstigen Konditionen beigetragen. In Hessen und Nordrhein-Westfalen wären von Beginn an regionale und lokale Fernsehprogramme analog wie digital angeboten worden. „Ich hoffe, dass das Kartellamt seine Zustimmung gibt und der Markt mit allen seinen Teilnehmern – TV-Anbietern, Wohnungsbaugesellschaften und Zuschauern – davon profitieren können“, erklärte der LPR Hessen-Direktor. (11/11)

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