Cookie Consent by TermsFeed
      medienpolitik-news
      mebucom
                
VPRT fordert konvergente Medienregulierung

VPRT fordert konvergente Medienregulierung

Rund 400 Gäste aus Medienbranche und Politik folgten der Einladung des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) zum VPRT-Sommerfest ins Teehaus im Englischen Garten in Berlin. Staatsminister Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, und Anke Schäferkordt, Geschäftsführerin der Mediengruppe RTL Deutschland und Co-CEO RTL Group S.A., stellten die Bedeutung der Inhalte und die Relevanz von Fernsehen und Radio als Mediengattungen dar.

VPRT-Vorstandsvorsitzender Dr. Tobias Schmid begrüßte die Gäste und zog dabei Bilanz: "Wir freuen uns über den konstant großen Erfolg unserer Mitglieder, die mit ihren Radio- und Fernsehangeboten treibender Wirtschaftsfaktor der Contentindustrie sind. Es ist gut, dass es uns gelungen ist, eine Diskussion um eine neue Medienordnung anzustoßen und einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des geistigen Eigentums zu leisten. Als größter TV- und Radioverband in Europa ist es nun unsere Aufgabe, die Eckpunkte einer neuen Medienordnung in Deutschland und Europa zu entwickeln sowie den Zugang unserer Unternehmen zu den Infrastrukturen sicher zu stellen."

Kulturstaatsminister Bernd Neumann sagte: "Der VPRT ist für mich seit Jahrzehnten ein kompetenter Begleiter in der Medienpolitik. Als Partner im Streit für den Schutz des geistigen Eigentums auch im Internet sind wir enge Bündnisgenossen. Ich begrüße die Gründung der Deutschen Content Allianz, bei der der VPRT ein wichtiger Mitstreiter ist. Es ist wichtig, dass sich diese branchenübergreifenden Zusammenschlüsse privater und öffentlich-rechtlicher Medienunternehmen in der oft von netzpolitischen Fragen dominierten Diskussion Gehör verschaffen. Denn auch im digitalen Zeitalter muss der Schutz des geistigen Eigentums gewährleistet werden, denn sonst würde den Kreativen ihre Existenzgrundlage entzogen. Qualität und Vielfalt im Medienbereich wären gefährdet. Ohne wirksamen Schutz der Urheber gibt es keine qualitativen Inhalte und ohne solche Inhalte keine qualitativen Medien. Wir sind es den Kreativen schuldig, dass der überfällige 3. Korb des Urheberrechts in der nächsten Legislaturperiode rasch realisiert wird."

RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt betonte die  hohe tatsächliche Nutzung und Relevanz von Fernsehen und Radio. Dabei unterstrich sie die Funktion des Netzes als Infrastruktur, die durch die Inhalte erst interessant werde. Sie appellierte an die Medienpolitik, dies bei der weiteren Entwicklung des Urheberrechts angemessen zu berücksichtigen: "Das Urheberrecht ist das Fundament der Kreativwirtschaft, der drittgrößten Industrie in Europa. Die Politik sollte mithelfen, diese wichtige wirtschaftliche Ressource zu schützen", so Schäferkordt. Zu der Frage des Zugangs zu Infrastrukturen betonte Schäferkordt, dass große Themen wie "Frequenzpolitik", "analoge Abschmelzung im Kabel" und "Plattformregulierung" noch ungelöst seien. Hier müssten Medien und Netzpolitik als Teil einer ganzheitlichen Regulierungsaufgabe begriffen werden. "Wer eine zukunftsfähige Contentindustrie will, muss den Regulierungsrahmen auf den Prüfstand stellen. Die Welt in 'Rundfunk' und 'Nicht-Rundfunk' aufteilen zu wollen, ist angesichts der gegebenen Konvergenz sinnlos", sagte Schäferkordt. (9/13)

Zurück


Relevante Unternehmen
Ähnliche Artikel