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Verbände fordern faire Mediathekenvergütung

Verbände fordern faire Mediathekenvergütung

Seit Umstellung der einstigen GEZ-Gebühr auf den geräteunabhängigen Haushaltsbeitrag mehren sich bei ARD und ZDF, aber auch in Politik und Öffentlichkeit die Stimmen, die eine Ausweitung oder gar komplette Abschaffung der bisherigen 7-Tage-Regelung fordern.

Zur Meditathekennutzung und einer eventuellen Ausweitung der 7-Tage-Regel haben jetzt diverse Produktionsverbände wie die Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen, der Verband Deutscher Filmproduzenten, AG Animationsfilm, AG DOK,  sowie die Vertretungen der Kreativsparten Stellung bezogen.  „Schon für die bisherige Nutzung der Auftrags- und Koproduktionen in den Mediatheken von ARD und ZDF werden die Produzenten, Urheber und Schauspieler nicht angemessen vergütet. Jede weitere Ausdehnung der zulässigen Verweildauern verschärft dieses Missverhältnis“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Mit jedem Tag, an dem Filme und Serien, Dokumentationen und Unterhaltungsprogramme in öffentlichrechtlichen Mediatheken kostenlos zugänglich seien, verminderten sich mögliche Einnahmen aus einer Auswertung über kommerzielle Video-on-Demand-Plattformen oder aus DVD-Verkäufen. Die Verbände kritisieren.“ Eine Wertschöpfung im Online-Bereich wird verhindert und damit die Leistungsfähigkeit der Produzenten, der Urheber und der ausübenden Künstler weiter entscheidend geschwächt.“ (4/15)

Ruth Hieronymi, Vorsitzende des WDR-Rundfunkrates hatte kürzlich davor gewarnt, die bisherigen Fristen vorschnell zu öffnen, solange nicht die Frage der angemessenen Vergütung von Produzenten und Urhebern geklärt ist. Dies wird von den Verbänden begrüß, die deshalb vorschlagen, bereits im nächsten Rundfunkänderungsstaatsvertrag verbindlich zu verankern, dass für ARD und ZDF ein ausreichender, bisher nicht vorgesehener Etatposten „Lizenzkosten nicht-lineare Verbreitung“ geschaffen wird, der bei der KEF anzumelden ist und von dieser anerkannt werden sollte.

In ihrer Stellungnahme führen die Verbände dazu aus: „Eine solche Maßnahme ist nicht nur sinnvoll, um zumindest in diesem zukunftsweisenden Bereich endlich eine angemessene Vergütung von Produzenten und Urhebern herbeizuführen, sondern auch zwingend erforderlich, um die Unterfinanzierung vieler Projekte wenigstens teilweise abzumildern. Angesichts der durch die Umstellung der Rundfunkgebühren auf den Haushaltsbeitrag resultierenden Einnahmeüberschüsse ist diese Maßgabe selbst in Zeiten von der Politik propagierter Beitragsstabilität auch durchaus realisierbar, ohne dass dafür Einsparungen an anderer Stelle in den Programmetats vorgenommen werden. (4/15)

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